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 RiskNET Newsletter vom 26. Januar 2010

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Fehlende Budgets und unzureichende Risikokultur

Unternehmen aller Branchen und Größenklassen behaupten nicht selten, dass sie ein aktives und effizientes Risikomanagement betreiben. Doch laut einer aktuellen Untersuchung von PriceWaterhouseCoopers ist das nur die halbe Wahrheit. Gut ein Jahr nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise weist das Risikomanagement vieler deutscher Unternehmen weiterhin Defizite auf. Zwar haben rund 60 Prozent der befragten Unternehmen ihre Mechanismen und Strategien zur Risikobearbeitung mittlerweile angepasst oder planen zumindest Änderungen. Außerhalb des Finanzsektors verfügt jedoch jedes dritte Unternehmen nach wie vor nicht über eine dokumentierte Risikostrategie, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht. Zudem haben vier von zehn Befragten keine Prozesse zum Erkennen von bislang unbekannten bzw. nicht berücksichtigten Risiken etabliert. Weiter

 






RiskNET Planspiel & Seminar 2010: Risikomanagement in Industrie und Handel

Das Intensiv-Seminar (5.-6. Mai 2010) vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modellen werden neue, speziell für die Anforderungen von Industrie- und Handelsunternehmen entwickelten Cashflow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.

Das Planspiel Risikomanagement bereitet die Teilnehmer auf den Umgang mit komplexen Entscheidungen im Risikomanagement vor. Planspiele ermöglichen dabei den Teilnehmern das Ausprobieren von unterschiedlichen Strategien der Risikosteuerung - basierend auf der bewährten Methode des "Action Learning". Die Teilnehmer stehen dabei im Wettbewerb mit anderen (Planspiel-)Unternehmen auf einem simulierten Markt. Durch ihre Risikomanagement-Entscheidungen wird der Erfolg ihres Unternehmens wesentlich beeinflusst.

Im Workshop "Prognose- und Frühwarnsysteme" (7. Mai 2010) entwickeln wir gemeinsam mit den Teilnehmern stochastische Prognose- und Frühwarnsysteme aus den Bereichen Marktrisiken und operationelle Risiken. Weiter

 


Nächster Start: Master Risiko- und Compliancemanagement

Die Hochschule Deggendorf hat mit dem Komptenzportal RiskNET und dem TÜV Süd den deutschlandweit einzigartigen Weiterbildungsstudiengang Master Risiko- und Compliancemanagement entwickelt. Dieser ist eine Antwort auf die Finanz- und Wirtschaftskrise. Denn die Branche ist sich einig, dass neben Banken vor allem auch Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen ihr Risikomanagement im Sinne eines "Frühwarnsystems" professionalisieren müssen. Die Vorlesungen finden am Wochenende statt  und das komplette Programm besteht aus drei Semestern. In den ersten beiden Semestern finden Vorlesungen statt, zum Beispiel zu den Themen Risikomanagement pro Abteilung, Produkthaftungsrisikosteuerung, Versicherbarkeit von Risiken, aktuelle Risikomanagementstandards und Compliancemanagement. Die Masterarbeit wird im dritten Semester angefertigt. Bei erfolgreichem Studium dürfen die Absolventen den international anerkannten Titel "Master of Arts" tragen, der auch zur Promotion berechtigt.

Das Studium beginnt am 25. März 2010 und Bewerbungen werden noch bis zum 15. Februar entgegengenommen. Alle Interessenten sind herzlich zum Informationsabend am 8. Februar 2010 um 19.00 Uhr an die Hochschule Deggendorf eingeladen (Anmeldung bitte an julia.dullinger@fh-deggendorf.de). Weiter

 



340.000 Unternehmensinsolvenzen im letzten Jahrzehnt

Laut einer Untersuchung der Creditreform waren im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends rund 340.000 Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland zu verzeichnen. Die größte Insolvenz der letzten zehn Jahre war die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor 2009. Etwa 52.000 Mitarbeiter sind von der Insolvenz der Unternehmensgruppe betroffen. Zu den Großinsolvenzen der 2000er Jahre zählten auch die Pleite des Baukonzerns Phillip Holzmann mit ca. 23.000 Beschäftigten, der 2002 zusammenbrach und die Pleite des Maschinen- und Anlagenbauers Babcock Borsig mit 21.000 Mitarbeitern im gleichen Jahr. Mit jeweils rund 11.000 Beschäftigten zählte die PIN Group im Jahr 2008 und der Möbelhersteller Schieder 2007 ebenfalls zu größten Firmenzusammenbrüchen des vergangenen Jahrzehnts.

Insgesamt waren im zurückliegenden Jahrzehnt rund fünf Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Durch die Schließung bzw. Sanierung der Unternehmen ist ein großer Teil dieser Arbeitsplätze auch tatsächlich weggefallen. Weiter

 







Transparenz und Qualitätsstandards für Verbriefungen gefordert

Laut einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint lässt die Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes noch auf sich warten. Obwohl 96 Prozent der Experten Verbriefungen für notwendig halten, um einer drohenden Kreditklemme entgegenzuwirken, rechnen die Befragten jedoch frühestens ab 2011 mit einer Rückkehr der Investoren. "Im kommenden Jahr wird der Verbriefungsmarkt die gewünschte Entlastung der Wirtschaft noch nicht ermöglichen können. Deshalb werden auch 2010 marktstützende Maßnahmen, wie die Fortführung von staatlichen Liquiditätshilfen notwendig sein, um eine drohende Kreditklemme abzuwenden", so Werner Kreutzmann, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Financial Services bei BearingPoint.

Um das Vertrauen wiederherzustellen, fordern die Befragten deutlich mehr Transparenz, höhere Standards und weniger komplexe Transaktionsstrukturen. Diese Ziele könnten nach Meinung von Experten mit der Einführung eines neuen Premium-Segments für qualitativ hochwertige, transparente und einfach verständliche Verbriefungen erreicht werden, das bereits vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) vorgeschlagen wurde. Weiter

 


Risiken in der Welt der Bits und Bytes

In den vergangenen Jahrzehnten wurden für viele Unternehmen eine optimale Informationsverteilung sowie die Integration der Unternehmensprozesse und der Informations- und Kommunikationstechnologie  (IuK) zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor. Die technische Abhängigkeit der Kernprozesse von der IT in der Wertschöpfungskette hat rapide zugenommen - und damit auch die IT bezogenen Risiken. Die IT Prozesse in einem Unternehmen unterstützen auf der einen Seite die Kernprozesse eines Unternehmens und reduzieren dadurch auch die Unternehmensrisiken. Gleichzeitig beinhaltet die Informationstechnologie jedoch wiederum ein neues Risikopotenzial.

So hängt die Funktionsfähigkeit einer Just-In-Time-Produktion und -Lieferung sowohl  organisatorisch als auch logistisch essentiell von einer reibungslos funktionierenden Informations- und Kommunikationstechnologie ab.  So analysieren beispielsweise die Automobilhersteller im Rahmen eines Audits die Qualität der Produkte, aber auch die Zuverlässigkeit des Zulieferers in puncto Lieferpünktlichkeit und Kontinuität. Weiter

 


Kompaktseminar und Ergänzungsworkshop: Aufbau eines Risikomanagementsystems für Versicherungsunternehmen, 3.-5. März 2010 in München

Der Wert eines (Versicherungs-)unternehmens hängt von den zukünftigen, über die Erwirtschaftung der Kapitalkosten hinausgehenden Erträgen und den damit verbundenen Risiken determiniert. Ergo werden Versicherungsunternehmen, die über gute und effiziente Instrumente zur Messung und Steuerung ihrer Risiken verfügen, sich einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

In den ersten beiden Tagen des Seminars vermitteln wir Ihnen einen Überblick über die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen des Risikomanagements von Versicherungsunternehmen. Dabei verknüpfen wir die Regelungen des BaFin-Rundschreibens 3/2009 mit Praxisbeispielen, um Ihnen die notwendigen Schritte zum Aufbau und zur Organisation eines Risikomanagementsystems gemäß den MaRisk VA näherzubringen. Am dritten (optionale) Tag entwickeln wird - gemeinsam mit den Teilnehmern - ein internes Risikomodell und entwickeln ein "einfaches" Limitsystems. Alle Teilnehmer erhalten den Praxisleitfaden "MaRisk VA erfolgreich umsetzen" (Korte/Romeike). Weiter

 


Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibrary

The Black Swan: The Impact of the Highly Improbable (hence TBS) is only critical of statistics, statisticians, or users of statistics in a very narrow (but consequential) set of circumstances. It was written by a veteran practitioner of uncertainty whose profession (a mixture of quantitative research, derivatives pricing, and risk management) estimates and deals with exposures to higher order statistical properties. Derivatives depend on some nonlinear function of random variables (often square or cubes) and are therefore extremely sensitive to estimation errors of the higher moments of probability distributions. 

Download des Artikels "Black Swans and the Domains of Statistics" in der RiskNET eLibrary (Rubrik Methoden): Weiter



Aktuelle Buchempfehlungen

Die Psychologie der Börse. Der Praxisleitfaden Behavioral Finance

Von: James Montier, FinanzBuch Verlag, 1053 Seiten, München 2010.

"Wer schlauer sein will als der Markt, hat schon verloren." So lautet ein Lehrsatz des "Behavioral Finance". Ein Lehrsatz der Forschungsdisziplin besagt, dass Börsen nicht rational sind und Anleger nicht rational und effizient handeln. Anhänger der Behavioral-Finance-Theorie vertreten die These, dass der in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Lehrbüchern postulierte Homo oeconomicus in der wirtschaftlichen Realität nicht existiert (falls nicht besonders erstaunlich ist). Behavioral-Finance-Experten vertreten vielmehr die These, dass die Anleger in der Regel irrational handeln. Nach ihrer Überzeugung gilt die Theorie der nutzenmaximierenden Marktteilnehmer nicht mehr. Dies erhärtet die Behauptung, wonach es unwahrscheinlich ist, an den Börsen eine bessere Rendite zu erzielen als der Gesamtmarkt.

Das Buch "Die Psychologie der Börse. Der Praxisleitfaden Behavioral Finance" ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das die Psychologie des Finanzwesens und Investierens analysiert. Weiter

 


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Die Mediadaten 2010 finden Sie hier: www.risknet.de/Mediadaten.480.0.html

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