Der Newsletter wird fehlerhaft angezeigt? Unter http://www.risknet.de/index.php?id=665 können Sie direkt auf den aktuellen Newsletter zugreifen.


Wie Sie Szenarien und Simulationen richtig nutzenUm im zunehmend dynamischeren Umfeld flexibler auf Chancen und Risiken reagieren zu können, sind Delegation und Dezentralisierung wichtige Maßnahmen. Es ist jedoch nur ein Teil des Weges: Nur wer dieses kombiniert mit der gedanklichen Auseinandersetzung und Integration von Chancen und Risiken über Organisationseinheiten hinweg, wird auch langfristig erfolgreich sein. Szenarien und betriebswirtschaftliche Simulationen sind geeignete Methoden mit unbestrittenem Nutzen für das Management von Chancen und Risiken, aber bisher eher sporadischer Anwendung. Dabei ist ihre Nutzung bei Berücksichtigung einiger Kriterien zur Auswahl des passenden Ansatzes überraschend unkompliziert.
Das Risikomanagement sieht sich heute einem dynamischen Umfeld gegenüber, das noch vor wenigen Jahren undenkbar schien: Nachfrageschwankungen vom Boom zur Krise und wieder zurück wie in den letzten zwei Jahren; eine Kreditklemme, die auch soliden Unternehmen die Finanzierung erschwert und große Kreditnehmer oder ganze Staaten in die Insolvenzgefahr treibt; terroristische Anschläge, europaweite Flugverbote oder großräumige Wetterkapriolen mit erheblicher Auswirkung auf Aspekte wie die Infrastruktur oder die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen; in sozialen Netzwerken verbreitete Boykottaufrufe gegen einzelne Unternehmen wie Nestlé oder Arla Foods amba (in Deutschland bekannt mit Marken wie Buko und Tolko); nicht zuletzt emanzipierte Kunden mit zunehmender Anspruchshaltung und weitreichender Fragmentierung. Weiter



Business Cases und Projekte: Für Transparenz und Sicherheit sorgenProjekte haben in vielen Banken, Versicherungen und Unternehmen eine hohe Bedeutung. Sie sorgen für die notwendigen Weiterentwicklungen des Unternehmens und die Erreichung wichtiger Ziele. Gemeinhin binden Sie auch eine beträchtliche Anzahl an Mitarbeitern und ein großes Budget. Viele Projekte sind nicht erfolgreich, wie ein Blick auf die internationale Projekt- und Business Case Studie 2009 zeigt. Allgemein lassen sich die Gründe für die schlechte Performance von Projekten und Business Cases in zwei grobe Kategorien einteilen: Mängel in der Kalkulation und Auswahl sowie Mängel in der Umsetzung. Die Erfahrungen aus unserer Beraterpraxis zeigen, dass die Ebene der Kalkulation und Selektion meist deutlich schlechter entwickelt ist als die Ebene der Umsetzung. Da die Kalkulation und Auswahl das Fundament für den Projekterfolg bilden, ist die schlechte Projektperformance nicht überraschend.
Schauen wir uns deshalb doch einmal die Kalkulation und Selektion von Business Cases und Projekten genauer an. Ein Blick auf den Lebensweg von Projekten ist dabei hilfreich. Ausgangspunkt ist die Idee für ein Vorhaben. Das Vorhaben wird einer Kalkulation unterzogen, die die relevanten Kennzahlen liefert. Auf Basis der Kalkulationsergebnisse wird das Vorhaben durch einen Entscheiderkreis entweder bewilligt oder abgelehnt. Im Falle der Bewilligung folgen Planung, Umsetzung und Abschluss. Weiter 


Währungs- und Rohstoffrisikomanagement liefert WertbeitragLaut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) können sich Treasury-Abteilungen als Gewinner der Wirtschaftskrise fühlen. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Sicherstellung der Unternehmensfinanzierung ist die Aufmerksamkeit im Vorstand für das Treasury nach Einschätzung von 80 Prozent der rund 600 weltweit befragten Treasurer gestiegen.
Finanziell schlägt sich die höhere Wertschätzung allerdings nur in wenigen Fällen nieder: So verfügen der Studie zufolge nur 20 Prozent der Finanzabteilungen über ein größeres Budget als vor der Krise. Zwar setze sich in den Unternehmen zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Treasurer weit mehr ist als ein "Kassenwart". Allerdings fehlten oft die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen, um wichtigen Aufgaben bei der Kontrolle von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken angemessen nachkommen zu können. Durchschnittlich seien im Treasury einer deutschen Unternehmenszentrale nur fünf Mitarbeiter beschäftigt. Das Jahresbudget belaufe sich bei mehr als der Hälfte der Befragten auf weniger als eine Million Euro. Mit ihren beschränkten Mitteln müssten die Abteilungen aber häufig komplexe, großvolumige Finanztransaktionen organisieren: Gut 60 Prozent der 330 befragten Unternehmen sind in mehr als zehn Ländern aktiv und zwei Drittel der Gesellschaften erwirtschaften Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde Euro. Weiter





Es gilt die Devise: Lege nicht alle Eier in einen KorbDie Schwellenländer werden in der krisengeschüttelten Welt immer mehr zum "Helfer in allen Lebenslagen". Wenn die Konjunktur stottert, dann sind es die Schwellenländer, die sie mit ihren hohen gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten wieder in Gang bringen sollen. Wenn die USA hohe Leistungsbilanzdefizite haben, dann soll eine Aufwertung des chinesischen Renminbi helfen. Wenn Anleger in Europa keine vernünftigen Renditen erzielen können, schauen sie nach Alternativen in Asien oder Lateinamerika. Dort gibt es Wachstum. Dort werden Werte geschaffen. Aber ist in der Dritten Welt wirklich alles so heil wie vermutet? Gibt es keine Risiken?
Zunächst muss man zugeben, dass die Renditen in den Emerging Markets in der Tat vielfach wesentlich besser sind. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung ausgewählter Aktienindizes seit Jahresbeginn. Länder, die hervorstechen, sind zum Beispiel Indien (+11,7 %), der kommende Star Indonesien (+32,5 %), Malaysia (+15,7 %) oder Thailand (+25,4 %). Sie alle schlagen mit ihrer Performance die großen Märkte in den Industrieländern um Längen. Nur China fällt mit einem kräftigen Minus von 19,2 % aus dem Rahmen. Das ist aber auf Sonderfaktoren zurückzuführen. Weiter 


Risiken frühzeitig erkennen, steuern und überwachenDie Absatz- und Beschaffungsmärkte der Unternehmen werden immer volatiler. Es bestehen Preisrisiken an Rohstoffmärkten, Zahlungen von Kunden bleiben aus und Zulieferer melden vermehrt Insolvenz an. Daher ist zu untersuchen, wie Firmen in diesem Umfeld agieren können, anstatt lediglich zu reagieren.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat es deutlich gezeigt: Risikosysteme in Unternehmen haben vielfach versagt. Die Ursachen sind systembedingt. So arbeiten Risikofrüherkennungssysteme oft auf einer vergangenheitsbezogenen Datenbasis. Sachverhalte, die sich in den abgelaufenen Jahren abgespielt haben, werden auf die Zukunft projiziert. Grundlage einer stetigen Gefahrenfrüherkennung auf nachhaltiger Basis in Unternehmen ist aber ein funktionierendes Risikomanagement mit Prognosecharakter. Gefahren einer zukünftigen negativen Veränderung von Einflussgrößen und das Auswirkungspotenzial müssen transparent gemacht werden. Denn Ziel ist die Minimierung unerwarteter Schadensereignisse, die in der Zukunft eintreten und existenzbedrohlich sein können. Weiter




Aktuelle BuchempfehlungenÖkonomie der Regulierung: Neue Spielregeln für Kapitalmärkte und Netzindustrien
Von: A. Picot/M. Schenck (Hrsg.), Schäffer Poeschel, 294 Seiten, Stuttgart 2010
Die große Industrie hat schon dadurch, dass sie den Weltmarkt geschaffen hat, alle Völker der Erde, namentlich die zivilisierten, in eine solche Verbindung miteinander gebracht, dass jedes Volk davon abhängig ist, was bei einem anderen geschieht. Diese, 1848 von Karl Marx formulierte Feststellung trifft für die heutige Zeit mehr denn je zu. Wahrscheinlich würde er auch für die aktuelle Finanzkrise eine drastische Formulierung finden und Finanzindustrie und Marktliberale anprangern, die jegliche Staatseinmischung für unerwünscht halten, aber im Falle einer ausufernden Krise finanzielle Hilfe vom Staat fordern. Zumindest in diesen Punkten hat er Recht behalten.
Auf Krisenfälle folgen üblicherweise Regulierungsfluten. Dieser, im Geleitwort einleitende Satz, beschreibt prägnant die Thematik des 63. Kongresses der Schmalenbach Gesellschaft für Betriebswirtschaft. Im Vordergrund steht die Frage, "inwiefern die geltende Regulierung zum Entstehen der Krise beigetragen hat und ob einzelne Spielregeln oder der Rahmen als Ganzes veränderungs- und verbesserungsbedürftig ist". Insbesondere gilt dies für den Finanz- und Bankensektor. Der Untertitel: Neue Spielregeln für Kapitalmärkte und Netzindustrien beschreibt das zentrale Anliegen des Kongresses, ein vertiefendes Verständnis der Probleme und Lösungen im Spannungsfeld der wirtschaftlichen Akteure aufzuzeigen. Weiter

RiskNET Aktuell ImpressumDirekter Zugriff auf den Newsletter:
Alternativ können Sie unter www.risknet.de/index.php?id=665 direkt auf den aktuellen Newsletter zugreifen.
Erscheinungsweise:
RiskNET Aktuell ist ein exklusiver Newsletter-Service von RiskNET. Er erscheint mindestens alle 14 Tage in elektronischer Form und wird an etwa 7.000 Abonnenten verschickt. Bei inhaltlichen Fragen oder Interesse an Werbung (Banner-Werbung etc.) schreiben Sie bitte an office@risknet.de
Mediadaten:
Die Mediadaten 2010 und 2011 finden Sie hier: https://www.risknet.de/ueber-risknet/mediadaten/
Herausgeber:
RiskNET - The Risk Management Network / RiskNET GmbH / Ernst-Sachs-Straße 13 / D-83080 Oberaudorf / Internet: www.risknet.de , www.risknet.at , www.risknet.ch / Telefon: +49-8033-304638 / E-Mail: office@risknet.de / Impressum: https://www.risknet.de/menu-footer/impressum/
Rechtliche Hinweise:
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dgl. in diesem Newsletter berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne weiteres von jedermann benutzt werden dürfen. Vielmehr handelt es sich häufig um gesetzliche geschützte eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen. Der Inhalt dieses Newsletters wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Fehler keine Haftung.