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Der Schwarze Schwan kehrt zurückDie jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten rund um Griechenland machen vor allem eins deutlich: Schwarze Schwäne werden in Zukunft immer wieder und vermutlich auch häufiger auftauchen. Das Bild des "Schwarzen Schwans" hatte der Finanzmathematiker und philosophische Essayist Nassim Nicholas Taleb geprägt. In seinem Buch "Black Swan" setzt er sich besonders kritisch mit der grundsätzlichen Aussagefähigkeit von Modellen in den Sozialwissenschaften, speziell auch in der Volkswirtschaft und im Risikomanagement, auseinander. Er verweist auf die schon erwähnte herausragende Bedeutung sehr seltener und nahezu unvorhersehbarer Einzelereignisse für die Entwicklung der Gesellschaft und insbesondere auch der Wissenschaft. Derartige außergewöhnliche Einzelereignisse, die er "Schwarzen Schwan" (Black Swan) nennt, sind "Ausreißer", die außerhalb des üblichen Bereichs der Erwartung liegt, da in der Vergangenheit nichts Vergleichbares geschehen ist.
Bevor Australien entdeckt wurde, waren die Menschen in der Alten Welt überzeugt, alle Schwäne seien weiß. Diese Überzeugung war unanfechtbar, da sie durch die empirische Evidenz anscheinend völlig bestätigt wurde. Als der erste schwarze Schwan gesichtet wurde, wurde das bisherige Gedankengebäude schwer erschüttert. Weiter




Rohstoffpreise im AufwärtstrendDer vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) herausgegebene Rohstoffpreisindex hat im März den höchsten Stand seit anderthalb Jahren erreicht. Der Monatswert des HWWI-Rohstoffpreisindex war in Euro 5,9 Prozent höher als im Februar, teilte das Institut am Dienstag mit. Auf US-Dollar-Basis seien es fünf Prozent gewesen. Im Vorjahrsvergleich stieg der Index in Euro um 52 Prozent.
Bei Energierohstoffen sei der Preisauftrieb wegen des Preisauftriebs bei Rohöl mit 61 Prozent stärker als bei Industrierohstoffen gewesen, die sich um 46 Prozent verteuerten. Unter den Industrierohstoffen gab es überdurchschnittliche Verteuerungen bei NE-Metallen (80 Prozent) und Spinnstoffen (750 Prozent). Die Preise für Nahrungs- und Genussmittel erhöhten sich in den letzten zwölf Monaten insgesamt hingegen nur um fünf Prozent. Dabei verbilligte sich laut dem Index Getreide um 11 Prozent, während Pflanzenöle, Zucker und tropische Getränke deutlich teurer wurden. Weiter

Der RisikobugDer Risikobug ist biologisch eng verwandt mit der Steinlaus (Petrophaga lorioti). Lateinischer Name (nach dem Entdecker): Catastrophaga Ekiemor. In dem renommierten medizinischen Wörterbuch Pschyrembel kann über die Steinlaus nachgelesen werden, dass die Unterarten Gallensteinlaus und Nierensteinlaus existieren.
Ein Wissenschaftler der TU Dresden "entdeckte" im Jahr 2007 die rezente Steinlaus in Verwitterungsbildungen eines Sandsteinmauerwerkes. Zwei Jahre später berichtete er über den Fund der Kugelsteinlaus, die er als Verursacher der Karies auf Zähnen gefunden hat. Im Gegensatz zur Steinlaus ist der Risikobug jedoch nicht vom Aussterben bedroht - ganz im Gegenteil. Der Risikobug ernährt sich hauptsächlich von Formeln in Risikomodellen, ohne, dass dies zunächst auffällt. In regelmäßigen Abständen (zuletzt 2001, 2008) kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung mit der Folge, dass Risikomodelle vieler wichtiger Unternehmen versagen und die Regierungen in aller Welt enorme Kosten dieser Fraßschäden übernehmen müssen. Weiter


RiskNET Planspiel & Seminar 2010: Risikomanagement in Industrie und HandelDas Intensiv-Seminar (5.-6. Mai 2010) vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modellen werden neue, speziell für die Anforderungen von Industrie- und Handelsunternehmen entwickelten Cashflow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.
Das Planspiel Risikomanagement bereitet die Teilnehmer auf den Umgang mit komplexen Entscheidungen im Risikomanagement vor. Planspiele ermöglichen dabei den Teilnehmern das Ausprobieren von unterschiedlichen Strategien der Risikosteuerung - basierend auf der bewährten Methode des "Action Learning". Die Teilnehmer stehen dabei im Wettbewerb mit anderen (Planspiel-)Unternehmen auf einem simulierten Markt. Durch ihre Risikomanagement-Entscheidungen wird der Erfolg ihres Unternehmens wesentlich beeinflusst.
Im Workshop "Prognose- und Frühwarnsysteme" (7. Mai 2010) entwickeln wir gemeinsam mit den Teilnehmern stochastische Prognose- und Frühwarnsysteme aus den Bereichen Marktrisiken und operationelle Risiken. Weiter




Volatilität der wirtschaftlichen Entwicklung nimmt zuEiner Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company sollten sich Entscheidungsträger in Unternehmen und Politik auf eine anhaltende Phase hoher Volatilität einstellen. Da der globale Wachstumspfad intakt sei, erscheine eine zyklische Erholung der deutschen Wirtschaft auf das Vorkrisenniveau bis 2012/13 weiterhin möglich. Der Korridor der möglichen konjunkturellen Entwicklung habe sich jedoch angesichts der zahlreichen globalen Risiken verbreitert. Unternehmerische Entscheidungen werden damit ebenso wie politische Weichenstellungen der gestiegenen Unsicherheit und Volatilität Rechnung tragen müssen.
In der Studie werden die folgenden neun Branchen analysiert: Automobil-, Chemie- und Stahlindustrie, Investitionsgüter, Transport und Logistik, die Gesundheitsbranche, Energie- und Versicherungswirtschaft sowie Banken. Die Untersuchung liefert eine detaillierte Faktenbasis zu den Perspektiven der Branchen in den kommenden drei bis fünf Jahren und benennt exemplarisch 50 Wachstumsfelder. Weiter

Titanic am Frankfurter FlughafenDie BILD-Zeitung läutete schon bei manchem Projekt die Totenglocken: Unter der Überschrift "Sinkt das Riesenschiff? AIRRAIL-CENTER Am Flughafen gibt der Boden nach" berichtete die BILD-Zeitung, wie dem ursprünglich für "nur" 660 Mio. EUR geplanten Bau neben dem finanziellen Fiasko nun auch ein technisches droht, dass alle bisherigen Probleme in den Schatten stellt. Das "AIRRAIL CENTER FRANKFURT", mit einem Volumen von inzwischen rund 920 Mio. eines der größten und spektakulärsten Gewerbeimmobilien-Projekte Europas, sollte sich auf dem 660 m langen Dach des ICE-Fernbahnhofes als Gemeinschaftsprojekt der IVG Immobilien AG und der Fraport AG auftürmen.
BILD: "Nun der nächste Schlag. Das Airrail-Center senkt sich ab. Um bis zu 2,6 Zentimeter. Aber nicht überall gleich stark." Am tiefsten grabe ich das Gebäude an Bug und Heck in den Grund, denn dort türmen sich die Beton-Geschosse. "Bricht der Prestigebau aus Beton, Chrom und Glas gar auseinander? Halten die filigranen Stützen das Gewicht von 400.000 Tonnen nicht aus?" Weiter

Ein chinesisches Problem?Es gibt zwei Bilder von China, die nicht zusammenpassen: Auf der einen Seite ist das fernöstliche Land das Mekka für alle Unternehmen, die expandieren wollen. Es gilt als Retter der Weltwirtschaft, das mit seinen hohen Wachstumsraten (zuletzt + 10,7 Prozent) die anderen Staaten aus der Rezession gezogen hat. Auf der anderen Seite enttäuscht der Aktienmarkt in Shanghai auf breiter Front. Seit Mitte letzten Jahres haben die Kurse dort per Saldo nicht mehr zugelegt. In den USA und in Europa sind sie in dieser Zeit dagegen deutlich gestiegen (Dow Jones + 28 Prozent, DAX + 25 Prozent). Wie passt das zusammen? Signalisiert der Aktienmarkt, dass die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten so nicht durchzuhalten sind und dass es zu Problemen kommen könnte? Oder sind die Aktienhändler einfach zu pessimistisch?
Am Markt gibt es zwei Erklärungen für diesen Widerspruch. Die eine ist, dass das Land in der Konjunkturzyklik schon weiter fortgeschritten ist. Es hat bereits die zweite Stufe der Erholung erreicht. Da sind die Verbesserungen nicht mehr so spektakulär und werden nicht mehr so stark wahrgenommen. Weiter




Kompaktseminar und Ergänzungsworkshop: Aufbau eines Risikomanagementsystems für Versicherungsunternehmen, 18.-20. Mai 2010 in MünchenDer Wert eines (Versicherungs-)unternehmens hängt von den zukünftigen, über die Erwirtschaftung der Kapitalkosten hinausgehenden Erträgen und den damit verbundenen Risiken determiniert. Ergo werden Versicherungsunternehmen, die über gute und effiziente Instrumente zur Messung und Steuerung ihrer Risiken verfügen, sich einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.
In den ersten beiden Tagen des Seminars vermitteln wir Ihnen einen Überblick über die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen des Risikomanagements von Versicherungsunternehmen. Dabei verknüpfen wir die Regelungen des BaFin-Rundschreibens 3/2009 mit Praxisbeispielen, um Ihnen die notwendigen Schritte zum Aufbau und zur Organisation eines Risikomanagementsystems gemäß den MaRisk VA näherzubringen. Am dritten (optionale) Tag entwickeln wird - gemeinsam mit den Teilnehmern - ein internes Risikomodell und entwickeln ein "einfaches" Limitsystems. Alle Teilnehmer erhalten den Praxisleitfaden "MaRisk VA erfolgreich umsetzen" (Korte/Romeike). Weiter

Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibrarySince the introduction of the European CO2 emissions trading system (EU ETS), the development of CO2 allowance prices is a new risk factor for enterprises taking part in this system. In this paper, we analyze how risk emerging from emissions trading can be considered in the stochastic profit and loss planning of corporations. Therefore we explore which planned figures are affected by emissions trading. Moreover, we show a way to model these positions in a planned profit and loss account accounting for uncertainties and dependencies. Consequently, this model provides a basis for risk assessment and investment decisions in the uncertain environment of CO2 emissions trading.
Download des Artikels "Stochastic Income Statement Planning and Emissions Trading" in der RiskNET eLibrary (Rubrik Methoden): Weiter 





Aktuelle BuchempfehlungenDas große Tier
Von: Veit Etzold, Kiepenheuer & Witsch, 496 Seiten, Köln 2010.
In Krisenzeiten haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Die jüngste Finanzkrise liefert hier ausreichend Anschauungsmaterial. So behaupten die einen, dass die Billionenbeträge aus der Finanzkrise nach Israel gebracht wurden. Die andere Seite behauptet, dass der vormalige US-Präsident George Bush hinter der Krise steht, um zu verhindern, dass der Afroamerikaner Barack Hussein Obama II das US-Präsidentenamt übernimmt. Der 496 Seiten schwere Thriller "Das große Tier" spielt in der Welt der globalen Finanz- und Wirtschaftsmärkte. Autor Veit Etzold begleitet seine Leser durch die Welten der Investmentbanker, der globalen Finanzmärkte, der Hedgefonds, M&A-Deals und Offshore-Gesellschaften. Nebenbei lernt der Leser in den insgesamt 156 Kapiteln noch eine ganze Reihe über "Short selling", "Toxic assets" und weitere aktuelle Themen aus der globalen Finanzwelt.
Die Geschichte beginnt am ersten Januar und dauert insgesamt lediglich sechs Tage: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem US-Konzern für Satellitentechnik, GPS und Lenkraketen, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Weiter

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