RiskNET im neuen DesignRiskNET feiert im Jahr 2008 sein 10-jähriges Jubiläum. Da war es an der Zeit, den Geburtstag mit einem Redesign des Portals RiskNET zu feiern: Seit vergangener Woche erscheint RiskNET in einem neuen Design. Das bisherige zweispaltige Layout wurde beibehalten. Allerdings dürfte das aufgeräumte Layout den Lesern die Orientierung auf der Seite erleichtern. Auf der Startseite stehen die News-Meldungen im Mittelpunkt, die durch weiterführende News und Grafiken ergänzt werden. Alle News wurden durch eine interaktive Komponente erweitert. So können ab sofort alle News kommentiert und diskutiert werden.
Alle bisher veröffentlichten Texte finden Sie im RiskNET Archiv - einfach zu erreichen über die Navigationsleiste oben. Um den Netzwerkgedanken von RiskNET weiterzuentwickeln, starten wir Anfang 2009 mit RiskNETwork ein "social network", um die unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsstände rund um das Thema Risikomanagement und Compliance zu bündeln. Schreiben Sie uns Ihre Meinung! Weiter
Finanzmarktstabilisierungsgesetz: Gesetz ohne BrandschutzmaßnahmenDas in größter Eile formulierte Gesetz zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes (Finanzmarktstabilisierungsgesetz, FMStG) ist Teil der Löscharbeiten, die die Bundesregierung im Großfeuer der Finanzmärkte leistet. "Es geht dabei nicht um den Schutz der Banken und sonstigen Finanzinstitutionen, sondern um den Schutz der Bürger", heißt es zum Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Realwirtschaft. "Darüber hinaus gilt die Zusage, dass keine Sparerin und kein Sparer in Deutschland durch die Finanzkrise einen Euro seiner Einlagen verlieren wird. Hierzu wird die Bundesregierung bei Bedarf die volle Leistungsfähigkeit der bestehenden Sicherungssysteme sicherstellen." Weiter
Verkehrsregeln ohne TÜV und FührerscheinBundesfinanzminister Peer Steinbrück legt beim G7-Treffen in Washington acht "Verkehrsregeln" für die Finanzmärkte vor. Mit seinen Vorschlägen sorgt der Minister - um in seiner Terminologie zu bleiben - zwar für den Verbot von Überholspuren oder die Einrichtung von Tempolimits, geht aber am Kern des Problems vorbei, für TÜV-geprüfte Fahrzeuge zu sorgen, die nur bei Nachweis eines Führerscheins gelenkt werden dürfen.
Ein Grund für die Schärfe der Finanzkrise sei, dass die beachtliche Innovationskraft der Finanzindustrie auch dafür genutzt wurde, Risiken aus den Bilanzen der Finanzinstitute auszulagern und damit die aufsichtlichen Kapitalanforderungen zu umgehen. Banken sollen künftig nur Risiken eingehen können, die sie mit ausreichend Eigenkapital unterlegt und in der Bilanz aufgeführt haben. Nur eine solche Transparenz schütze vor vergleichbaren Krisen wie der gegenwärtigen und einem drohenden Vertrauensverlust, der die Grundlagen der Finanzindustrie selbst in Frage stellt. Weiter 

Menschliche Schwächen mittels "Social Engineering" ausnutzenCyberkriminelle verwenden immer öfter persönliche Informationen, die sie auf Social-Networking-Sites oder durch Ausnutzung von Sicherheitslecks gewinnen. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des McAfee Security Journal. Die Experten haben in der aktuellen Ausgabe dargestellt, wie Internetverbrecher menschliche Schwächen mittels "Social Engineering" zu ihrem Vorteil nutzen. Die neuen Cyberattacken haben gemeinsam, dass sie auf Gefühle wie Angst, Habgier oder Geiz setzen und durch Verwendung persönlicher Daten äußerst glaubwürdig auf die Adressaten wirken. Sie nutzen zum Teil auch den Bezug zu aktuellen Ereignissen, wie etwa die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten. Weiter
Massenpanik auf den Finanzplätzen der WeltMassive Panikverkäufe und die Angst vor einer weltweiten Rezession hatten bereits in den vergangenen Tagen die asiatischen Börsen erneut einbrechen lassen. Der japanische Nikkei fiel gestern so stark wie seit über 20 Jahren nicht mehr und schloss mit einem Minus von 9,6 Prozent bei 8276 Punkten. Zeitweilig stürzte der Nikkei-Index um über elf Prozent ab. Experten wiesen darauf hin, das die Ereignisse jenseits dessen sind, was Marktteilnehmer in früheren Crashs gesehen hätten.
Tiefrote Zahlen auch auf dem deutschen Börsenparkett: Der Dax fiel in den ersten Handelsminuten um mehr als zehn Prozent auf 4364 Zähler. Damit hat der deutsche Leitindex auf Wochensicht rund ein Viertel an Wert eingebüßt und den tiefsten Stand seit Ende Mai 2005 erreicht. Die Verlierer kommen nicht nur aus dem Bereich der Finanzdienstleister, sondern aus allen Sektoren. Auch der Dow Jones Euro Stoxx 50, ein Aktienindex mit den 50 großen börsennotierten Unternehmen der Eurozone, knickte zum Wochenausgang um 8,7 Prozent ein, Frankreichs CAC 40 und der Londoner FTSE 100 büßten etwa 8 Prozent ein. Sehr heftig trag es die Aktie der britischen Bank Barclays, die 20 Prozent ihrer Marktkapitalisierung einbüßte. Die Royal Bank of Scotland verlor 15 Prozent. Weiter
Kommentar: Finanzkrise: Angst - Sündenböcke - Panik?Im Verlauf der Finanzkrise sind wir kurz vor dem Stadium der Panik angelangt. Medial hat inzwischen die Finanzkrise auch den Weg bis zur Bild-Zeitung geschafft. Die internationale Bankenkrise bewegt inzwischen also breite Schichten der Bevölkerung, die zunehmend verunsichert ist. Ein untrügliches Indiz dafür: Bislang fand die Finanzkrise in der Bild-Zeitung auf den Seiten zwei oder drei statt. Am Samstag titelte die Zeitung jedoch erstmals auf Seite 1 plakativ in riesigen Lettern: "Ist meine Sparkasse wirklich noch sicher?" Im Interview mit dem Sparkassen-Präsident Heinrich Hassis sagt dieser natürlich, das Geld der Sparer sei absolut sicher und Bankpleiten werde es in Deutschland nicht geben. Dazu BILD: "Das glaubt Ihnen doch niemand mehr!" Weiter
Prävention in der Industrieversicherung wichtiger als VersicherungsleistungLaut einer Studie der Unternehmensberatung Accenture und dem I-Lab, einer gemeinsamen Forschungsinitiative der ETH Zürich und der Universität St. Gallen, werden traditionelle Versicherungsprodukte für die Absicherung des industriellen Sachkapitals zunehmend an Bedeutung verlieren. Demgegenüber zeigten sich 62 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass sich künftig immer mehr Konzepte durchsetzen, welche die Prävention und das Risikomanagement in den Mittelpunkt stellen.
Die Entwicklung hin zu mehr Risikomanagement wird laut der Studie insbesondere durch neue Technologien gefördert, die in der Lage sind, Risikopotenziale frühzeitig und mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand zu identifizieren. Zu den weiteren Treibern, die der ganzheitlichen Betrachtung von Risiken eine zukünftig höhere Bedeutung zumessen als der rein finanziellen Absicherung von Schadensfällen, gehören daneben die Senkung der Schadenskosten, die Verbesserung der Sicherheit der Kunden sowie positive Imagewirkungen. Weiter
RiskNET-Kolumne: Finanzmarktkrise - und kein Licht am Ende des Tunnels?Mehr Mehr als ein Jahr nach ihrem Ausbruch erreicht die Finanzmarktkrise einen neuen Höhepunkt. Vor allem das US-amerikanische Finanzwesen durchläuft gegenwärtig einen gravierenden Wandel. Aber auch die übrige - vor allem europäische - Finanzwelt und Teile der Realwirtschaft sind von der Krise erheblich betroffen. Ein Blick auf den Ursprung und die Entwicklung der Krise sowie deren aktuellen Stand lässt Schlüsse auf die nächste Zukunft und Ansätze zur Krisenüberwindung zu.
Die Ursprünge der weltweiten Finanzkrise liegen in einem relativ schmalen Geschäftssegment US-amerikanischer Hypothekenfinanzierer, den Krediten an sogen. 'Subprimes'. Das sind 'zweitklassige' Kreditnehmer mit gestörtem Zahlungsverhalten/Mahnverfahren in der Vergangenheit, konjunkturabhängige Kleinstgewerbetreibende (Hilfsdienste), Gelegenheitsarbeiter/Geringverdiener, zerrüttete Verhältnisse (familiär, hohe Schulden etc.), und häufig zweite oder dritte Hypothek. Naturgemäß bringen diese risikoreicheren Ausleihungen höhere Spreads als Kredite an 'Prime lenders'. Weiter
Aktuelle BuchempfehlungenCrash: Finanzkrisen gestern und heute
Von: G. Braunberger/B. Fehr (Hrsg.), FAZ Buch, 224 Seiten, Frankfurt/M. 2008.In den dreißiger Jahren des 17. Jahrhunderts geriet halb Holland außer Rand und Band. Ein Land, dessen Bevölkerung zahlreiche innovative und vernünftige Geschäftsleute zählte, war dem Tulpenwahn verfallen. Adlige und Fischer, Bauern und Händler hatten begonnen, wie verrückt mit Tulpenzwiebeln zu spekulieren. Die Entwicklung ging soweit, dass auch Optionsscheine auf Tulpenzwiebelanteile gekauft werden konnten. Die Preise explodierten und stiegen von 1634 bis 1637 auf das über Fünfzigfache an. In Amsterdam wurde ein komplettes Haus für drei Tulpenzwiebeln verkauft. Viele Zwiebeln kosteten mehrere tausend Gulden, der höchste Preis für die wertvollste Tulpensorte, Semper Augustus, lag Anfang 1637 bei 10.000 Gulden für eine einzige Zwiebel. Ein Zimmermann verdiente damals rund 250 Gulden im Jahr. Weiter

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