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Strategische Managementfehler als InsolvenzursacheLaut einer einer aktuellen Umfrage der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG und dem Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim (ZIS) rechnen die Insolvenzverwalter aufgrund der derzeitigen Wirtschaftskrise spätestens 2010 mit einem neuen Insolvenzrekord in Deutschland.
Die Insolvenzverwalter schätzen, dass 34 Prozent der Insolvenzanträge durch die weltweite Rezession ausgelöst wurden. Als Hauptgrund für die zu erwartende massive Zunahme der Unternehmenspleiten nennen 94 Prozent der Befragten die Auftragseinbrüche. Als zweitwichtigster Faktor (73 Prozent der Nennungen) werden die Stornierung oder Verschiebung von Aufträgen angeführt, an dritter Stelle stehen mit 68 Prozent Folgeinsolvenzen. Es folgen die Krisenanfälligkeit von Private-Equity-finanzierten Unternehmen (64 Prozent) und die restriktive Kreditvergabe der Banken mit 62 Prozent. Weiter



Keine Verknüpfung zwischen Risikomanagement und VergütungsregelungenDas Risikomanagement der Finanzbranche muss sich - basierend auf einer aktuellen Studie - auf weitere Herausforderungen einrichten. Dazu gehören beispielsweise Reputationsrisiken für Unternehmen, die Schaffung eines unternehmensübergreifenden Risikobewusstseins, die Implementierung eines leistungsfähigen Enterprise Risk Managements (ERM) sowie eine adäquate technische Ausstattung. Weitere kritische Punkte sind, insbesondere mit Hinblick auf Basel II, eine transparente Risikostrategie sowie Compliance gemäß regulatorischen Anforderungen. Für die aktuell von Deloitte veröffentlichte Studie "Global Risk Management Survey" wurden 111 internationale Finanzunternehmen mit Bilanzaktiva von insgesamt über 19 Billionen US-Dollar befragt. Weiter
RiskNET Kolumne Juli 2009: Risikoorientierte Preispolitik im VertriebIn der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise äußern immer mehr Unternehmen die Sorge, dass die gerade nun erforderliche Kreditrisikoversicherung nicht mehr im gewünschten Umfang zur Verfügung steht. Welche Alternativen gibt es zur Kreditrisikoversicherung? In der RiskNET Kolumne Juli 2009 wird die Idee eines wertorientierten Forderungsmanagements vorgestellt, das Kreditrisikomanagement und die Preispolitik des Vertriebs miteinander verbindet. Die Grundidee ist einfach: Unternehmen, die selbst über eine ausreichende Risikotragfähigkeit verfügen, können durchaus höhere Kreditrisiken übernehmen - wenn diese vom Geschäftspartner durch höhere Erträge bzw. Margen bezahlt werden.
Das Kreditrisikomanagement spielt speziell im Rahmen einer modernen wertorientierten Unternehmensführung eine wesentliche Rolle. Bei dieser ist der (berechnete) Wert der Erfolgsmaßstab, der Ertrag und Risiko in einer Kennzahl verbindet, und dazu dient, Investitionsmöglichkeiten - aber auch potentielle Kunden - zu beurteilen. Das Kreditrisikomanagement hat Einfluss auf mehrere Werttreiber. Weiter 

Prozyklizität als Ursache der FinanzkriseDie Deutsche Postbank AG hat drei Studententeams aus Darmstadt, Karlsruhe und Friedrichshafen mit dem Postbank Finance Award 2009 ausgezeichnet. Mit dem Preis will die Bank Studenten aller Fachrichtungen ermutigen, sich mit aktuellen Fragen der Finanzwirtschaft zu beschäftigen. Das Preisgeld fließt zu 80 Prozent in die Ausstattung der prämierten Hochschulen. Der mit 70.000 Euro höchstdotierte deutsche Hochschulpreis wurde bereits zum sechsten Mal vergeben.
Insgesamt 38 studentische Teams von 26 Universitäten und Fachhochschulen aus Deutschland und Österreich haben sich in den vergangenen acht Monaten der von der Postbank vorgegebenen Aufgabe gestellt, "Lehren aus der Finanzkrise" zu formulieren. "Die Teams haben zum Teil echte Pionierarbeit geleistet", sagte Stefan Jütte, Vorstand Kredit der Deutschen Postbank AG und Schirmherr des Wettbewerbs bei der Preisverleihung. Weiter



Forderung nach einer globalen RisikolandkarteBei der Anpassung des regulatorischen Rahmens im Aufsichts- und Bilanzrecht von Banken kommt es nach Ansicht von Franz-Christoph Zeitler, Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, vor allem darauf an, nicht durch eine Fülle interventionistischer Detailregelungen die Komplexität zu erhöhen und den Grundstein für neue Felder von Regulierungsarbitrage zu legen. Im Mittelpunkt aller Bemühungen sollte vielmehr stehen, nachhaltig wirksame Anreizstrukturen zu schaffen, so Zeitler in seiner Begrüßungsrede auf dem Symposium der Deutschen Bundesbank "Bankenaufsicht im Dialog" in Frankfurt am Main am 30. Juni 2009.
Hierzu gehört nach Ansicht der Bundesbank - basierend auf dem Prinzip "same risks, same rules" - die Einbeziehung marktrelevanter Schattenbanken (hedge funds, nearbanks, private equity funds) in ein aufsichtsrechtliches Regelwerk und letztlich in eine internationale "Risikolandkarte". Zeitler wies weiter darauf hin, dass auch die Vergütungsregeln angepasst werden müssen. Hierzu gehören insbesondere die Anpassung der variablen Vergütungen an die mit höheren Erträgen verbundenen Risiken, ihre Kapitalkosten sowie die Abstimmung des Zeithorizonts von Vergütungen. Wegen der Volatilität des Zeitwertausweises und somit auch der fair-value-Gewinne bietet sich auch eine Orientierung der Vergütung an den tatsächlich realisierten und damit nachhaltigen Gewinnen an. Weiter
Zweiter Entwurf zur MaRisk-Novelle 2009 liegt vorDer zweite Entwurf zur MaRisk-Novelle 2009 für Kreditinstitute liegt vor. Eine wesentliche Änderung ist im allgemeinen Teil AT 8 (Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten) zu finden: "Jedes Institut muss die von ihm betriebenen Geschäftsaktivitäten verstehen." Dieser Satz dürfte manchem Banker in Frankfurt den Spaß an seiner Arbeit verderben, war doch von solch hohen Ansprüchen an die Berufsausübung bisher nie die Rede.
Immerhin ist "Verstehen" nicht mit "Risiken messen" gleichzusetzen, denn in AT 4 (Allgemeine Anforderungen an das Risikomanagement) steht in 4.1: "Verfügt ein Institut über keine geeigneten Verfahren zur Quantifizierung einzelner Risiken, die in das Risikotragfähigkeitskonzept einbezogen werden sollen, so ist für diese auf der Basis einer Plausibilisierung ein Risikobetrag festzulegen. Die Plausibilisierung kann auf der Basis einer qualifizierten Expertenschätzung durchgeführt werden." Das erleichtert wieder etwas die Arbeit mit Risiken die man weder messen noch steuern kann. Weiter



RiskNET Planspiel & Seminar 2009: Risikomanagement in Industrie und HandelDas Intensiv-Seminar vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modellen werden neue, speziell für die Anforderungen von Industrie- und Handelsunternehmen entwickelten Cashflow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.
Das Planspiel Risikomanagement bereitet die Teilnehmer auf den Umgang mit komplexen Entscheidungen im Risikomanagement vor. Planspiele ermöglichen dabei den Teilnehmern das Ausprobieren von unterschiedlichen Strategien der Risikosteuerung - basierend auf der bewährten Methode des "Action Learning". Die Teilnehmer stehen dabei im Wettbewerb mit anderen (Planspiel-)Unternehmen auf einem simulierten Markt. Durch ihre Risikomanagement-Entscheidungen wird der Erfolg ihres Unternehmens wesentlich beeinflusst.
Im Workshop "Prognose- und Frühwarnsysteme" entwickeln wir gemeinsam mit den Teilnehmern stochastische Prognose- und Frühwarnsysteme aus den Bereichen Marktrisiken und operationelle Risiken. Weiter
Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibraryRationale ökonomische Entscheidungen sind abhängig von erwarteten Erträgen (Renditen) und Risiken. Für diese Entscheidungen maßgeblich ist dabei grundsätzlich der aggregierte Gesamtumfang an Risiken, der sich aus den Einzelrisiken und ihren Wechselwirkungen (stochastischen Abhängigkeiten) ergibt. Die Berechnung des Gesamtumfangs der Unternehmensrisiken und des daraus resultierenden Bedarfs an Risikodeckungspotenzial (speziell Eigenkapital) erfordert den Einsatz von Simulationsverfahren (Monte Carlo Simulation), da analytische Lösungen nur für in der Praxis meist wenig realistische Spezialfälle (Normalverteilung) existieren bzw. berechenbar sind.
Download des Artikels "Neue Ansätze im Risikomanagement der OMV" in der RiskNET eLibrary (Sie finden den Artikel in der Rubrik Methoden): Weiter 

Aktuelle BuchempfehlungenStrategic Foresight
Von: Adrian W. Müller/Günter Müller-Stewens, Schäffer-Pöschel, 255 S., Stuttgart 2009.
Beim Lesen des Begriffs "Strategic Foresight" denkt der Leser wahrscheinlich an Zukunftsforschung und Wahrsagerei. Ein Blick auf der Webseite der Technischen Universität Berlin schafft etwas mehr Transparenz: Ziel des Projektes "Strategic Foresight" ist die Entwicklung eines Best Practice Framework für die Strategische Frühaufklärung in Unternehmen. Dieses dient zum Austausch und zur Verbesserung der Fähigkeiten von Unternehmen, um auf zukünftige Entwicklungen adäquat reagieren zu können. Das Projekt baut hierbei auf explorativen Fallstudien in den Unternehmen Siemens, Osram, Deutsche Telekom, Philips, Telekom Austria, British Telekom und Continental auf. Weiter

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