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Der Gier folgt die AngstDie letzten verheerenden Meldungen aus dem Bankensektor, die drastische Verschärfung globaler rezessiver Tendenzen sowie zunehmende Finanzierungsprobleme aus dem Unternehmenssektor zeigen eines ganz deutlich: Die jetzige Finanzmarktkrise unterscheidet sich in ihrer Schärfe von den Krisen der letzten Jahrzehnte; der zugrundeliegende Krisen-Mechanismus ist allerdings derselbe.
Auch in früheren Krisen haben Bankaktien zum Teil mehr als 90 Prozent ihres Wertes verloren, während die Schaffung von "Bad-Banks" sowie (Teil-)Verstaatlichungen von Banken als der einzige Weg das Finanzsystem nachhaltig zu stabilisieren gesehen wurden. Die Vernichtung volkswirtschaftlicher Werte (nicht nur über den dramatischen globalen Wachstumseinbruch) erreicht diesmal allerdings vorher nie dagewesene Dimensionen. Weiter



Planspiel & Seminar: Risikomanagement in Industrie und HandelWirtschaftliches Handeln ist immer mit Gefahren verbunden. Diese werden als Ursachen für mögliche Abweichungen von den geplanten bzw. erwarteten Werten aufgefasst, was Chancen (positive Abweichungen) ebenso einschließt wie Risiken (negative Abweichungen). Der Unternehmenserfolg ist maßgeblich davon abhängig, dass Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen werden. Risikoorientierte Unternehmensführung ist ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Funktionen, Prozesse und Bereiche eines Unternehmens umfasst.
Das Planspiel Risikomanagement bereitet die Teilnehmer auf den Umgang mit komplexen Entscheidungen im Risikomanagement vor. Planspiele ermöglichen dabei den Teilnehmern das Ausprobieren von unterschiedlichen Strategien der Risikosteuerung - basierend auf der bewährten Methode des "Action Learning". Die Teilnehmer stehen dabei im Wettbewerb mit anderen (Planspiel-)Unternehmen auf einem simulierten Markt. Durch ihre Risikomanagement-Entscheidungen wird der Erfolg ihres Unternehmens wesentlich beeinflusst.
Das RiskNET-Intensiv-Seminar & Planspiel "Chancen-/Risikomanagement in Industrie und Handel, Schritt für Schritt professionell umsetzen" findet vom 31. März bis 1. April 2009 im Schloß Hohenkammer bei München statt. Am 2. April bieten wir einen optionalen Aufbau-Workshop zum Thema Frühwarnsysteme an. Weiter
Verlust durch Datendiebstahl auf mehr als 770 Mrd. Euro geschätztIn der Studie "Unsecured Economies: Protecting Vital Information" warnen Sicherheitsexperten und IT-Entscheider davor, dass die Gefährdung geschäftsentscheidender Informationen aufgrund der weltweiten Rezession nie so hoch war wie heute. Forscher des Center for Education and Research in Information Assurance and Security (CERIAS) der Purdue-Universität in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana befragten über 800 IT-Verantwortliche (CIOs) in den USA, Großbritannien, Deutschland, Japan, China, Indien, Brasilien und Dubai. Sie ermittelten, wo geistiges Eigentum und andere für die Strategieumsetzung relevanten Informationen ihren Ursprung haben, wo sie vorgehalten werden, wie sie übertragen werden und wie sie abhanden kommen können. Weiter 




Risikolandkarte der Unternehmen verschiebt sichEine aktuelle Studie zeigt auf, dass sich die Unternehmen weltweit verstärkt der Bedeutung einer gründlich durchdachten und widerstandsfähigen Risikomanagement-Strategie für zusammenhängende Risikobereiche bewusst werden. Die Befragten - unter ihnen mehr als 100 führende Branchenanalysten - reihten ohne große Überraschung die Folgen der Kreditkrise und die weltweite Rezession unter die bedeutendsten Geschäftsrisiken für das Jahr 2009 ein.
Damit wurden aufsichtsrechtliche und Compliance-Risiken vom Spitzenplatz des vergangenen Jahres verdrängt. Der von Ernst & Young veröffentlichte Business Risk Report 2009 zeigt ebenfalls auf, dass veraltete Geschäftsmodelle, ein verstärktes Bewusstsein hinsichtlich des Reputationsrisikos und die Verschiebung der Stärkeverhältnisse zwischen etablierten und Schwellenmärkten sowie zwischen den jeweiligen Akteuren zu einer Neubewertung der Risiken gegenüber dem vergangenen Jahr geführt haben. Weiter
Mindestanforderungen an das Risikomanagement veröffentlichtEs ist schon erstaunlich: Seit vielen Jahrhunderten schon beschäftigen sich die Versicherer erfolgreich mit dem professionellen Management von Risiken. Und nun veröffentlicht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre finale Version der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Versicherern" (MaRisk VA) und beschreibt darin, wie Versicherer die Klippen in der stürmischen See der Finanzmärkte sicher umschiffen können. Auch die Banken hatten seitens der Regulatoren eine Gebrauchsanleitung zum Aufbau eines präventiven Risikomanagements an die Hand bekommen.
Haben die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) die Marktteilnehmer davon abgehalten, die Grundregeln des Bankgeschäfts und Risikomanagements außer Kraft zu setzten? Immerhin wurden die MaRisk (BA) bereits am 20. Dezember 2005 veröffentlicht. In den vergangenen Monaten mussten viele Banken erkennen, dass es ein Leben ohne Risiko nicht gibt. Leider hatten viele Banken es versäumt Rettungsboote für stürmische Zeiten zu bauen. Ergebnis: Mitten im Sturm baut nun der Staat fleißig Rettungsboote. Wenn jemand ein Schiff baut, interessiert ihn nicht, wann genau der nächste Sturm kommt. Er baut das Schiff so, dass es jeden denkbaren Sturm überlebt. Weiter
Kommunikatives Versagen in KrisensituationenKommunikationsrisiken sind Risikomanagern offenbar fremd. Die aktuelle Finanzkrise liefert fast unbegrenzt Beispiele für schlechte Kommunikation in Krisensituationen. Banken übten sich in den vergangenen Monaten kollektiv vor allem in der Strategie des Schweigens oder der Falschkommunikation. Wer nichts sagt, hat vielleicht was zu verbergen. Möglicherweise müsste der eine oder andere Unternehmenskapitän zugeben, dass er die Krise nicht mehr im Griff hat. Oder der eine oder andere Vorstand müsste zugeben, dass er die Komplexität der neuen Finanzinstrumente - in der trüben Buchstabensuppe der CDOs, RMBS, SPVs, CMBS - nicht verstanden haben. Georg Funke, vormaliger Chef der Hypo Real Estate (HRE), redete die Folgen der Finanzkrise noch klein, als er um die Probleme der Bank längst hätte wissen müssen. Zunächst hatte die Bundesregierung für die HRE ein Rettungspaket in Höhe von 35 Milliarden Euro geschnürt. Nur wenige Tage später legt Funke neue Zahlen vor. Plötzlich sind 50 Milliarden Euro nötig. Weiter



Piraterie: Das alte Risiko hochaktuellPiraterie ist international geächtet und seit Juni 2008 von den Vereinten Nationen als kriegerische Handlung eingestuft. Wenn man an Piraten denkt, dann fallen einem Namen wie Captain Hook oder Klaus Störtebeker ein. Ein klares Bild hat man vor Augen: Säbelschwingende Schurken mit Holzbein und Augenklappe unter schwarzer Totenkopfflagge. Man denkt an den roten Korsar mit seiner tapferen Mannschaft im Kampf gegen das Böse, an schillernde Figuren aus Abenteuerbüchern und -filmen. Die haben jedoch in der langen Geschichte der Piraterie nur kurze Nebenrollen.
Die Seeräuberei ist so alt wie die Schifffahrt selbst und hat sich - wie Handel, Transport und politische Rahmenbedingungen - über Jahrhunderte verändert und weiterentwickelt. Bis heute ist die Gefahr eines Angriffs durch Piraten für Reedereien, Schiffsbesatzungen, Ladungseigner und Seetransportversicherer aktuell. Die aktuellen Übergriffe auf Handelsschiffe am Golf von Aden belasten zunehmend die globalen Warenströme. Weiter
RiskNET-Kolumne: ISO 31000 - Risikomanagement als FührungsaufgabeEnde November 2008 wurde die Internationale Norm ISO 31000 "Risk Management - Prinicples and Guidelines" von der Expertengruppe verabschiedet. Gleichzeitig überarbeitete sie den ISO/IEC Guide 73 "Vocabulary". Diese beiden Dokumente sollen im Oktober 2009 veröffentlicht werden. Damit gibt es erstmals einen weltweit abgestützten Standard zum Risikomanagement, der eine wesentliche Erweiterung des (vor allem in der Revisoren-Gemeinschaft angewendeten - Stichworte SOX und OR 663 b12) amerikanischen COSO Regelwerkes darstellt.
ISO 31000 weist drei spezifische Merkmale auf: Es handelt sich erstens um einen umfassende Top-down-Ansatz, zweitens wird Risikomanagement als Führungsaufgabe (und nicht nur als Prozess) dargestellt und drittens handelt es sich um eine allgemein gehaltene Basis-Norm. Weiter
Aktuelle BuchempfehlungenRisikomanagement kompakt
Von: Altenähr/Nguyen/Romeike, Verlag Versicherungswirtschaft, 151 Seiten, Karlsruhe 2009.
Die Autoren geben mit ihrem kompakten Werk über Risikomanagement für Versicherungsunternehmen eine gut verständliche Übersicht über die regulatorischen Anforderungen und über die Einbettung des Risikomanagements in die Unternehmensstrategie. Auch die Werkzeuge, die für die Ermittlung der Kapitalanforderungen zur Verfügung stehen, werden dargestellt. Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass diese neuen Anforderungen für viele Mitglieder der obersten Leitung von Versicherungsunternehmen einen Paradigmawechsel darstellen und in der Umsetzung alles andere als einfach und leicht sein werden. In diesem Sinne bietet die Veröffentlichung einen guten Einstieg in diese neue Welt. Weiter




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