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Höhere Haftungsrisiken für ManagerDas persönliche Haftungsrisiko für Unternehmensmanager ist in jüngerer Zeit erkennbar gestiegen, denn immer mehr Unternehmen verklagen ihr Führungspersonal. Mit zum Teil erheblicher zeitlicher Verzögerung werden Ansprüche erhoben, die sich vielfach auf Aktivitäten von Vorständen und Aufsichtsräten während oder vor der Finanzkrise beziehen. So hat die Staatsanwaltschaft Leipzig zuletzt gegen drei ehemalige Vorstände der vormaligen Sachsen LB Anklage wegen unrichtiger Darstellung der Jahresabschlüsse, Untreue beziehungsweise Beihilfe dazu erhoben.
Den Bankmanagern wird vorgeworfen, sie hätten in den Jahresabschlüssen 2003 und 2004 einen zuvor mit ihrer Billigung von sog. technischen Verrechnungskonten auf Forderungskonten umgebuchten Saldo als Forderungsposition der Sachsen LB ausgewiesen, obwohl der Saldo trotz Prüfungen zur damaligen Zeit nicht aufgeschlüsselt und einzelnen Schuldnern oder Geschäftsvorfällen zugeordnet werden konnte. Wegen der bis Anfang 2008 unterbliebenen Wertberichtigung waren die Jahresabschlüsse der Bank unrichtig und geschönt, sodass letztlich jeweils Gewinne ausgewiesen werden konnten. Auf dieser Grundlage erfolgten pflichtwidrig Ausschüttungen an die Anteilseigner und die Zahlung erfolgsabhängiger Vergütungen an die Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter. Weiter


82% der Wirtschaftskriminellen sitzen in FührungspositionenLaut einer internationalen Studie in 69 Ländern, welche die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG durchgeführt hat, ist der "typische" Wirtschaftskriminelle männlich (in 87 Prozent der Fälle) und bekleidet eine Führungsposition (in 82 Prozent der Fälle), vor allem im Finanzbereich oder Vertrieb. 41 Prozent der Delikte werden von Tätern verübt, die zwischen 36 und 45 Jahre alt sind. 60 Prozent der Täter sind zum Zeitpunkt der Entdeckung der Straftat bereits länger als fünf Jahre im Unternehmen, ein Drittel sogar zehn Jahre und mehr.
Der durchschnittliche Schaden pro Fall liegt bei rund einer Million Euro.
In 74 Prozent haben die Täter laxe interne Kontrollen ausgenutzt – ein Anstieg um 25 Prozentpunkte gegenüber der letzten Untersuchung im Jahr 2007. Nach Ansicht von KPMG-Partner Frank M. Hülsberg sei dies ein Alarmzeichen. Die Studie zeige, dass der typische Täter (gerade weil er oft lange im Unternehmen ist und in der Hierarchie relativ weit oben steht) in aller Regel hohes Vertrauen genieße. Weiter





Benchmark-Studie 2011Wie wäre die Realität verlaufen, wenn ein Unternehmen auf das Management seiner Risiken komplett verzichten würde? Wie lässt sich der Mehrwert eines Risikomanagements messen? Ist es möglich einen so genannten RORMI (Return on Risk-Management-Investment) zu ermitteln, d. h. lässt sich eine Rendite des eingesetzten Kapitals für die Umsetzung eines Risikomanagements berechnen? Um den Erfolg bzw. den Kapitalwert einer Investition in Risikomanagement zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erheben, ist es vor allem notwendig, die Rückflüsse der Investition zu ermitteln bzw. zu prognostizieren.
Ziel der aktuellen Benchmark-Studie 2011 war es, den betriebswirtschaftlichen Mehrwert eines unternehmensweiten Risikomanagements für Versicherungsunternehmen aufzuzeigen. Vor dem Hintergrund der oben skizzierten Fragestellungen nähert sich die Studie der Beantwortung der Fragen auf drei Wege an. Weiter 


Keynes liegt vorübergehend im KomaWenn man sarkastisch sein wollte, könnte man sagen, dass die amerikanische Notenbank im Augenblick den starken Mann markiert. Ihr Chef hat großmundig angekündigt, es gäbe eine "Wide range of tools that could be used to provide additional monetary Stimulus" (eine breite Palette von Maßnahmen, die zur Konjunkturankurbelung zur Verfügung stehen). Die turnusmäßige Sitzung des Federal Open Market Committee in Washington wurde um einen Tag verlängert, um all das richtig zu diskutieren zu können. Um welche Maßnahmen es geht, wurde freilich nicht gesagt. Hat die Fed tatsächlich so viel Munition im Köcher? Auf was müssen sich die Märkte einstellen?
Zunächst ist festzustellen, dass noch keineswegs sicher ist, dass die amerikanische Notenbank überhaupt neue Maßnahmen ergreifen wird. Notenbankchef Bernanke hat ausdrücklich gesagt, dass er sich die weitere Entwicklung der Konjunktur noch genau ansehen möchte. Die Daten, die derzeit bekannt werden, deuten nicht zwangsläufig auf eine bevorstehende Rezession hin. Weiter




Aktuelle BuchempfehlungenStatistik für Wirtschaftswissenschaftler
Von: Marc Piazolo, Verlag Versicherungswirtschaft, 2. Aufl., 370 S., Karlsruhe 2011
Die Flut der Zahlen und Fakten wird in der global vernetzten Welt immer unüberschaubarer. Die Wissenschaft der Statistik erlaubt die sinnvolle Aufbereitung und Interpretation kleinerer oder größerer Datenmengen. Alle Wissenschaftsbereiche – von der Medizin bis zur Unternehmensführung, von der Gestaltung der Bildungs- und Steuersysteme bis hin zur Marktforschung und zum Qualitätsmanagement – wenden heute statistische Methoden an, sobald in den jeweiligen Arbeitsgebieten empirisch fundierte Aussagen und Erkenntnisse zu gewinnen oder abzuleiten sind.
Die Einteilung des Lehrbuches orientiert sich an der grundsätzlichen Zweiteilung der Statistik. Die Statistik als eine Wissenschaft der empirischen Erkenntnis möchte eine Brücke schlagen zwischen Empirie und Theorie. Sie ist in die Teilgebiete der Deskriptiven und Induktiven Statistik gegliedert. Im ersten Kapitel werden statistische Grundbegriffe sowie mathematische Grundlagen behandelt. Kapitel 2 repräsentiert das erste Herzstück: die Beschreibende Statistik. Weiter

Expertenumfrage: Simulationen in der UnternehmenspraxisBetriebswirtschaftliche Simulationen scheinen trotz nahezu allseits akzeptierten Nutzens weiterhin ein Schattendasein neben klassischen Planungs- und Steuerungsinstrumenten in der Unternehmenspraxis zu führen. Um ein aktuelles Bild über den Einsatz dieser Methode in den Unternehmen zu erhalten, führen das Kompetenzportal RiskNET aktuell - gemeinsam mit der C21 Consulting GmbH sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg - eine Studie zum Einsatz dieser Methode durch.
Unternehmen und ihre Führungskräfte haben immer mehr mit volatilen Märkten und scheinbar überraschenden Ereignissen zu tun. Dazu kommt die immer engere Vernetzung einer globalen Wirtschaftswelt. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, wird eine zukunftsorientierte Steuerung von Unternehmen immer wichtiger. Allein durch die Analyse der Vergangenheit und auf Basis von Erfahrungen und Intuition zu steuern, reicht hier nicht. Stattdessen benötigt das Management "vorausschauende" Entscheidungs- und Steuerungsinstrumente.
Eine seit längerem bekannte und für das beschriebene Unternehmensumfeld geeignete Methode sind Simulationen. Ihr Nutzen ist heutzutage unbestritten, bewirken diese Verfahren doch zwei wesentliche Dinge: Sie ermöglichen sogenannte Was-wäre-Wenn-Analysen, also die Untersuchung einer realistisch erscheinenden Zukunft. Weiter



RiskNET Intensiv-Seminare 2011Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.
Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.
Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?
Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:
Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:
RiskNET eLibrary: Aktuelle Dokumente


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