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 RiskNEWS vom 10. Mai 2011

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Schadenszenarien durch alternde Infrastruktur

Der weltweit größte Rückversicherer, die Munich Re, weist in einer aktuellen Veröffentlichung (Schadenspiegel 1/2011) auf die Risiken durch einstürzende Brücken, undichte Rohre, holprige Straßen und ständige Störungen des Bahnverkehrs hin. Kurzum: Die Infrastruktur der westlichen Industrienationen ist überaltert. Bereits der vom World Economic Forum herausgegebene Global Risk Report weist regelmäßig auf die Risiken durch die Vernachlässigung von Infrastrukturinvestitionen hin. Zur Einschätzung der wichtigsten globalen Risiken werden jährlich knapp 600 Risikomanagement-Experten befragt.

Die Experten der Munich Re weisen darauf hin, dass die weltweite Überalterung der heutigen Infrastruktur eine Vielzahl von Ursachen hat: Der kontinuierliche Anstieg der Weltbevölkerung führt zur immer intensiveren Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Er erzwingt mehr Mobilität von Menschen und Gütern. Immer mehr und immer schwerere Fahrzeuge belasten Straßen und Brücken in einem Maß, das bei deren Errichtung nicht vorgesehen war. Weiter



Aktuelle Studie: Gefahr aus dem Web

Social Media verändern nicht nur das individuelle Kommunikationsverhalten, sondern lassen für Unternehmen auch völlig neue Risiken entstehen, die innerhalb des jeweiligen Risikomanagements bislang nur unzureichend oder gar nicht berücksichtigt werden. Das Kompetenzportal RiskNET, die Executive Partners Group und PRGS, Unternehmensberatung für Politik- und Krisenmanagement, haben in Zusammenarbeit mit der Quadriga Hochschule Berlin dazu eine explorative Befragung durchgeführt. Mehr als 2.400 Risikomanager und Kommunikationsverantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum wurden insbesondere nach ihrer Einschätzung zur Nutzung von Social-Media-Plattformen und den daraus entstehenden Reputationsrisiken für Unternehmen und Top-Manager befragt.

Demnach messen zwei Drittel der Befragten der Relevanz von Reputationsrisiken eine erhebliche Bedeutung zu und gewichten diese Risikoklasse ähnlich wie Markt-, Kredit- oder operationelle Risiken. Fast 90 Prozent der Unternehmen erwarten eine starke Zunahme des Risikopotenzials auf die Reputation von Unternehmen und Top-Managern durch stärker frequentierte Social-Media-Plattformen, Blogs und andere Web-2.0-Plattformen im Internet. Weiter








Risiken made in China

Jeder Boom geht einmal zu Ende. In den letzten Tagen wurde ich zunehmend nach den Aussichten für die chinesische Wirtschaft gefragt. Könnte es sein, dass die hohen Wachstumsraten im Reich der Mitte, in absehbarer Zeit, der Vergangenheit angehören werden und das Land dann nur noch mit "normaler" Dynamik expandieren wird? Immerhin rechnet die Führung in Peking in ihrem neuen Fünf-Jahres-Plan "nur" noch mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts von 7 Prozent p. a., verglichen mit 11 Prozent p. a. bisher. Andererseits hatte sie in der letzten Planperiode eine jährliche Erhöhung der Wirtschaftsleistung von 7,5 Prozent p. a. angesetzt und sich nicht daran gestört, dass am Ende viel mehr herauskam.

Wenn es wirklich zu einer deutlichen Verlangsamung des chinesischen Wachstums kommen würde, wäre das für die Weltwirtschaft von außerordentlicher Bedeutung. Das Land macht zwar nur 9 Prozent des Weltsozialprodukts aus. Weiter

 


Die EZB als Elefant im Porzellanladen

"EZB-Bashing" ist en vogue - spätestens seit der Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Staatsanleihen-Käufen. Die Probleme der EZB sind jedoch viel weitreichender, wobei sie nicht zu beneiden ist, denn sie läuft Gefahr, unfreiwillig die Rolle des Elefanten im Porzellanladen zu übernehmen. Viele fundamentale Gründe sprechen für eine Zinsanhebung. Das immer noch äußerst fragile Bankensystem spricht dagegen. Im Folgenden argumentieren wir, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins weit weniger spürbar anheben wird als es der Markt erwartet. Wenn sie es doch tun sollte, wird das auf das lange Ende der Zinskurve keine nachhaltige Wirkung entfalten - es besteht somit die Gefahr einer Verflachung oder sogar Inversion der Zinskurve, was die Profitabilität des Bankensystems in Mitleidenschaft ziehen wird.

Im Zusammenspiel mit den regulatorischen Herausforderungen, vor denen die Banken ohnehin stehen, spricht dies letztlich für eine längst überfällige Konsequenz: Eine Konsolidierung des europäischen Bankensystems. Der Kreditmarkt wird sich hiervon nicht abkoppeln. Weiter

 






Aktuelle Buchempfehlungen

Arbeitnehmerdatenschutz und Compliance

Von: Gregor Thüsing, Verlag C. H. Beck, 308 Seiten, München 2010.

Das Rechtsgebiet des Arbeitnehmerdatenschutzes dient dem Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und konzentriert sich insbesondere auch auf das Rechts der informationellen Selbstbestimmung von Personen in ihrer Eigenschaft als Arbeitnehmer im Unternehmen. Die Schutzbedürftigkeit im Hinblick auf den Datenschutz ist offensichtlich: Das Recht des Arbeitnehmers, selbst darüber zu bestimmen, ob und welche seiner persönlichen Daten er anderen anvertraut, trifft auf das Weisungsrecht des wirtschaftlich überlegenen Arbeitgebers. Selbstbestimmung und Fremdbestimmung kollidieren miteinander. Der Arbeitnehmerdatenschutz hat sich daher das Ziel gesetzt, einen Ausgleich zwischen diesen unterschiedlichen Interessen zu finden.

Viele Unternehmen haben detaillierte Compliance- und Betrugsbekämpfungsprogramme eingeführt, um Haftungs- und Sanktionsfolgen aus einer Nicht- oder Schlechterfüllung der Regelwerke zu vermeiden. Compliance und Datenschutz weisen in unterschiedliche Richtungen. Die hieraus resultierenden divergierenden Interessen müssen in einen angemessenen Ausgleich gebracht werden. Weiter

 





RiskNET Intensiv-Seminar "Derivate und Sicherungsgeschäfte"

Seit Jahrzehnten beklagt die Industrie in regelmäßigen Abständen Gewinneinbußen infolge schwankender Wechselkurse und Marktpreise für Rohstoffe. Der Ölpreis und auch andere Energiepreise erreichen derzeit wieder Höchststände. Zinsen steigen und Kapitalbeschaffung wird teurer. Insbesondere das produzierende Gewerbe sieht in den Preissteigerungen eine Gefahr für den wirtschaftlichen Erholungskurs nach der Krise. 

Im Bereich der Marktpreisrisiken wird häufig auf Terminpreise  und Derivate zurückgegriffen. Terminpreise und Derivate werden für meist an Börsen gehandelte Finanzinstrumente und Güter angeboten. Dazu gehören insbesondere Zinsen, Aktien, Wechselkurse, Rohstoffe und Energie.

Risikomanager müssen heute neben dem Methodenverständnis zunehmend auch Know How im Bereich der Chancen-/Risikoeinschätzung von Steuerungsinstrumenten wie z.B. Termingeschäften und Derivaten aufbauen. Die Veranstaltung "Derivate und Sicherungsgeschäfte zur Risikosteuerung in Unternehmen" bietet einen Einstieg in die Thematik, ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen. 

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

 

Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:

 

Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:

 

 


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