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 RiskNET Newsletter vom 22. März 2011

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Frauen sind die besseren Risikomanager

Im Rahmen einer Konferenz hat die Deutsche Bank 500 weibliche Führungskräfte aus 10 europäischen Ländern zum Thema Risikomanagement befragt. Europäische Managerinnen sind in der deutlichen Mehrheit davon überzeugt, dass unternehmerische Risiken besser beherrscht würden, wenn es mehr Frauen in Führungspositionen gäbe: 63 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu. Fast zwei Drittel erkennen bei Männern eine deutlich ausgeprägtere Risikobereitschaft als bei Frauen (64 Prozent). Gefragt nach ihrer Einschätzung der drei wichtigsten Risiken für ihr Unternehmen nennen die Befragten an erster Stelle die "Qualität des Managements", gefolgt von "Regulierung und Gesetzgebung" sowie "Reputation" an dritter Stelle.

Das bedeutet, dass sich Managerinnen ihrer eigenen Verantwortung als Führungskräfte für den Unternehmenserfolg sehr bewusst sind. Gleichzeitig weisen sie dem Staat und den Regulierungsbehörden, die die Rahmenbedingungen setzen, eine wichtige Bedeutung dafür zu, ob unternehmerisches Handeln gesteckte Ziele erreicht. Nicht zuletzt halten die Managerinnen das positive Bild ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit für eine wichtige Voraussetzung des Erfolgs. Weiter



Beluga Gruppe: Lehrstunde über das Versagen von IKS

Die Beluga Unternehmensgruppe ist nach eigener Darstellung ein auf Projekt- und Schwergutschifffahrt spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in der Hansestadt Bremen.  Muttergesellschaft des Konzerns ist die Beluga Shipping GmbH, der die mit dem Kerngeschäft betraute Beluga Chartering GmbH und die Beluga Fleet Management GmbH & Co. KG als Tochtergesellschaften nachgeordnet sind. Bei Frachtschiffen im Segment "Standard Heavy Lift" ist die Beluga Group mit derzeit 69 entsprechend ausgerüsteten Mehrzweck-Schwergutfrachtern nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Die relevanten Branchen für Projekt- und Schwergutschifffahrt sieht das Unternehmen insbesondere im Anlagenbau in den Segmenten Kraftwerksbauten, Walz- und Hüttenwerke, Chemieanlagen u. a. sowie in Sondersegmenten wie beispielsweise Windkraftanlagen.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1995 von Niels Stolberg und Erhard Koschorreck in Bremen gegründet. Seit rund einer Woche werden Stolberg und zwei ehemalige Geschäftsführer und weitere leitende Angestellte von dem amerikanischen Hedgefonds Oaktree Capital Management LP (OCM) der Fälschung von Umsatzkennzahlen im dreistelligen Millionenbereich beschuldigt. Weiter

 






RiskNET Intensiv-Seminar & Workshop 2011: Risikomanagement in Industrie und Handel

Das RiskNET-Intensiv-Seminar (11.-12. Mai 2011) vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Wie kann man die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Risiken realisieren, ohne den unnötigen bürokratischen Aufwand eines überformalisierten Risikomanagementsystems akzeptieren zu müssen? Lernen Sie in diesem Seminar praxiserprobte Werkzeuge zur Umsetzung eines Risiko- und Chancenmanagements im Unternehmen kennen. Das Seminar basiert auf verschiedenen Fallstudien und bietet einen effizienten und gut strukturierten Einstieg in das Thema.

Lernen Sie im Praxis-Workshop "Aufbau eines Frühwarnsystems in Industrie und Handel" (13. Mai 2011) praxiserprobte Werkzeuge zur Umsetzung eines Frühwarnsystems im Unternehmen kennen. Der Workshop basiert auf einer konkreten Fallstudie aus der Praxis und bietet einen effizienten und gut strukturierten Einstieg in das Thema. Weiter

 


Kritik an Komplexität der Standardformel von Solvency II

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 21. März 2011 die Ergebnisse des deutschen Marktes zur fünften quantitativen Auswirkungsstudie (QIS 5) veröffentlicht. In der fünften quantitativen Auswirkungsstudie zu Solvency II (QIS5) wurde die europäische Versicherungswirtschaft aufgefordert, die quantitativen Anforderungen des neuen Rahmenwerks in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung zu testen. Die BaFin hat im Rahmen dieses Testlaufs Rückmeldungen von 251 Versicherungsunternehmen und 26 Unternehmensgruppen, die unter Bundesaufsicht stehen, erhalten. Die Versicherungswirtschaft hat dabei nicht nur quantitative Abschätzungen zur Bilanzneubewertung, Solvenzkapital- und Eigenmittelbestimmung unter dem kommenden Regime gemeldet, sondern auch ausführliche inhaltliche Kommentierungen zur generellen Bewertung und insbesondere zur praktischen Durchführbarkeit von Solvency II eingereicht.

Insbesondere die Standardformel von Solvency II ist aus deutscher Sicht zu komplex und sollte praktikabler gestaltet werden. Viele kleine und mittlere Unternehmen berichteten im Rahmen der Studie über erhebliche Belastungen, die vor allem bei der Berechnung des Solvenzkapitalbedarfs entstehen. Mehrere Teilnehmer wiesen darauf hin, dass die Komplexität des Modells ein hohes Maß von Expertenwissen erfordere, und es aufgrund seiner Unübersichtlichkeit und Volatilität für Controlling-Zwecke ungeeignet sei. Weiter

 






Atomunfall-Risiken lassen sich mit klassischen Modellen nicht berechnen

Der Vorstandsvorsitzende des Rückversicherers Munich RE, Nikolaus von Bomhard, hält eine Absicherung von Atomunfall-Risiken für Versicherer und Kraftwerksbetreiber nicht für tragbar. "Für die Assekuranz wäre eine weitergehende Risikotragung wegen der Addition der möglichen Schäden nicht verantwortbar", sagte er im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" (WamS). Wie hoch eine entsprechende Prämie ohne Staatsgarantie im Hintergrund ausfallen würde, lasse sich "mit unseren herkömmlichen Modellen nicht berechnen." Grundsätzlich gebe es zwar einen Preis für jede Versicherung. "Bei großer Unsicherheit der Berechnung ist er aber außerordentlich hoch. Die Frage ist, wer am Ende die Deckung zu zahlen bereit wäre - der Verbraucher, der Steuerzahler?" Weiter

 

 



Mathematische Modellierung mit Open Source

Solvency II umschreibt eine tiefgreifende und umfassende Regulation der beaufsichtigten Versicherungsunternehmen. Lag bis anhin der Fokus meist auf der quantitativen Modellierung der Risiken, denen ein Versicherungsunternehmen ausgesetzt ist, listen die Agenden der Geschäftsleitung immer mehr zusätzliche Bereiche auf, die dringend abgedeckt werden müssen. Zudem müssen bereits abgedeckte Bereiche in die bestehende Prozess- und Kontrolllandschaft integriert werden. Durch diese ergänzenden Aufgaben, die sich insbesondere über verschiedene Geschäfts- und Verantwortungsbereiche erstrecken, werden wertvolle Ressourcen gebunden.

QIS5, die Generalprobe für Solvency II wurde von der EIOPA folgerichtig auch nicht nur auf quantitative Aspekte ausgewertet, sondern ebenfalls auf qualitative Aspekte. Die vorliegenden Auswertungen und ebenso öffentlich zugängliche Rückmeldungen von teilnehmenden Versicherungsunternehmen zeigen, dass in den qualitativen Bereichen noch der grösste Handlungsbedarf besteht. Die Maxime, dass ein Regulator nur dann einem Modell trauen wird, wenn dieses vom Versicherungsunternehmen eingesetzt wird, stellt dabei eine sinnvolle, aber hohe Anforderung. Weiter

 



Cash Management und Cash Flow-Prognosen auf der Agenda der Treasurer

Laut einer Studie der J.P. Morgan Asset Management und der Association of Corporate Treasurers (ACT) bildet sich bei den Treasurern die während der Krise zu beobachtende extreme Risikoaversion langsam wieder zurück. Liquidität sowie die finanzielle Bonität der Geschäftspartner haben allerdings weiterhin eine hohe Bedeutung. durchgeführt. An der aktuellen Befragung nahmen weltweit 427 Corporate Treasurer aus den USA, Europa und Asien teil.

Auf die Frage welches Thema im Corporate Treasury derzeit die größte Bedeutung habe, sprachen sich die Befragten wie bereits im Vorjahr erneut für den Faktor "Liquidität" aus. Während 2009 noch 71 Prozent der Befragten diesem Thema die höchste Priorität zuordneten, ging der Anteil bei der aktuellen Befragung auf 68 Prozent leicht zurück. Zudem ergab sich eine Verschiebung bei den weiteren Themen: Wurde 2009 das Kontrahentenrisiko mit 68 Prozent ebenfalls als sehr wichtig wahrgenommen, fiel es nun mit 64 Prozent auf den dritten Rang zurück. Dagegen hat sich die Sorge, Cash-Prognosen einzuhalten, mit 65 Prozent auf den zweiten Platz vorgeschoben. Weiter

 

 






Deutschland und Schweiz mit bestem Länderrating weltweit

Laut einer Studie der J.P. Morgan Asset Management und der Association of Corporate Treasurers (ACT) bildet sich bei den Treasurern die während der Krise zu beobachtende extreme Risikoaversion langsam wieder zurück. Liquidität sowie die finanzielle Bonität der Geschäftspartner haben allerdings weiterhin eine hohe Bedeutung. durchgeführt. An der aktuellen Befragung nahmen weltweit 427 Corporate Treasurer aus den USA, Europa und Asien teil.

Auf die Frage welches Thema im Corporate Treasury derzeit die größte Bedeutung habe, sprachen sich die Befragten wie bereits im Vorjahr erneut für den Faktor "Liquidität" aus. Während 2009 noch 71 Prozent der Befragten diesem Thema die höchste Priorität zuordneten, ging der Anteil bei der aktuellen Befragung auf 68 Prozent leicht zurück. Zudem ergab sich eine Verschiebung bei den weiteren Themen: Wurde 2009 das Kontrahentenrisiko mit 68 Prozent ebenfalls als sehr wichtig wahrgenommen, fiel es nun mit 64 Prozent auf den dritten Rang zurück. Dagegen hat sich die Sorge, Cash-Prognosen einzuhalten, mit 65 Prozent auf den zweiten Platz vorgeschoben. Weiter

 


Aktuelle Buchempfehlungen

Versicherungsbetriebslehre

Von: Dieter Farny, Verlag Versicherungswirtschaft, 5. Auflage, 992 S., Karlsruhe 2011

Das Standardwerk zur Versicherungs-BWL (der "Farny") ist in einer fünften und erweiterten Auflage erschienen. Das praxisorientierte Standardwerk ist weiterhin in fünf Hauptabschnitte gegliedert. Nach einer Einleitung (Kapitel I) und der Darstellung von Grundsachverhalten im Versicherungsunternehmen (Kapitel II) wird die Versicherungsbetriebslehre in drei Ansätzen behandelt: mit den Entscheidungen im Versicherungsunternehmen (Kapitel III), mit den Produktionsprozessen (Kapitel IV) und mit den betriebswirtschaftlichen Funktionen (Kapitel V). Umfangreiche Literaturangaben ermöglichen den Zugriff zu vertiefendem Schrifttum.

In der überarbeiteten fünften Auflage wurden unter anderem die VVG-Reform, die Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie, Änderungen im Versicherungsaufsichts-Recht und die neuen Solvabilitäts-Vorschriften für Versicherer berücksichtigt. So weist der Autor darauf hin, dass beispielsweise das Versicherungsaufsichtsgesetz in den vergangenen fünf Jahren nicht weniger als sechs Mal geändert wurde. Weiter

 


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Die Mediadaten 2011 finden Sie hier: http://www.risknet.de/ueber-risknet/mediadaten/

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