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 RiskNET Newsletter vom 22. Februar 2011

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Umfrage: Gewinnen Sie einen LENOVO Thinkpad X200 Tablet

Bei einer kürzlich durchgeführten schriftliche Umfrage zur Verbindung von Controlling und Risikomanagement bei H-Dax-Unternehmen hat sich ergeben, dass die Zusammenarbeit zwischen Risikomanagement und Controlling verbessert werden kann und sollte. Um die ersten Trends besser verallgemeinern zu können, wird hiermit eine Online-Umfrage des Kompetenzportals RiskNET, der Risk Management Association (RMA) sowie des Internationalen Controller-Vereins (ICV) durchgeführt, um weitere Informationen zur Zusammenarbeit zwischen Controlling und Risikomanagement zu gewinnen.

Die Beantwortung der 17 Fragen wird rund 10 Minuten in Anspruch nehmen. Unter allen Teilnehmern - die registrierte Nutzer des RiskNET Newsletters sind - wird (sofern Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben) ein Tablet-Rechner (LENOVO Thinkpad X200 Tablet) verlost. Weiter

 


Kapitalmarkteffizienz ohne effiziente Akteure?

Die Entwicklungen der letzten Jahre werden viel tiefgreifendere Auswirkungen auf den Kapitalmarkt haben, als man es sich heute vorstellen kann. Mit der Finanzkrise haben sich völlig neue Krisenherde gebildet. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich die vermeintlichen Rettungsmaßnahmen lediglich als Verzögerung auf dem unvermeidlichen Weg in ein neues Gleichgewicht herausstellen werden. Neben den direkten Auswirkungen auf die Märkte, ziehen diese eine dramatische Verhaltensänderung der relevanten Akteure nach sich, wobei der Rolle der Zentralbanken hierbei eine dominante Bedeutung zukommt. Die zentrale Frage der folgenden Analyse wird sein, ob Kapitalmarkteffizienz erreicht werden kann, wenn sich die Hauptakteure nicht "effizient" verhalten. Wenn man dies in Frage stellt, dann stehen allerdings nicht nur traditionelle Optimierungskonzepte zur Diskussion, sondern auch (als unumstößlich geltende) Annahmen der Kapitalmarkttheorie - wie beispielsweise die Existenz einer (positiven) Risikoprämie - auf der Kippe. Im Folgenden wird dieser Gedankengang bis zum bitteren Ende fortgeführt. Das Ergebnis unserer Analyse ist eindeutig: Die Ablehnung der Effizienzhypothese der Kapitalmärkte ist eine notwendige Bedingung für die Sinnhaftigkeit eines aktiven Portfolio-Management-Ansatzes! Weiter

 






Aufsichtsräte deutscher Unternehmen lehnen Board-System ab

Laut der aktuellen Panel-Befragung, die von der Zeitschrift "Der Aufsichtsrat" in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO durchgeführt wurde, spielen die unternehmerische Mitwirkung und Mitverantwortung bei zentralen Unternehmensentscheidungen im Selbstverständnis von Aufsichtsratsmitgliedern deutscher Unternehmen eine immer stärkere Rolle.

Dennoch sieht sich die Mehrheit der Mandatsträger auch in Zukunft vor allem als Kontrolleure und erteilt einer Verschmelzung von operativen und kontrollierenden Funktionen, wie sie das angelsächsische Board-System kennt, eine klare Absage: So antwortete auf die Frage "Sehen Sie im Board-Modell eine Lösung, die Verantwortlichkeiten zusammenzuführen und im Interesse der gemeinsamen Verpflichtung auf das Unternehmensziel effizienter umzusetzen?" eine Mehrheit von 64 Prozent mit "Nein". Die Gegner einer solchen Regelung bewerteten das bestehende duale System mit seiner Trennung von operativen und kontrollierenden Funktionen als effizienter und besser. Weiter

 



RMA startet mit "rundem Tisch" in der Schweiz

Im Januar gründete die Risk Management Association e. V. (RMA), die unabhängige Interessenvertretung für das Thema Risikomanagement im deutschsprachigen Raum, einen neuen Arbeitskreis in der Schweiz. Unter der Federführung von RMA-Vorstand Rainer Kalwait traf sich die neu formierte Schweizer Gruppe zu ihrem ersten Arbeitskreistreffen in Zürich. Neben der Klärung organisatorischer Fragen sowie der Wahl der Arbeitskreisleiter diskutierten die Teilnehmer auch mögliche Positionierungen der RMA in der Schweiz. Im Mittelpunkt stand hierbei vor allem das Ziel einer starken Mitgliedernähe auf dem Schweizer Markt.

Zum Leiter des Arbeitskreises wurde Hans-Peter Binder (Energie-Wasser Bern), zum stellvertretenden Leiter wurde Jan Philipp Sauer (Hoerbiger Holding AG, Zug) gewählt. Weiter







Nächste Finanzkrise kommt im Jahr 2015

In der 14. Ausgabe der jährlichen Studie "State of the Financial Services Industry" kommt die Unternehmensberatung Oliver Wyman nicht nur zum Ergebnis, dass eine weitere Finanzkrise bevorsteht, sondern datiert diese auch auf das Jahr 2015. Die Studie entwirft zum einen ein mögliches Szenario, das zu einer Finanzkrise innerhalb der nächsten fünf Jahre führen kann. Zum anderen werden noch verbleibende Angriffspunkte des Finanzsystems identifiziert und Maßnahmen vorgestellt, um der nächsten Krise besser vorbereitet zu begegnen. Im Rahmen eines Szenarios werden drei wesentliche Felder identifiziert, die als Voraussetzung für eine erneute Krise gewertet werden können: Starker Regulierungsdruck drängt risikoreiche Aktivitäten aus dem regulierten Bankensystem und führt zum starken Wachstum des Schattenbankensystems; hohe Investitionen in den Rohstoffsektor führt zur Entstehung von Spekulationsblasen in Schwellenländern; das Platzen der Blase führt zum Kollaps der Staaten und resultiert in der Umstrukturierung der Staatsschulden, was zu einem globalen wirtschaftlichen Ungleichgewicht führt. Weiter



Baltic Dry-Index: Ein Ende des Aufschwungs?

Kürzlich schrieb mir ein Kollege: Ihr Volkswirte seid sooo zuversichtlich, dass der Aufschwung weiter geht. Der IWF habe seine Prognosen zuletzt nach oben revidiert. In Amerika sei die Möglichkeit eines "Double Dip", also einer Rezession mit zwei Tälern, seit Jahresanfang fast wie vom Erdboden verschwunden. Dort wird jetzt mit 3 bis 4 Prozent Wachstum gerechnet. Die Arbeitslosigkeit ist auf 9 Prozent zurückgegangen. In Europa wird leicht höheres Wachstum erwartet. Auch in den Emerging Markets ist keine Verlangsamung aufgrund der höheren Zinsen erkennbar. Seid ihr euch wirklich so sicher, dass wir die Konjunktur 2011 schon im Kasten haben? Schreiben Sie doch mal, was anders kommen könnte. Hier ist meine Antwort.

Natürlich kann niemand ganz sicher sein, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft fortsetzen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch. Daher gibt es derzeit kaum "Contrarian Views". Eine solche Situation ist gefährlich. Was könnte anders kommen? Weiter

 






BilMoG: Deutscher Mittelstand wartet ab

Einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zufolge sind die mittelständischen Unternehmen in Deutschland nach wie vor nicht ausreichend auf die Neuregelungen vorbereitet, die aus dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) resultieren. Obwohl bereits der Jahresabschluss 2010 nach den neuen Regeln erstellt werden muss, sei die Anpassung an das BilMoG erst in jedem vierten Unternehmen abgeschlossen. Bei rund zwei Dritteln der Befragten ist die Umsetzung laut der Studie immerhin bereits angelaufen, immerhin zehn Prozent hätten jedoch noch nicht mit der Umstellung des Rechnungswesens begonnen.

Bemerkenswerter Weise werden die mit dem BilMoG verbundenen Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse gerade von denjenigen Unternehmen als weniger gravierend eingeschätzt, die ihr Rechnungswesen bereits umgestellt hätten: So erwarten immerhin 45 Prozent der Befragten, die mit der Umsetzung des BilMoG noch nicht begonnen haben, "eher wesentliche Auswirkungen". Weiter

 


Aktuelle Buchempfehlungen

Risikomanagement: Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitutionen

Von: John C. Hull, Pearson Studium, 2. aktualisierte Auflage, 616 S., München 2010

Auf rund 600 Seiten liefert John C. Hull, Professor an der Joseph L. Rotman School of Management an der Universität Toronto, eine Einführung in das Risikomanagement bei Finanzinstituten. Das Buch soll hierbei sowohl Praktikern als auch Studenten von Nutzen sein und konzentriert sich auf eine breit gefächerte Leserschaft. Hierbei bleibt es nicht aus, dass der Tiefgang und auch die Qualität des Buches sehr stark schwanken. Während beispielsweise die einführenden Kapitel zu Zinsrisiko, Value at Risk sowie zu Finanzinstrumenten als Einführungstexte gelungen sind, können andere Kapitel nur sehr eingeschränkt empfohlen werden. So wird im Kapitel "Versicherungsunternehmen und Altersvorsorge" ausschließlich die US-Perspektive dargestellt. Die Kapitallebensversicherung wird als eine Versicherung gegen Einmalbeitrag beschrieben, was für den europäischen Markt nicht korrekt ist. Im Kapitel Regulierung konzentriert sich der Autor auf den McCarran-Ferguson Act aus dem Jahr 1945. Aktuelle Entwicklungen rund um Solvency II werden weitestgehend ausgeblendet. Weiter






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