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Politische Risiken neu bewertetJeder denkt bei den ökonomischen Wirkungen der Krise in Nordafrika im Augenblick an die höheren Ölpreise und die gestiegenen Unsicherheiten. Beides dämpft die Konjunktur und treibt die Inflation nach oben. Entsprechend standen die Aktienkurse in den letzten Tagen zeitweise unter Druck. Die Zinsen sind leicht zurückgegangen. Allerdings waren sie vorher schon stark gestiegen. Interessant war, dass der Dollar schwächer wurde.
Neben diesen kurzfristigen Entwicklungen sollte man aber die langfristigen Konsequenzen nicht außer Acht lassen. Ich möchte die These aufstellen, dass mit den Ereignissen in Nordafrika und im Mittleren Osten eine Ära des Kapitalmarkts zu Ende geht, die die letzten vierzig Jahre geprägt hat. Natürlich muss man mit so weit gehenden Schlussfolgerungen vorsichtig sein. Noch ist vieles im Fluss. Ständig tun sich neue Krisenherde auf. Niemand weiß, welche Länder noch erfasst werden und wie hoch die Ölpreise noch steigen. Niemand weiß auch, ob die Demokratisierungstendenzen in Tunesien und in Ägypten von Dauer sein werden. Ich unterstelle hier, dass das der Fall sein wird. Weiter

Solvency II: Kapital als knappe RessourceDie europäische Versicherungsbranche steht vor einem Paradigmenwechsel. Unabhängig von der endgültigen Ausgestaltung einzelner Regeln und noch zu diskutierender Übergangsfristen bei der Einführung, rückt mit Solvency II das Kapital als knappe Ressource in den Mittelpunkt der strategischen Überlegungen von Versicherungsunternehmen. Auf Basis der aktuellen QIS 5-Spezifikation und öffentlich zugänglicher Unternehmenskennzahlen haben die Beratungsunternehmen Bain & Company und Towers Watson in den vergangenen drei Monaten Solvenz und Profitabilität des Kapitaleinsatzes der jeweils 20 größten Lebens-, Schaden-/Unfall- und Krankenversicherer in den vier größten europäischen Märkten (Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien) mit Hilfe eines standardisierten Modells analysiert.
Das für diesen Zweck entwickelte Modell berücksichtigt Unterschiede in der Eigenkapitalausstattung, dem Geschäftsmix sowie der Kapitalanlagestruktur und enthält Schätzungen für nicht-öffentlich zugängliche Daten wie Duration der Kapitalanlagen und Umfang von Rückversicherungsprogrammen. Weiter


Fünf Indikatoren zur Messung globaler KrisenDie Finanzminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben sich am Wochenende auf Indikatoren geeinigt, mit denen künftig der Beitrag einzelner Länder bzw. Wirtschaftsräume zum Aufbau makroökonomischer Ungleichgewichte gemessen werden kann. Wie G-20-Offizielle berichteten, drohten die Verhandlungen phasenweise am Widerstand Chinas gegen die Einbeziehung von Währungsreserven in die Betrachtung zu scheitern. Der am Ende erreichte Kompromiss nimmt daher auf chinesische Interessen Rücksicht und lässt einigen Interpretationsspielraum.
Wie die gastgebende französische Finanzministerin Christine Lagarde am Samstag mitteilte, gehören zu den Indikatoren die Staatsverschuldung und das Haushaltsdefizit, die nationale Ersparnis, die Investitionen, die Leistungsbilanz und der reale Wechselkurs. Auf Druck Chinas wurden die Währungsreserven nicht in die Liste aufgenommen. Weiter




RiskNET Intensiv-Seminar & Workshop 2011: Risikomanagement in Industrie und HandelDas RiskNET-Intensiv-Seminar (11.-12. Mai 2011) vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Wie kann man die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Risiken realisieren, ohne den unnötigen bürokratischen Aufwand eines überformalisierten Risikomanagementsystems akzeptieren zu müssen? Lernen Sie in diesem Seminar praxiserprobte Werkzeuge zur Umsetzung eines Risiko- und Chancenmanagements im Unternehmen kennen. Das Seminar basiert auf verschiedenen Fallstudien und bietet einen effizienten und gut strukturierten Einstieg in das Thema.
Lernen Sie im Praxis-Workshop "Aufbau eines Frühwarnsystems in Industrie und Handel" (13. Mai 2011) praxiserprobte Werkzeuge zur Umsetzung eines Frühwarnsystems im Unternehmen kennen. Der Workshop basiert auf einer konkreten Fallstudie aus der Praxis und bietet einen effizienten und gut strukturierten Einstieg in das Thema. Weiter

Kampf gegen elektronische Spionage und Cyber-AttackenDie am Mittwoch von der Regierung beschlossene "Cyber-Abwehrstrategie" sieht unter anderem den Aufbau eines Zentrums vor, welches dazu dienen soll, digitale Angriffe auf Behörden, Unternehmen, Bürger und das Internet als "kritische Infrastruktur" selbst abzuwehren. In diesem sollen unter der Leitung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Zusammenarbeit mit dem BKA, Bundeswehr und den Bundesämtern für Katastrophen- und Verfassungsschutz Informationen über Angriffe auf kritische Infrastrukturen gesammelt werden.
IT-Sicherheitsexperten halten das Vorhaben jedoch für weitgehend wirkungslos, da die Strategie, das öffentliche Internet stärker zu überwachen und zu beobachten, an einem falschen Punkt ansetzt. Über das Internet durchgeführte Angriffe werden schon heute recht zuverlässig abgewehrt, da die Sicherheitsstandards an der Schnittstelle zwischen Internet und privatem Netz bereits sehr hoch sind und gerade bei kritischen Systemen wie Kraftwerken effizient funktionieren. Weiter 


Unterschiedliche Entwicklung bei Insolvenzen in EuropaLaut einer aktuellen Analyse der Creditreform wirkt sich der Wirtschaftsaufschwung zwar zunehmend positiv auf das europäische Insolvenzgeschehen aus, zu einem merklichen Rückgang der Insolvenzzahlen ist es 2010 aber nicht gekommen. So wurden in den EU-15 Staaten plus Norwegen und der Schweiz im vergangenen Jahr 175.677 Firmenkonkurse registriert - das sind 1,4 Prozent weniger als 2009, als es noch 178.235 Fälle gab. In den Staaten Mittel- und Osteuropas erhöhte sich die Zahl der insolventen Unternehmen sogar um 14,1 Prozent auf 35.581 Fälle.
Innerhalb Europas zeigten sich 2010 unterschiedliche Trends im Insolvenzgeschehen. Sieben Staaten mit Zuwächsen stehen zehn Länder mit Rückgängen bzw. einer Stagnation gegenüber. Den größten prozentualen Insolvenzanstieg der westeuropäischen Staaten verzeichnet Luxemburg mit plus 31,5 Prozent auf 918 Verfahren, gefolgt von Italien (plus 30,8 Prozent auf 10.923 Fälle), der Schweiz (plus 19,9 Prozent auf 6.255 Fälle) und Portugal (plus 15,6 Prozent auf 5.144 Insolvenzen). Weiter




Aktuelle BuchempfehlungenAngewandte Statistik. Methodensammlung mit R
Von: Lothar Sachs/Jürgen Hedderich, Springer Verlag, 13. Auflage, 813 S., Berlin 2009
"Angewandte Statistik" von Lothar Sachs und Jürgen Hedderich gilt seit vielen Jahren als das deutschsprachige Standardwerk bei der Anwendung statistischer Methoden. Unter Angewandter Statistik verstehen die Autoren zugleich den Methodenkörper anwendbarer mathematischer Verfahren und die Anwendung dieses Methodenkörpers auf gemessene und/oder gezählte Beobachtungen. Der Schwerpunkt der Publikation liegt daher vor allem auf Prinzipien der statistischen Denkansätze und auf der Darstellung der Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor eine bestimmte Formel oder ein bestimmter Test angewendet wird. Berücksichtigt werden insbesondere die Analyse von Stichproben kleiner Umfänge und verteilungsunabhängige Methoden. Angesprochen werden mit dem Buch Nichtmathematiker, insbesondere Praktiker in Technik und Wissenschaft, Ingenieure, Mediziner sowie Studierende und Wissenschaftler dieser und anderer Disziplinen. Weiter

Umfrage: Gewinnen Sie einen LENOVO Thinkpad X200 TabletBei einer kürzlich durchgeführten schriftliche Umfrage zur Verbindung von Controlling und Risikomanagement bei H-Dax-Unternehmen hat sich ergeben, dass die Zusammenarbeit zwischen Risikomanagement und Controlling verbessert werden kann und sollte. Um die ersten Trends besser verallgemeinern zu können, wird hiermit eine Online-Umfrage des Kompetenzportals RiskNET, der Risk Management Association (RMA) sowie des Internationalen Controller-Vereins (ICV) durchgeführt, um weitere Informationen zur Zusammenarbeit zwischen Controlling und Risikomanagement zu gewinnen.
Die Beantwortung der 17 Fragen wird rund 10 Minuten in Anspruch nehmen. Unter allen Teilnehmern - die registrierte Nutzer des RiskNET Newsletters sind - wird (sofern Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben) ein Tablet-Rechner (LENOVO Thinkpad X200 Tablet) verlost. Weiter




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