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Der GAU am HorizontKleine Atempause in der Italienkrise. Was lernen wir aus den Vorgängen der letzten Tage, die so überraschend kamen, die Aktienkurse in den Keller fallen ließen, den Euro schwächten und die Realzinsen für Euroanleihen auf Null reduzierten (gemessen an 10-jährigen Bundesanleihen)?
Erstens: Nach den jüngsten Ereignissen ist schwer vorstellbar, dass die Krise bei Italien endet. Die Illusion ist endgültig dahin, dass es sich bei der Eurokrise nur um Schwierigkeiten von drei kleineren, hochverschuldeten Ländern handelt, nicht aber um ein Problem der Gemeinschaftswährung insgesamt (wie dies Politiker und Zentralbanker immer wieder behaupten). Je länger die Finanzminister bei der Lösung der aktuellen Probleme "herumeiern", desto mehr laden sie die Finanzmärkte ein, sich ihre Gedanken über die weitere Entwicklung zu machen. Wer ist der nächste Kandidat, nach Italien? Weiter


Die zwei Seiten der Macht in der Cybercrime-SzeneIm Juni 2011 konnten in Südostasien, Russland und den USA zahlreiche Cyberkriminelle entlarvt und dingfest gemacht werden. Hierbei kam die erfolgreiche Kooperation von Behörden aus der ganzen Welt zum Tragen. Dennoch gibt es auch weiterhin von der anderen Seite der Macht zu berichten: Kaspersky Lab stellte im Juni vermehrt Angriffe auf Mac-Nutzer fest. Darüber hinaus tauchte ein Schadprogramm auf, das andere Dateien auf Anwender-Computern infiziert. Experten dachten, diese Art von Malware sei bereits ausgestorben.
Die mit Hilfe des Kaspersky Security Networks (KSN) gewonnenen Daten basieren auf Rückmeldungen der Heimanwenderprogramme Kaspersky Anti-Virus, Kaspersky Internet Security und Kaspersky PURE Total Security. Im Juni 2011 wehrten die Kaspersky-Heimanwenderlösungen 249.345.057 Netzattacken ab, blockierten 68.894.639 Infektionsversuche über das Web und neutralisierten insgesamt 216.177.223 Schadprogramme. Weiter





Befreit euch von den Rating-Agenturen!Es ist an der Zeit, das Verhältnis zu den Rating-Agenturen grundsätzlich zu ordnen. So wie jetzt kann es nicht weitergehen. Da verhandeln Frankreich und Deutschland wochenlang über die Beteiligung der privaten Banken an einer Umschuldung für Griechenland. Endlich einigen sich Merkel und Sarkozy. Dann wird ein kompliziertes Modell entwickelt, wie die Banken an der Hilfe beteiligt werden können, ohne dass es nach den Kriterien der Rating-Agenturen zu einer Insolvenz kommt. Als endlich alles unter Dach und Fach ist, wird am letzten Wochenende die fällige Tranche des Kredits an Athen ausgezahlt.
Und da kommt dann die Rating-Agentur S&P und sagt: Alles umsonst. Wir werden den Plan doch als "Selective Default" (= teilweiser Zahlungsausfall) werten. Weiter 


Regierungskommission nimmt Stellung zu EU-GrünbuchDie "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance" hat in einer Stellungnahme zum "Corporate Governance Grünbuch" der EU begrüßt, dass mit dem von der EU Kommission initiierten Diskussionsprozess die Wirksamkeit der derzeitigen Kodizes zur guten Unternehmensführung für europäische Unternehmen untersucht und bewertet werden sollen. Nach Ansicht der deutschen Regierungskommission erfülle der deutsche Corporate Governance Kodex bereits heute größtenteils die im Grünbuch diskutierten Kriterien. Daher sei auch beim Thema Corporate Governance das Subsidiaritätsprinzip zu beachten. Vor allem gelte es darauf zu achten, dass Komplexitäten nicht noch weiter erhöht und keine zusätzlichen Bürokratien aufgebaut würden.
Grundsätzlich finde auch der Ansatz des Grünbuchs, die Zuständigkeiten des Aufsichtsrats auf dem Gebiet des Risikomanagements besonders zu betonen, die Zustimmung der deutschen Kodex-Kommission. Der Deutsche Corporate Governance Kodex reflektiert nach Ansicht des deutschen Gremiums diese Überzeugung bereits in seinen Empfehlungen. Weiter




Expertenumfrage: Simulationen in der UnternehmenspraxisBetriebswirtschaftliche Simulationen scheinen trotz nahezu allseits akzeptierten Nutzens weiterhin ein Schattendasein neben klassischen Planungs- und Steuerungsinstrumenten in der Unternehmenspraxis zu führen. Um ein aktuelles Bild über den Einsatz dieser Methode in den Unternehmen zu erhalten, führen das Kompetenzportal RiskNET aktuell - gemeinsam mit der C21 Consulting GmbH sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg - eine Studie zum Einsatz dieser Methode durch.
Unternehmen und ihre Führungskräfte haben immer mehr mit volatilen Märkten und scheinbar überraschenden Ereignissen zu tun. Dazu kommt die immer engere Vernetzung einer globalen Wirtschaftswelt. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, wird eine zukunftsorientierte Steuerung von Unternehmen immer wichtiger. Allein durch die Analyse der Vergangenheit und auf Basis von Erfahrungen und Intuition zu steuern, reicht hier nicht. Stattdessen benötigt das Management "vorausschauende" Entscheidungs- und Steuerungsinstrumente.
Eine seit längerem bekannte und für das beschriebene Unternehmensumfeld geeignete Methode sind Simulationen. Ihr Nutzen ist heutzutage unbestritten, bewirken diese Verfahren doch zwei wesentliche Dinge: Sie ermöglichen sogenannte Was-wäre-Wenn-Analysen, also die Untersuchung einer realistisch erscheinenden Zukunft. Weiter

Kapital- und Risikooptimierung auf Agenda der AssekuranzMit dem neuen EU-Regelwerk Solvency II rückt Kapital als knappe Ressource in den Mittelpunkt der strategischen Überlegungen aller europäischen Versicherer. Doch viele Unternehmen sind noch unzureichend auf Solvency II vorbereitet, so dass selbst eine Verschiebung der Einführung auf 2014 für viele Unternehmen keine Entwarnung bedeutet. Daher steht bei den Unternehmen in den nächsten Jahren nicht nur die operative Vorbereitung auf der Agenda, sondern auch die Optimierung und gegebenenfalls Neuausrichtung ihres Geschäftsmodells.
Die Solvenzquoten insbesondere der deutschen und britischen Lebensversicherer sind unter Solvency II kritisch: für 25 Prozent der deutschen und 21 Prozent der britischen Unternehmen führt eine aktuell durchgeführte Simulation zu einer Solvenzquote gemäß QIS5 von weniger als 100 Prozent. Die wesentliche Ursache für dieses im europäischen Vergleich schwache Ergebnis ist der hohe Anteil von Rentenversicherungen mit langen Laufzeiten in Deutschland und Großbritannien. Weiter

Aktuelle BuchempfehlungenLebenszyklusorientiertes Risikomanagement für PPP-Projekte im öffentlichen Hochbau
Von: Hans-Wilhelm Alfen (Hrsg.), Bauhaus Universität Weimar, 520 Seiten, Weimar 2010.
Anlässlich der Bedeutung und Tragweite des Risikomanagements für die erfolgreiche Abwicklung von Public-Private-Partnership-Projekten wurde von Juni 2008 bis Oktober 2010 das Forschungsprojekt "Lebenszyklusorientiertes Risikomanagement für PPP-Projekte im öffentlichen Hochbau" an der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt.
Das Ziel des Forschungsprojektes bestand in der Entwicklung eines Integrierten Risikomanagementsystems, das die PPP-Vertragspartner zu einem zielgerichteten und wirtschaftlichen Umgang mit den inkludierten Risiken befähigen soll. Darüber hinaus soll das System eine projektspezifische und innerhalb des gegebenen Handlungsspielraums optimale Risikoverteilung zwischen den PPP-Vertragspartnern ermöglichen.
Der Forschungsbericht untergliedert sich in vier Teile. Zunächst werden im ersten Teil des Forschungsberichtes die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zum Ist-Zustand des Risikomanagements der in PPP-Projekten des öffentlichen Hochbaus involvierten Akteure als Grundlage für die weiteren Untersuchungen und Ergebnisse des Forschungsprojektes analysiert. Weiter
RiskNET Intensiv-Seminare 2011Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.
Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.
Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?
Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:
Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:
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