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Empirisch und transparent: Risikomanagement der Zukunft Was verbindet Flickenteppiche und das Thema Risikomanagement? Scheinbar ohne gemeinsamen Nenner, gibt es bei genauerem Hinsehen doch einige Gemeinsamkeiten. Risikomanagement mit seinen unterschiedlichen Feldern, Ausprägungen und Nuancen gestaltet sich in vielen Unternehmen als eine Art Patchwork. Zahlreiche Firmen bewegen sich in diesem unübersichtlichen Themengebiet mit teils unklaren Strategien. Doch gerade in Krisenzeiten können sich mangelnde Risikomanagement-Strukturen und -Strategien negativ auf den eigenen Betrieb auswirken. Die Forderung von Experten lautet daher: Prozesse und Methoden im Risikomanagement müssen sich zu ganzheitlichen Systemen der Unternehmenssteuerung wandeln.
Wer hat sie nicht in der Medienberichterstattung der vergangen Monate verfolgt - die oft rat- und ruhelosen Manager und Politiker in Zeiten der Krise. Hier eine Erklärung, dort ein schneller Notfallplan. Geprägt von eiligem Handeln ging die scheinbar strategische Reise mal hier, mal da lang. Der Fall Finanzkrise zeigt einmal mehr, dass viele Unternehmen auf potenzielle Gefahren und Notfälle durch fehlende Zukunftsszenarien zu wenig vorbereitet waren. Von daher rufen Experten seit geraumer Zeit nach geeigneten Risikomanagement-Strategien. Weiter
Kliniken vernachlässigen medizinisches RisikomanagementEiner aktuellen Studie zufolge verfügt nur jede fünfte deutsche Klinik über ein medizinisches Risikomanagement. Vor diesem Hintergrund hat nun sogar die Bundesregierung den Aufbau von Fehlermeldesystemen angemahnt. So forderte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, eindringlich den Aufbau von Risikomanagement- und Fehlermeldesystemen im stationären Bereich. An den Kosten könne die Einführung nicht scheitern, da so genannte "Critical-Incident-Reporting-Systeme (CIRS)", die den Angestellten eine anonyme Meldung von "Beinahe-Fehlern" ermöglichen, bereits ab 5.000 Euro angeboten würden. Nach Expertenschätzungen nutzt derzeit nur jedes zehnte Krankenhaus ein derartiges CIRS, wobei es sich in erster Linie um Großkliniken handelt. Die Informationen, die ein solches System liefert, könnten jedoch entscheidend dazu beitragen, schwerwiegende Vorfälle zu vermeiden und somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit leisten.
Zu einem guten medizinischen Risikomanagement gehöre neben einem effektiven CIRS aber vor allem auch eine genaue Analyse der festgestellten "Beinahe-Fehler" und der eingetretenen Schadensfälle, ein gutes Beschwerdemanagementsystem sowie regelmäßige Risikoaudits. Weiter
Transparenz für öffentliche UnternehmenDie Bundesregierung hat Grundsätze guter Unternehmens- und Beteiligungsführung für den Bereich des Bundes beschlossen. Damit soll die Transparenz bei Unternehmen mit mehrheitlich öffentlicher Beteiligung des Bundes erhöht werden. Den Kern des Regelwerks bildet der so genannte "Public Corporate Governance Kodex" (PCGK), der die Gedanken der Corporate Governance auf die Besonderheiten öffentlicher Beteiligungsunternehmen ausrichtet. "Gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist bei Unternehmen mit Beteiligung der öffentlichen Hand ebenso wichtig wie bei Unternehmen der Privatwirtschaft. Transparenz ist für öffentliche Unternehmen ein Gebot des demokratischen Rechtsstaats. Die Führung und Überwachung von Unternehmen, an denen der Bund mehrheitlich beteiligt ist, wird künftig für jeden interessierten Bürger nachvollziehbarer. Gerade im Bereich der Managergehälter ist es wichtig, dass öffentliche Unternehmen an ihre Vorbildfunktion denken", so Bundesjustizministerin Zypries anlässlich der Vorstellnung des neuen Regelwerks. Weiter




RiskNET Kolumne August 2009: Die neue Blase ist bereits daJe stärker die Preise fallen, umso weniger scheinen sich die Menschen für Deflation zu interessieren. In den USA liegt der Verbraucherpreisindex inzwischen um 1,4 Prozent unter Vorjahr, in der Schweiz um ein Prozent und Europa um 0,1 Prozent. Trotzdem ist Deflation kein Thema. Die wichtige Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten Bernanke in dieser Woche vor dem Kongress beschäftigte sich fast ausschließlich mit den Gefahren der Preissteigerung. Von Deflation war nicht oder fast nicht die Rede. Wie kommt es, dass sich inzwischen selbst in den USA niemand mehr um Deflation kümmert? Wie steht es mit den Inflationsgefahren wirklich? Und wie kann man darauf reagieren? Weiter 

Stärkung des Risikomanagements in der Assetmanagement-BrancheLaut einer Studie der Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG) hat die Finanzkrise in der Asset-Management-Branche deutliche Spuren hinterlassen: Demnach fiel der Wert der weltweit verwalteten Vermögenswerte im Jahr 2008 um 18 Prozent auf 48,6 Billionen US-Dollar. Auch wenn sich durch eine derzeit positive Kapitalmarktentwicklung die Lage wieder etwas entspannt hat, stehen Asset-Manager weiterhin vor großen Herausforderungen. Geldmarktfonds, Spareinlagen und börsengehandelte Indexfonds (Exchange-Traded Funds, ETFs) zählen bisher zu den Gewinnern der Krise, da Anleger ihre Vermögenswerte in vermeintlich sicherere Anlageklassen oder Investmentprodukte mit deutlich geringeren Margen umgeschichtet haben. Weiter
Whistle-Blowing als wichtigste Quelle beim Kampf gegen WirtschaftskriminalitätLaut der Studie "Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche" der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting verzeichnen 63 Prozent der Finanzunternehmen in Europa Schäden durch Compliance-Verstöße. Der Betrug durch eigene Mitarbeiter zählt dabei zu den größten Risiken: So sind zwei Drittel der Institute bereits Opfer krimineller Handlungen aus den eigenen Reihen geworden.
Um diesen Verstößen auf die Spur zu kommen, erweisen sich interne Hinweise als besonders erfolg versprechend. Allerdings sind entsprechende Hinweisgebersysteme (Whistle-Blowing) sind nicht einmal in der Hälfte der deutschen Finanzinstitute verankert. Das ist das Ergebnis der erstellt wurde. Sicherheitsexperten bewerten Whistle-Blowing-Systeme dabei als Kernelement einer erfolgreichen Betrugsprävention. Als Schwachstelle dieser Systeme gilt jedoch das Risiko für die Hinweisgeber. Schließlich werden sich Mitarbeiter scheuen, potenzielle Verstöße zu melden, wenn damit eigene Risiken verbunden sind. Weiter



RiskNET Planspiel & Seminar 2009: Risikomanagement in Industrie und HandelDas Intensiv-Seminar vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modellen werden neue, speziell für die Anforderungen von Industrie- und Handelsunternehmen entwickelten Cashflow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.
Das Planspiel Risikomanagement bereitet die Teilnehmer auf den Umgang mit komplexen Entscheidungen im Risikomanagement vor. Planspiele ermöglichen dabei den Teilnehmern das Ausprobieren von unterschiedlichen Strategien der Risikosteuerung - basierend auf der bewährten Methode des "Action Learning". Die Teilnehmer stehen dabei im Wettbewerb mit anderen (Planspiel-)Unternehmen auf einem simulierten Markt. Durch ihre Risikomanagement-Entscheidungen wird der Erfolg ihres Unternehmens wesentlich beeinflusst.
Im Workshop "Prognose- und Frühwarnsysteme" entwickeln wir gemeinsam mit den Teilnehmern stochastische Prognose- und Frühwarnsysteme aus den Bereichen Marktrisiken und operationelle Risiken. Weiter
Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibraryDie adäquate und systematische Kommunikation über Risiken und die vorhandenen Fähigkeiten im Risikomanagement sind für Unternehmen entscheidend. Dies betonen verschiedene Analysen der jüngeren Vergangenheit.
Obwohl Information und Kommunikation im Risikomanagement auch in bekannten Standards und Regelwerken thematisiert wird, implementieren Organisationen selten systematische Kommunikationskonzepte für das Risikomanagement. Vorhanden sind höchstens klare Regeln für die Risikoberichterstattung an die Aufsichtsgremien oder Investoren. In diesem Beitrag werden mögliche Problemfelder beim Austausch relevanter Risikoinformationen innerhalb einer Organisation aufgezeigt und mögliche Ansatzpunkte zur Optimierung der Kommunikation zur Diskussion gestellt.
Download des Artikels "Kommunikation im Risikomanagement: Der vernachlässigte Erfolgsfaktor" in der RiskNET eLibrary (Rubrik Sonstige): Weiter 


Aktuelle BuchempfehlungenGrundlagen der Kapitalmarkttheorie und des Portfoliomanagements
Von: Katja Specht/Wolfgang Gohout, Oldenbourg Verlag, 146 Seiten, München 2009
Die in den 1950er Jahren durch den US-Amerikaner Harry Max Markowitz begründete Portfolio Selection - auch bekannt als die "Portfoliotheorie" - beeinflusst ganz wesentlich Portfoliomanagement. Im Jahr 1990 wurde er für seine Theorie der Portfolio-Auswahl mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften zusammen mit Merton H. Miller und William Sharpe ausgezeichnet.
Seit Markowitz die Portfoliotheorie "erfunden" hat, beschäftigt Anleger und Finanzforscher die Frage, wie sie ein sinnvolles bzw. optimales Verhältnis von Renditechance zu Risiko erreichen können. Quintessenz für die optimale Zusammensetzung eines (Aktien-)Portfolios ist nach der Markowitz’schen Theorie, dass die Renditeentwicklung der einzelnen Vermögenswerte in guten und schlechten Börsenzeiten möglichst wenig korreliert (= effizientes Portfolio). Weiter

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