RiskNET Special: Risikomanagement der Kabel Deutschland GruppeDie Ursprünge der Kabel Deutschland GmbH reichen bis in die Anfänge der 1980er zurück, als die Deutsche Bundespost anfing das Kabelnetz aufzubauen und in 1985 der Startschuss für das bundesweite Kabelfernsehen fiel. Durch die Einführung des Telekommunikationsgesetzes im Jahre 1996 begann die Liberalisierung des Telekommunikationssektors und die Deutsche Telekom musste im Jahre 2003 ihre Kabelnetze verkaufen. Sechs Regionalgesellschaften wurden durch die Investorengruppe APAX Partners, Providence Equity Partners und Goldman Sachs Capital Partners gekauft und in der Kabel Deutschland GmbH gebündelt. In 2006 übernimmt die Investmentgesellschaft Providence Equity Partners die Gesellschaftsanteile der anderen Investoren und hält damit 88% der Anteile an der Kabel Deutschland GmbH. Providence Equity Parnters ist einer der größten Kabelinvestoren Europas und unterstützt die Kabel Deutschland Gruppe nachhaltig in der Strategie, das Unternehmen von einem Infrastrukturanbieter zu einem Anbieter von Triple Play Diensten zu entwickeln, die Fernsehen, Radio, schnelle Internetanschlüsse und Telefonie über das Fernsehkabel umfassen. Weiter
Neue Fassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat heute ihre neu gefassten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Die seit 2005 geltenden MaRisk wurden dabei insbesondere um modernisierte Outsourcing-Standards ergänzt. Ab 1. November 2007 gelten die neuen Regeln für alle Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute. Die in enger Kooperation mit der Praxis entwickelten Outsourcing-Standards tragen der zunehmenden Arbeitsteilung im Finanzsektor und den daraus resultierenden Risiken Rechnung. Daher legen die Neuregelungen ein besonders großes Gewicht auf das Management outsourcing-spezifischer Risiken. Die neuen Standards lassen den Instituten breite Spielräume für betriebswirtschaftlich sinnvolle Auslagerungslösungen. Sie knüpfen damit nahtlos an den prinzipienorientierten Charakter der MaRisk an. Weiter
IT-Sicherheit bleibt zentrale Aufgabe des Risikomanagements Laut Claus W. Betram (Deutsche Bank) bleibt der Schaden durch Angriffe auf Informationen bei Weitem nicht auf den direkten Wertverlust der entsprechenden Daten beschränkt. Wesentlich bedeutender sei bei derartigen Fällen in aller Regel der Reputationsverlust und die daraus resultierende Beeinträchtigung des Markenwertes. Als schützenswert stufte Bertram daher nicht nur Kunden oder Produkte, sondern v. a. auch die Marke eines Unternehmens ein. Neben technischen Schwachstellen stellten dabei vielfach auch die eigenen Mitarbeiter ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Diesen müsse daher ein entsprechendes Risikobewusstsein vermittelt werden, um eventuelle Sorglosigkeiten im Umgang mit sensiblen Informationen gar nicht erst entstehen zu lassen.
Wesentliche Risiken für die Informationssicherheit resultierten daneben insbesondere aus der Expansion des Geschäftsvolumens: Entwicklungen wie die verstärkte Digitalisierung von Daten, die zunehmende Globalisierung oder der Trend zum Outsourcing erhöhten zwar einerseits die Chancen für Kreditinstitute, andererseits führen sie jedoch auch zu steigenden Risiken – nicht zuletzt durch die steigenden Abhängigkeiten von der Verfügbarkeit aktueller Informationen und der IT-Infrastruktur. Weiter
Beste Karrierechancen für professionelle RisikomanagerDie internationale Personalberatung Boyden sieht einen wachsenden Bedarf an Risikomanagern im Finanzdienstleistungsbereich. Den Grund sieht Dr. Rolf E. Stokburger, Managing Partner von Boyden Global Exectuive Search, u.a. in einem nicht adäquaten Risikomanagement. ,,Viele Finanzinstitute arbeiten täglich daran, ihre Gewinne zu maximieren, nicht aber daran, die damit verbundenen Risiken zu evaluieren und zu minimieren auf Basis der Risikotragfähigkeit des eingesetzten Kapitals", sagt der erfahrene Personalberater. Die internationale Personalberatung Boyden Global Executive Search vermittelt und berät seit mehr als 60 Jahren Fach- und Führungskräfte für Finanzinstitute und Unternehmen aus der Industrie- und Dienstleistungsbranche. In Deutschland ist das Unternehmen mit Büros in Bad Homburg, Berlin, Düsseldorf und München präsent.
"Die Differenzierung zwischen Kredit-Risikomanagern und Markt-Risikomanagern ist die logische Konsequenz aus den bestehenden und sehr umfangreichen Anforderungen an einen Risikomanager. Bestenfalls hat er den Überblick über alle Geschäftsprozesse im Unternehmen, sozusagen den 360°-Blick", so Stokburger. "Risikomanager würden allerdings oft als Bedenkenträger im Unternehmen wahrgenommen. Das müsse sich ändern." Weiter
Bundeskabinett billigt Risiko-BegrenzungsgesetzDie Bundesregierung will eine Begrenzung der Risiken aus Finanzinvestitionen erreichen. Hierzu hat das Bundeskabinett in seiner Sitzung am Mittwoch in Berlin den Entwurf des vom Bundesfinanzministerium erarbeiteten so genannten Risikobegrenzungsgesetzes gebilligt. Nach dem Willen der Regierung soll es im Frühjahr 2008 in Kraft treten. Vorgesehen sind darin unter anderem eine verbesserte Transparenz bei Verkäufen von Kreditforderungen, für die das Gesetz allerdings noch keine konkreten Maßnahmen vorschlägt, mehr Informationspflichten über Inhaber wesentlicher Beteiligungen und eine intensive Beobachtung von Risiken durch Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Deutsche Bundesbank. Mitte August hatte das Kabinett hierzu bereits Eckpunkte verabschiedet. Das "Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken" (Risikobegrenzungsgesetz) soll das zum Jahresbeginn 2008 geplante Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) flankieren, dessen Entwurf das Kabinett bereits Mitte August gebilligt hat. "Vor diesem Hintergrund sind die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass gesamtwirtschaftlich unerwünschte Aktivitäten von Finanzinvestoren erschwert werden, ohne zugleich Finanz- oder Unternehmenstransaktionen, die effizienzfördernd wirken, zu beeinträchtigen", heißt es in dem Gesetzentwurf. Weiter
Aktuelle Studie zum Immobilien-RisikomanagementDie schwierige Lage der deutschen Büroimmobilienmärkte in den vergangenen drei Jahren und die damit einhergehenden grundlegenden Veränderungen des Geschäftsumfelds haben vielfach die Unzulänglichkeiten der Risikomanagementsysteme in der Immobilienbranche aufgezeigt. Besonders hart waren die Anbieter Offener Immobilienfonds betroffen, bei denen massive Mittelabflüsse bis Mitte 2006 die ohnehin schwierige Marktsituation verschärfte. Vom Gesetzgeber wurde dem durch die aktuell laufende Novellierung des Investmentgesetzes Rechnung getragen.
Viele Anbieter Offener Immobilienfonds haben diese Entwicklungen zum Anlass genommen, eine den veränderten Rahmenbedingungen angemessene Anpassung oder Neukonzeption ihrer Risikomanagementsysteme vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund hat das Beratungsunternehmen Dr. Peter & Company AG die Marktstudie „Immobilien-Risikomanagement – Trends & Best Practice“ erstellt, die auf einer Befragung von Anbietern Offener Immobilienfonds basiert und mit einem berücksichtigten Gesamtvolumen von 82 Mrd. Euro eine hohe Marktabdeckung erzielt. Weiter
Solvency II: Die Uhr ticktDie Subprime-Krise hat die Diskussion über die Qualität und Verlässlichkeit der Risikomanagement-Systeme in der Finanzindustrie erneut angefacht. Anlass für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Risikomanagement bietet in der Versicherungsbranche aber vor allem die europäische Rahmenrichtlinie Solvency II, die eine risikobasierte Ermittlung der Kapitalanforderung schon jetzt vorantreibt. Auch die Ratingagenturen richten ihr Augenmerk verstärkt auf die ganzheitliche Umsetzung der Risk Governance in den Unternehmen. Nach deren Analysen kann bislang nur circa jedes vierte Versicherungsunternehmen in Europa ein exzellentes oder gutes Risikomanagement vorweisen. Investitionen in Risikomanagement-Systeme lohnen sich jedoch nicht nur deshalb, weil unter Solvency II Kapitalanforderungen durch präzise Modellierung und Kontrolle von Risiken reduziert werden können, sondern da ERM vor allem einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung leistet. Weiter
Quants: Wunderwaffe oder ComputersklaveVon Computermodellen gesteuerte Fonds stehen in jüngster Zeit im Fokus. Eine Entschuldigung für das teilweise unterdurchschnittliche Abschneiden dieser systematischen Ansätze war schnell gefunden: Quants litten unter Zwangsverkäufen von Hedge Fonds. Dieser vorgeschobene Grund ist nicht neu - wenn etwas stark fällt, dann sind es die Hedge Fonds gewesen. Das Wiederholen dieser Erklärung macht sie aber noch lange nicht richtig. Eine weitere landläufige These über quantitativ gemanagte Fonds ist, dass diese Fonds besser als der Markt laufen, defensiver aufgestellt sind und damit ein besseres Risiko-Rendite-Profil aufweisen. Wie bei allem im Leben stimmen diese Verallgemeinerungen meist nicht. Eine Analyse der Faktoren, die computergesteuerte Fonds beeinflussen, ist nötig. Weiter
Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibraryZum fünften Mal hat Deloitte im Rahmen der alle zwei Jahre durchgeführten Global Risk Management Studie den Entwicklungsstand im Risikomanagement von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten erhoben. Dabei wurden Schlüsselfaktoren, mit denen sich die Institute auseinandersetzen müssen, und – neben Fragen aus den vorangegangenen Studien – eine Reihe neuer bzw. aktueller Themen adressiert. Somit können zum einen Fortschritte im Risikomanagement aufgezeigt und zum anderen neue Entwicklungen und deren Umsetzung in die Praxis aufgegriffen werden. Download in der eLibrary: Weiter 

Aktuelle BuchempfehlungenFinanzmärkte – Effizienz und Sicherheit
Von: Brigitte Strebel-Aerbi (Hrsg.), 284 S. Schulthess Jur. Medien, Zürich 2007
Die Kapitalmärkte sind global orientiert und interessieren sich nicht für nationale Grenzen. Zugleich treten immer neue Finanzmarkt-Akteure auf den Plan, die global aufgestellt, auf komplexe und risikoreiche Transaktionen spezialisiert sind und sich der Finanzmarktregulierung weitgehend entziehen. Diese Veränderungen führen die Kapitalmärkte nicht nur in eine Dimension. Dadurch erhöhen sich die Wettbewerbsintensität, der Druck zur Effizienzsteigerung und das Innovationstempo. Und diese Entwicklungen "ziehen – zu Recht – ständig steigende Anforderungen an die Sicherheit und das Managen von Risiken nach sich", so Reto Francioni, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG. Seiner Meinung nach ermöglichen innovative Finanzprodukte und Handelsstrategien zwar die Erzielung überdurchschnittlicher Renditen, doch mit der Zunahme ihrer Komplexität steigen auch die Herausforderungen an ihre Kontrolle und Überwachung. Weiter

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