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 RiskNET Newsletter vom 8. Februar 2011

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Stärkere Verankerung des Risikomanagements in der Steuerung

Die globale Managementelite beurteilt die Wachstumsperspektiven für 2011 und die kommenden Jahre so optimistisch wie seit 2007 nicht mehr. Dabei gründen sich die Hoffnungen auf Umsatzsteigerungen in erster Linie auf die Konjunkturentwicklung in China und in anderen großen Schwellenländern. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "14th Annual Global CEO Survey 2011" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, die im Rahmen des World Economic Forum in Davos vorgestellt wird.

Beinahe euphorisch sind die befragten Vorstandsvorsitzenden aus Deutschland. Annähernd 80 Prozent rechnen auf Sicht der kommenden zwölf Monate fest mit Umsatzsteigerungen für ihr Unternehmen. Diesen ausgeprägten Optimismus teilen weltweit 48 Prozent, in Westeuropa hingegen nur 39 Prozent der Wirtschaftsführer. Noch zuversichtlicher gestimmt als die deutschen Manager sind weltweit nur CEOs indischer Unternehmen. Von diesen beurteilen 88 Prozent die Chancen für Umsatzwachstum als "sehr zuversichtlich". Weiter

 






RiskNET-Kolumne 02/2011: Die Notwendigkeit von Krisen

Ein kurzer Blick in die aktuellen Medien zeigt, dass der Schock über die gerade erst überstandene Krise vielen noch tief in den Knochen steckt. Jetzt entwickeln sich hitzige Diskussionen über zu treffende Maßnahmen, um derartige Entwicklungen zukünftig zu vermeiden. Dabei werden auch schnell Schuldige ausgemacht, auf deren Konto die Krise gebucht wird. Wir wollen an dieser Stelle etwas zurücktreten und über die dramatischen Ereignisse, die ohne Zweifel viele Werte vernichtet haben, reflektieren. Gibt es vielleicht auch positive Aspekte?

Zunächst wollen wir an dieser Stelle den Begriff "Krise" näher eingrenzen und mit Leben füllen: dabei handelt es sich um die Zuspitzung einer gefährlichen Situation, die mit der dringenden Notwendigkeit von Handlungsentscheidungen einher geht. In der Regel sind damit massive negative Auswirkungen auf breiter Front verbunden. Weiter

 



Emerging Risks: Auf der Suche nach den Risiken von morgen

Emerging-Risks-Researcher Rainer Sachs identifiziert für Munich Re die Risiken von morgen. Zusammen mit Spezialisten aus verschiedenen Bereichen schafft er Freiräume, in denen sich später neuartige Lösungen entfalten können. Rainer Sachs stürzt morgens nicht gehetzt in sein Büro, er telefoniert nicht als Erstes wild gestikulierend mit Tokio oder Sydney. Er folgt seiner eigenen Taktung. Denn zusammen mit seinem Team identifiziert Sachs Emerging Risks: Risiken, die bisher noch nicht oder nur teilweise versicherbar sind, weil die Mechanismen und Lösungen dafür noch nicht erschöpfend erforscht sind.

Bei Munich Re leitet Sachs das Referat für "Kumule und Emerging Risk Management" im Bereich Integriertes Risikomanagement. Dort ist er verantwortlich für die Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Risikofrüherkennung und Quantifizierung. Seine aktuellen Arbeitsgebiete umfassen die Modellierung vielschichtiger Risiken, Behavioural Economics und die Modellierung des Faktors Mensch im Risikomanagement. Weiter







Kommentar: Zehn Gründe für steigende Zinsrisiken

Die Preisdaten dieser Woche waren schon etwas schockierend. Zum zweiten Mal hintereinander lag die Inflationsrate für den Euroraum über dem offiziellen Ziel der Europäischen Zentralbank. Muss die Notenbank darauf nicht mit Zinserhöhungen reagieren? Die EZB scheint noch zögernd zu sein. Es sei nur eine vorübergehende Entwicklung. Die Sache werde sich schon wieder beruhigen. Sie komme vor allem von den Rohstoffmärkten und die könne die Geldpolitik nicht beeinflussen. Die Konjunktur im Eurogebiet sei noch schwach. Die Eurokrise sei noch nicht vorbei. Überhaupt sei Hektik nie ein guter Ratgeber.

All das ist richtig. Trotzdem glaube ich, dass es an der Zeit ist, an der Zinsschraube zu drehen und den Exit aus der ultralockeren Geldpolitik einzuleiten. Es geht nicht um Restriktion, also ein Bremsen der Nachfrage. Es geht um Normalisierung. Weiter

 

 


Erheblicher Nachholbedarf bei Solvency

Der Probelauf zu Solvency II hat gezeigt, dass das Regelwerk noch nicht reif für die Umsetzung ist. Das war keine gelungene Generalprobe", sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). "Im Gegenteil: Die Studie hat deutlich gemacht, dass es noch erheblichen Nachbesserungsbedarf bei Solvency II gibt. Es geht nicht um Kosmetik. Damit das Projekt zum Erfolg führt, sind wesentliche Änderungen notwendig. In der aktuell vorgeschlagenen Form würde das Regelwerk sein Ziel - ein stabiles Aufsichtsregime für Europa zu schaffen - klar verfehlen."

Die seit 2000 geplante Reform der europäischen Versicherungsaufsicht (Solvency II) hat sich dem Ziel verschrieben, die Versicherungswirtschaft nachhaltig zu stärken und wettbewerbsfähiger zu machen. So sollen sich die Kapitalanforderungen an die Unternehmen künftig konsequent an den tatsächlich eingegangenen Risiken orientieren. Aber auch die Anforderungen an das Risikomanagement und die Berichterstattung der Versicherer sollen modernisiert werden. Weiter

 






Aktuelle Buchempfehlungen

Handbuch Interne Kontrollsysteme (IKS)

Von: Oliver Bungartz, Erich Schmidt Verlag, 2. Auflage, 502 Seiten, Berlin 2011.

Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst gem. IDW PS 260 die von einer Unternehmensleitung eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der folgenden Ziele gerichtet sind:  Erstens die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit einschließlich des Schutzes des Vermögens und der Verhinderung (und ggf. Aufdeckung) von Vermögensschädigungen. Zweitens die Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der internen und externen Rechnungslegung. Drittens die Einhaltung der für das Unternehmen einschlägigen Gesetze und sonstigen Vorschriften und Verordnungen.

Nach COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) setzt sich das Internal Control System aus fünf zueinander in Beziehung stehenden Elementen zusammen. Weiter

 


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