Empfänger: ###USER_email### Donnerstag, 17. Mai 2012
 RiskNET Newsletter vom 17. April 2009

Der Newsletter wird fehlerhaft angezeigt? Unter http://www.risknet.de/index.php?id=559 können Sie direkt auf den aktuellen Newsletter zugreifen.


RiskNET Kolumne: Rückkehr zu einem vertrauensbasierten Risikomanagement

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise ist in ihrer finanziellen sowie psychologischen Gravität ein Lackmustest für die wichtigsten Parameter unserer Wirtschaftsordnung: Vertrauen, Integrität und Loyalität. Eine prosperierende Volkswirtschaft baut auf gegenseitigem Vertrauen der Marktteilnehmer, einem ethisch verantwortlichen und somit integerem Handeln sowie der wechselseitigen Loyalität von Arbeitgebern und -nehmern auf.

Auf diesen Pfeilern ruht eine soziale Marktwirtschaft, über diese Attribute täglichen Handelns entsteht bei allen Marktteilnehmern ein Gefühl der Fairness vor dem Hintergrund gemeinsamer Verantwortung. Schwindet aber das Gefühl der Fairness aufgrund fehlender Integrität, so bröckeln konsequent Vertrauen und Loyalität - eine Entwicklung, wie wir sie angesichts täglich neuer Hiobsbotschaften in der gegebenen Finanzkrise derzeit erleben müssen. Schwer vorstellbare und noch weniger nachvollziehbare Botschaften unterminieren das Vertrauen in die Integrität und Loyalität unseres Wirtschaftssystems. Weiter






REACH: No Data - no market - no profit?!

Am 1. Juni 2007 trat die neue EU Chemikalienverordnung REACH in Kraft. REACH fokussiert sich auf die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals). Als EU-(Chemikalien)Verordnung besitzt REACH gleichermaßen und unmittelbar in allen Mitgliedstaaten Gültigkeit und stellt alle verarbeitenden Industrien (beispielsweise Chemie, Pharma, Automobilhersteller und -Zulieferer) sowie Importeure von Chemikalien und Händler vor große Herausforderungen. Motivation für REACH ist der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt sowie die Vermeidung von unnötigen Tierversuchen.

Die von REACH betroffenen Unternehmen hatten die Möglichkeit Substanzen vor zu registrieren und so Zeit für die Registrierung zu gewinnen, die umfangreiche Studien voraussetzt und - ohne Vor-Registrierung - spätestens am 30. November 2008 erfolgt sein musste. Weiter

 

Der große Raubzug

An den Stammtischen und in den abendlichen Schlaumeier-Talkshows wissen es alle: Die gierigen Bankvorstände sind Schuld an der schlimmsten Finanzmarktkrise seit Jahrzehnten. Interessant ist an diesen Vorwürfen, dass nicht wenige der Politiker, die diese Vorwürfe erheben, in ihrer Vergangenheit ein wesentlicher Teil des Systems waren. Sie waren als Vorstand oder Kontrolleur in den Finanzinstituten tätig, die sie nun mit milliardenschweren Rettungspaketen vor dem Untergang zu retten versuchen. So war etwa der bis Januar 2009 amtierende US-Finanzminister Henry Paulson im Zeitraum 1999 bis 2006 Vorstand und CEO der US-Investmentbank Goldman Sachs. Von 2006 bis 2009 war er Krisenmanager im Staatsdienst und sieht die Welt auf einmal aus einer sehr eingeengten Perspektive: "Da wird viel Schuld zu verteilen sein. Schuld haben die großen Finanzinstitutionen, die diese unverantwortliche Kreditvergabe begonnen haben. Dazu kommen ihre hochkomplizierten Finanzprodukte, die niemand hinreichend verstand. Auch die Bankiers selbst nicht." Weiter

 

Warum die nächste Bubble in Staatsanleihen auftreten wird

Die extrem expansive globale Geldpolitik die Anfang des Jahrzehnts einsetzte und durch 9/11 und das Platzen der Tech-Bubble angeheizt wurde, hat nur sehr moderate Inflationstendenzen auf den Gütermärkten hervorgerufen. "Asset-Price-Inflation" war das entscheidende Thema der letzten Jahre, wie spätestens seit dem Platzen der Kreditblase offensichtlich wurde. Diese Tatsache ist von größter Bedeutung für die weitere Entwicklung an der Inflationsfront und spricht gegen die aktuell diskutierten Horrorszenarien. Zumindest was Güterpreisinflation anbelangt!

Inflationsszenarien aufgrund der expansiven monetären Maßnahmen nahezu aller Zentralbanken weltweit stehen im Mittelpunkt der makroökonomischen Sorgen. Hyperinflation ist wieder en vogue im Wortschatz vieler Ökonomen und offensichtlich sprechen langfristig einige Gründe für nachhaltige Preissteigerungen. Allerdings denken wir, dass das Inflationspotenzial überschätzt wird. Weiter

 

Transparenz und Ehrlichkeit als Chance aus der Krise

"Zurück zu den Wurzeln einer ethischen Wertehaltung" - dieses Motto ist die Chance für die Banken, das verlorene Vertrauen ihrer Kunden zurück zu gewinnen. Hierzu muss der zentrale Bindungswert "Vertrauenswürdigkeit" wieder in das Zentrum der Bankenkultur gestellt werden, so wie es die ehrbaren Finanzkaufleute seit Generationen leben.

Die Finanzmarktkrise hat das Vertrauen der Bürger in die Banken so massiv untergraben, dass man hier geradezu von einer Vertrauenskrise in das Finanzsystem als solches sprechen kann. Regierung und Zentralbanken haben sich aus diesem Grund aktiv bemüht, das verlorene Vertrauen in das Finanzsystem zurückzugewinnen. Jetzt sind die Banken gefragt, sich wieder neu um das Vertrauen ihrer Kunden zu bemühen - ein schwieriges Unterfangen, zumal diese heute die ethischen Verhaltensmaßstäbe der Finanzdienstleister generell in Frage stellen. Die Banken stehen hierbei sogar vor einer doppelten Herausforderung: nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter wieder von ihrer Vertrauenswürdigkeit zu überzeugen. Weiter

 





Planspiel & Seminar: Risikomanagement in Industrie und Handel

Das Intensiv-Seminar "Industrielles Chancen-/Risikomanagement, Schritt für Schritt professionell umsetzen" ist nicht nur wegen des außergewöhnlich schönen Ortes auf der Speckalm im Sudelfeld einmalig: Vom 14. bis 15. Mai 2009 wird auf 1408 Meter Meereshöhe in einer der schönsten Landschaften im Voralpengebiet Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung vermittelt.

Die aussichtsreiche Umgebung zwischen saftigen Almwiesen und grasenden glücklichen Kühen vermittelt den für das Risikomanagement nötigen "Weitblick". Das Planspiel Risikomanagement bereitet die Teilnehmer auf den Umgang mit komplexen Entscheidungen im Risikomanagement vor. Planspiele ermöglichen dabei den Teilnehmern das Ausprobieren von unterschiedlichen Strategien der Risikosteuerung - basierend auf der bewährten Methode des "Action Learning". Die Teilnehmer stehen dabei im Wettbewerb mit anderen (Planspiel-)Unternehmen auf einem simulierten Markt. Durch ihre Risikomanagement-Entscheidungen wird der Erfolg ihres Unternehmens wesentlich beeinflusst. Danach sind sie dem "Gipfelsieg" ganz nah!

Die Alm ist mit dem PKW erreichbar und bietet moderne Zimmer mit Dusche/WC. Weiter

 

33 Terawattstunden jährlicher Energieverbrauch für Spam

Weltweit leiden alle E-Mail-Benutzer unter der Flut von Spam-E‑Mails. Dies gilt für Privatanwender ebenso wie für Unternehmen. Die mit Spam verbundenen Kosten und Risiken sind gut dokumentiert und führten bereits zu Maßnahmen von staatlicher und privatwirtschaftlicher Seite, die die Verbreitung von Spam einschränken sollen. Zu diesen Maßnahmen gehörten das US-amerikanische CAN-SPAM-Gesetz von 2003 sowie verschiedene Initiativen, die vom branchenweiten Implementieren von Absender-Authentifizierungsmechanismen bis hin zu Pay-to-Send-Modellen (kostenpflichtiges Absenden von E-Mails) reichen.

Neue Forschungsergebnisse verdeutlichen nun, dass Spam-E-Mails nicht nur ärgerlich, sondern auch umweltschädlich sind und ihren Anteil zu Treibhausgas-Emissionen beitragen. Weiter

 





Aktuelle Buchempfehlungen

Krisen und Krisenmanagement in Familienunternehmen

Von: Tom A. Rüsen, Gabler Verlag, 292 Seiten, Wiesbaden 2009.

Kleine und mittelständische Unternehmen prägen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Nicht selten waren und sind es Pioniere und Tüftler, die ihre Ideen durch die Gründung von Unternehmen umgesetzt haben. Viele dieser Unternehmen sind familiengeführt und bereits vor dem Zweiten Weltkrieg oder unmittelbar danach gegründet worden. Häufig hafteten die Unternehmer noch mit ihrem Vermögen persönlich. Die Führungsstrukturen waren eher autokratisch und patriarchalisch, jedoch verbunden mit der Sozialverantwortung gegenüber den Beschäftigten selbst und dem Umfeld außerhalb des Unternehmens. Insbesondere die Denkweise in Form der katholischen Soziallehre nach Nell-Breuning bestimmt in Personalität, Subsidarität und Solidarität, gepaart mit dem marktwirtschaftlichen Denken eines Ludwig Erhards, das Freiheit ohne das Gefühl der Bindung und Verantwortung zur Entartung und zum Chaos führt, beeinflussten das unternehmerische Handeln. Ganz im Sinne des Familiengründers erfolgte die Unternehmensübergabe an die Nachfolgegeneration, um den Fortbestand des Unternehmens weiterhin im Familienbesitz zu gewährleisten. Weiter

 


RiskNET Aktuell Impressum

Direkter Zugriff auf den Newsletter:

Alternativ können Sie unter www.risknet.de/index.php?id=559 direkt auf den aktuellen Newsletter zugreifen.

Erscheinungsweise:

RiskNET Aktuell ist ein exklusiver Newsletter-Service von RiskNET. Er erscheint mindestens alle 14 Tage in elektronischer Form und wird an etwa 6.800 Abonnenten verschickt. Bei inhaltlichen Fragen oder Interesse an Werbung (Banner-Werbung etc.) schreiben Sie bitte an office@risknet.de

Mediadaten:

Die Mediadaten 2009 finden Sie hier: www.risknet.de/Mediadaten.480.0.html

Herausgeber:

RiskNET - The Risk Management Network / RiskNET GmbH / Ernst-Sachs-Straße 13 / D-83080 Oberaudorf / Internet: www.risknet.de / Telefon: +49-8033-304638 / E-Mail: office@risknet.de / Impressum: http://www.risknet.de/Impressum.22.0.html

Rechtliche Hinweise:

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dgl. in diesem Newsletter berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne weiteres von jedermann benutzt werden dürfen. Vielmehr handelt es sich häufig um gesetzliche geschützte eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen. Der Inhalt dieses Newsletters wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Fehler keine Haftung.

 

KontaktImpressum
Newsletter abmelden
© 1999-2012 RiskNET - The Risk Management Network
Alle Rechte vorbehalten.