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Compliance: Das Märchen vom KontrollparadoxonDie meisten deutschen Großunternehmen verzichten noch immer auf ein Compliance-Programm. Wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufzeigt, haben 56 Prozent von 500 befragten Unternehmen keine konsistenten Richtlinien und Methoden zur Abwehr von Wirtschaftskriminalität und Durchsetzung ethischer und rechtlicher Standards etabliert. Bei mehr als jedem zweiten dieser Unternehmen steht die Einführung eines Compliance-Programms auch mittelfristig nicht auf der Agenda.
"Die Skepsis gegenüber dem Thema Compliance ist noch immer groß. Doch viele Unternehmen überschätzen die Kosten und unterschätzen den Nutzen eines Compliance-Programms", betont Steffen Salvenmoser, ehemaliger Staatsanwalt und Partner bei PwC. So lehnen sechs von zehn Unternehmen die Einführung von Kontroll- und Präventionsmechanismen aus Sorge vor zu viel Bürokratie ab. Gut jedes zweite hält Compliance schlicht für zu teuer. Weiter




Wo ist das nächste Griechenland?Vor einem Jahr waren Unternehmensanleihen der große Renner am Kapitalmarkt. Gute Adressen brachten Kupons, die in Euroland zum Teil um drei bis vier Prozentpunkte über denen der deutschen Bundesanleihen lagen. Für Anleger war das ein Dorado. Im Verlauf des Jahres verringerten sich die Risikoaufschläge für diese Anleihen. Investoren bekamen daher nicht nur einen guten Zins, sondern auch erhebliche Kursgewinne. Zusammen addierte sich das nicht selten zu einer Rendite von 15 Prozent und mehr.
Könnte sich das jetzt in ähnlicher Form wiederholen? Diesmal aber nicht mit Anleihen von Unternehmen, sondern von Staaten? In den nächsten Monaten wird eine Reihe von höher verzinslichen Bonds an den Markt kommen. Den Anfang machte Griechenland mit einer 5-jährigen Anleihe und einer Rendite von über 6 Prozent. Sie war mehr als dreifach überzeichnet. Wer sind die neuen Emittenten? Wie steht es mit den Risiken? Weiter

Bewertung von LänderrisikenPolitische und wirtschaftliche Instabilitäten erhöhen das strategische Risikopotenzial bzw. das Länderrisiko für international tätige Unternehmen. Die Einschätzung des Länderrisikos eines Beschaffungsmarkts bzw. Investitionsstandorts gestaltet sich sehr schwierig, da zahlreiche quantitative und qualitative Einflussfaktoren mit zum Teil hoher Unsicherheit den Risikograd von internationalen wirtschaftlichen Engagements bestimmen. Die Währungskrisen in Asien und Lateinamerika in der unmittelbaren Vergangenheit haben gezeigt, wie verheerend sich finanzpolitische Missstände auf die Realwirtschaft auswirken.
Während Kreditversicherer Länderratings erstellen, um das durchschnittliche Risiko eines Zahlungsausfalls bei Unternehmen in einem bestimmten Land zu messen, sind Länderratings von Fitch, Standard & Poor’s oder Moody's Meinungsäußerungen über Kreditrisiken bei den Emittenten. Weiter





Risikofaktor TabellenkalkulationIn der Folge der jüngsten Finanzkrise rückte vor allem die Bedeutung des Themas Risikomanagement in den Mittelpunkt der Diskussionen von Regulatoren und Bankmanager. Mit jeder neuen Umdrehung des Konsolidierungskarussells, mit verschärften Compliance-Vorgaben und wachsenden Renditeerwartungen ist das Thema Gesamtbanksteuerung auf der Agenda der Bankenmanager ganz nach oben gewandert. Eine zentrale Frage dabei: Mit welchen Steuerungsprozessen und -systemen können Banken die Erwartungen von Kunden und Kapitalgebern nachhaltig erfüllen?
Eines hat die Finanzkrise deutlich vor Augen geführt: Einfache Reporting- und und Analysewerkzeuge, wie sie viele Finanzinstitute heute immer noch einsetzen, reichen für die zukunftsorientierte Steuerung nicht mehr aus. Der Kapitän eines Airbus A 380 navigiert auch nicht mit den Bordinstrumenten einer Fokker F-27. Weiter

Warnung vor massiv steigenden Schäden aus KatastrophenDer schweizerische Rückversicherer Swiss Re hat vor einem massiven Anstieg der aus Katastrophen resultierenden weltweiten Schäden 2010 gewarnt. Insgesamt könnten die Branchenverluste ausgehend von den ersten Monaten des Jahres das Fünffache des letztjährigen Niveaus von 26 Mrd USD erreichen, fürchtet die Swiss Reinsurance Co laut Mitteilung vom Dienstag. 2010 hat bereits schwere Naturkatastrophen in Europa und Südamerika gesehen. So habe etwa das Erdbeben in Chile geschätzte 8 Mrd USD an versicherten Verlusten beschert. Der Wintersturm Xynthia verursachte den Angaben zufolge Schäden von 3 Mrd USD, hauptsächlich in Frankreich und Deutschland. "Die Branche ist gut beraten, sich auf höhere Verluste vorzubereiten (...), die leicht das Drei- bis Fünffache von 2009 erreichen könnten", sagte Swiss-Re-Chefvolkswirt Thomas Hess.
Laut Agenturen für Planungsrisiken wie Eqecat und Air Worldwide könnten die versicherten Verluste aufgrund des Erdbebens in Chile und des Sturms Xynthia mehr als 10 Mrd USD erreichen. Agenturen für Planungsrisiken berechnen mit Hilfe von Programmen und historischen Verlustdaten zu erwartende Forderungen. Weiter




Kompaktseminar und Ergänzungsworkshop: Aufbau eines Risikomanagementsystems für Versicherungsunternehmen, 18.-20. Mai 2010 in MünchenDer Wert eines (Versicherungs-)unternehmens hängt von den zukünftigen, über die Erwirtschaftung der Kapitalkosten hinausgehenden Erträgen und den damit verbundenen Risiken determiniert. Ergo werden Versicherungsunternehmen, die über gute und effiziente Instrumente zur Messung und Steuerung ihrer Risiken verfügen, sich einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.
In den ersten beiden Tagen des Seminars vermitteln wir Ihnen einen Überblick über die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen des Risikomanagements von Versicherungsunternehmen. Dabei verknüpfen wir die Regelungen des BaFin-Rundschreibens 3/2009 mit Praxisbeispielen, um Ihnen die notwendigen Schritte zum Aufbau und zur Organisation eines Risikomanagementsystems gemäß den MaRisk VA näherzubringen. Am dritten (optionale) Tag entwickeln wird - gemeinsam mit den Teilnehmern - ein internes Risikomodell und entwickeln ein "einfaches" Limitsystems. Alle Teilnehmer erhalten den Praxisleitfaden "MaRisk VA erfolgreich umsetzen" (Korte/Romeike). Weiter

Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibraryIn dem Beitrag "Instrumente des strategischen und wertorientierten Risikomanagements" wird im Detail der Frage nachgegangen, welche Instrumente der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre und des strategischen Managements besonders geeignet sind, ein Unternehmen unter dem Aspekt der Risikoorientierung zu führen. Außerdem wird diskutiert, wie vorliegende Standardkonzepte der strategischen und wertorientierten Unternehmensführung zu adaptieren sind, wenn sie im Risikomanagement eingesetzt werden sollen. Dazu gehen die Autoren auf Weiterentwicklungen der Balanced Scorecard ein, stellen neuere Ansätze der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre - wie zum Beispiel den Realoptions-Ansatz und die Bilanzsimulation - vor und geben eine Übersicht über Kennzahlen des wertorientierten Managements und deren Risikoadjustierung.
Download des Artikels "Instrumente des strategischen und wertorientierten Risikomanagements" in der RiskNET eLibrary (Rubrik Methoden): Weiter 





Aktuelle BuchempfehlungenCompliance kompakt
Von: Stefan Behringer (Hrsg.), Erich Schmidt Verlag, 317 Seiten, Berlin 2010.
Nur wenige Themengebiete haben sich in den letzten Jahren dynamischer entwickelt als der Bereich "Compliance". Compliance basiert vor allem auf einer guten "Corporate Governance", d. h. einer guten, verantwortungsvollen und zielgerichteten Führung und Überwachung von Unternehmen. Weder die Pflicht zur Einhaltung von Gesetzen ist neu, noch die rechtlichen Folgen einer Verletzung. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen massiv verändert. So war Korruption im Ausland bis 1999 nicht nur straffrei sondern die Aufwendungen konnten auch von der Steuer abgesetzt werden.
Erst die jüngsten Vorgänge bei Siemens und anderen Unternehmen haben vielen Akteuren verdeutlicht, dass es sich um Straftaten handelt, die schwerwiegende finanzielle Folgen für die Unternehmen sowie die handelnden Vorstände zur Folge haben kann. Die Aufarbeitung des Korruptionsskandals verursachte bei Siemens Gesamtkosten von rund 3,5 Milliarden Euro, der Aufbau einer Compliance-Organisation führte zu jährlichen Kosten von rund 400 Millionen Euro. Diskussionen über die Einhaltung von Gesundheitsschutz-, Arbeitsschutz-, Handels- oder Steuerrecht oder unethisches Verhalten können zudem die Reputation des Unternehmens gefährden oder sogar zerstören. Weiter

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