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 RiskNET Newsletter vom 30. März 2007

RiskJOBS: Das Jobportal im Bereich Risikomanagement

Suchen Sie eine neue Chance im Risikomanagement? Die BV Risk Solutions GmbH, eine im September 2005 ausgegründete Gesellschaft in der Firmengruppe der Bank-Verlag GmbH, hat unter der Begleitung des Bundesverbandes deutscher Banken seit 2001 das Rating-System "BV Rating" mit dem Ziel entwickelt, bankaufsichtlich anerkennungsfähige Rating-Verfahren zur Kreditrisikomessung auf Basis der Reform der Baseler Eigenkapitalübereinkunft (Basel II) umzusetzen. Die BV Risk Solutions ist verantwortlich für die Pflege, die Wartung und den Betrieb der Anwendung. Darüber hinaus werden die bestehenden Verfahren permanent weiter entwickelt, u. a. auf Basis der regelmäßig durchgeführten statistischen Analysen. Die BV Risk Solutions sucht für den Fachbereich BV Rating "Finanzanalysten Immobilienrating". Weiter

 

Expertenstudie zum Risikomanagement und Versicherungsmanagement

Viele Unternehmen sind beim Versicherungseinkauf im Blindflug unterwegs, da das Versicherungswesen bzw. -management häufig ein historisch gewachsenes und autonomes Subsystem im Sinne einer „Insellösung“ ist, welche den Vorgaben des unternehmensweiten Risikomanagements nur selten folgt. Dies hat zur Folge, dass viele Unternehmen falsch oder überversichert sind, was letztlich zu überhöhten Gesamtrisikokosten („total cost of risk“) bzw. im Schadensfall zu Unter- bzw. Überdeckungen führt. „Ohne Risikomanagement ist das Versicherungsmanagement nur Stückwerk“, so Prof. Dr. Reinhold Hölscher, Inhaber des Lehrstuhls für „Finanzdienstleistungen und Finanzmanagement“ an der Technischen Universität Kaiserlautern und Teilnehmer der Expertenstudie „Wert- und Effizienzsteigerung durch ein integriertes Risiko- und Versicherungsmanagement“.
Die von dem Risikomanagement-Portal RiskNET im Auftrag der Funk Gruppe durchgeführte Untersuchung zeigt auf, dass Risikomanagementsysteme erst dann einen ökonomischen Nutzen entfalten, wenn die generierten Informationen über die Risiken des Unternehmens auch zur Optimierung der Risikobewältigung (beispielsweise den Versicherungseinkauf) genutzt werden. Da Unternehmertum zwangsläufig mit dem Eingehen von Risiken verbunden ist, geht es bei der Risikobewältigung keinesfalls um die Verbannung sämtlicher Risiken aus dem Unternehmen. Vielmehr soll das Chancen-Risiko-Profil des Unternehmens optimiert werden. Weiter

 





Solvency II: Ein professionelles Risikomanagement erfordert stochastische Modelle

In einer ungewöhnlich deutlichen Form hat Henri de Castries, Vorstandsvorsitzender der französischen Versicherungsgesellschaft Axa, die geplanten neuen Solvabilitätsregeln für die europäischen Versicherer kritisiert. Nicht nur Banken werden durch die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) ihr Eigenkapital zukünftig stärker an den individuellen Kreditrisiken sowie den operationellen Risiken der Bank orientieren, sondern auch die finanzielle Ausstattung von Versicherungsunternehmen soll – voraussichtlich ab dem Jahr 2010 – durch neue Solvabilitätsvorschriften (Solvency II) geregelt werden. Doch nicht alle Marktteilnehmer sind mit den aktuellen Entwicklungen des Reformprojekts einverstanden. "Das neue Regelwerk kann ein internationales Vorbild und ein großer Fortschritt für die Branche werden – oder ein Albtraum", warnt der Axa-Chef. Er weist in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) darauf hin, das "das Ganze in die falsche Richtung geht" und Meilen vom ursprünglichen Grundgedanken entfernt ist. Ursache ist die Diskrepanz zwischen den Wünschen der Kommission und den praktischen Anforderungen seitens CEIOPS (Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors), der Vereinigung der europäischen Versicherungsaufseher, so der Axa-Vorstand weiter. Weiter

 

Internationale Währungsfonds warnt vor systemischen Risiken

Nach Ansicht des geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds, Rodrigo de Rato, bedeutet der zunehmende Transfer von Finanzrisiken von Finanzdienstleitern auf private Haushalte ein wachsendes Risiko für die Stabilität der Finanzmärkte. Die Weltwirtschaft ist in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um etwa 5 Prozent gewachsen. Trotz dieser soliden ökonomischen Fundamentaldaten rechnet der IWF-Direktor mit einem nachlassenden Wachstum in den USA, insbesondere als Abschwächung am Immobilienmarkt. In einer Rede an der Wharton School of Business an der University of Pennsylvania wies Rodrigo der Rato darauf hin, dass diese Wachstumsdelle in den USA durch eine solides Wachstum in Europa und Japan ausgeglichen wird. Bei einem Blick auf die globale Risikolandkarte wies er darauf hin, dass die größten ökonomischen Risiken durch volatile Ölpreise sowie eine ungeregelte Korrektur der globalen Ungleichgewichte induziert würden. Weiter

 





Wettbewerbsvorteil Risikomanagement im Handel

Aus ehemals markentreuen und „filial-loyalen“ Verbrauchern wurden multioptionale „Hybrid“kunden, die sich im Rad immer kürzer werdender Trend- und Produktlebenszyklen von Marke zu Marke „schwingen“. Mutierten die Einen getrieben durch einen fast sportlichen Schnäppchenjagdeifer zu umherreisenden Premium-Smart Shoppern, suchen die Anderen verstärkt ihren Anker durch die in starken Marken emotionalisierten Lebenswelten. In diesen konstruierten Lebenswelten werden Markenartikler zu regelrechten Content-Anbietern und gleichen dabei Medienunternehmen: Ihre Produkte erzählen eine Geschichte, sie binden den multioptionalen „Marken-Zapper“ ein in eine Darstellungswelt, eine Story, eine Gefühlswelt. Deutlich wird: Kundenbindung und Erfolgskontinuität im Konsumgüterhandel verlangen nach komplexen Selling Propositions. Der gegenüber Marken und Verkaufsstätten treue Konsument vergangener Jahrzehnte wurde zum entfesselten „Freerider“. Weiter

 

Risk Management global: Risikolandkarte der Klimarisiken

Der aktuelle Klima-Risiko-Index zeigt, wo extremes Wetter die meisten Toten fordert. Die USA liegen wegen der Hurrikan-Rekordsaison 2005 in der Spitzengruppe. Doch arme Länder werden von Stürmen, Dürren und Überflutungen am härtesten getroffen - und der Klimawandel verstärkt sie noch. Üerschwemmungen, Dürre, Hurrikane - jährlich sterben Tausende Menschen bei extremen Wetterereignissen. Am stärksten davon betroffen war im Jahr 2005 Guatemala, wie Berechnungen der Umweltorganisation Germanwatch und der Gesellschaft für bedrohte Völker zeigen. In dem lateinamerikanischen Land starben 2005 fast sechs Menschen pro 100.000 Einwohner bei Wetterkatastrophen - mehr als in allen anderen Ländern der Welt.
Den zweiten Rang im jüngst vorgestellten Klima-Risiko-Index belegen die USA. Die größte Volkswirtschaft der Welt wurde 2005 deutlich härter von Wetterextremen getroffen als in den vorangegangenen Jahren. Grund war die rekordverdächtige Hurrikan-Saison, die den Vereinigten Staaten 2005 den weltweit größten wirtschaftlichen Schaden durch Wetterextreme bescherte. Weiter

 





Intensiv-Seminar: Industrielles Chancen-/ Risikomanagement, Schritt für Schritt professionell umsetzen

Das Intensiv-Seminar vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modelle werden neue, speziell für die Anforderungen von Unternehmen entwickelten Cash Flow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.

23.–24. April 2007, Frankfurt
20.– 21. September 2007, Speckalm, Sudelfeld/Bayrischzell
15.–16. Oktober 2007, München

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RiskNET-Konferenz: Wettbewerbsvorteil Risikomanagement, 10.- 11. Mai 2007

Die Geschäftstätigkeit jeglichen Unternehmens ist unabhängig von seiner Branche vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zunächst kann die Geschäftsstrategie nicht hinreichend auf Änderungen des Marktes (Kunden, Wettbewerber, Umfeld) angepasst sein und folglich Geschäftsvolumina und Margen zurückgehen: dies sind strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken. Weiterhin drohen operationelle Risiken, d. h. Störungen der Geschäftstätigkeit durch technische, prozessuale oder menschliche Fehler bzw. externe Einflüsse. Schließlich ist die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens als Folge des Eintritts anderer Risikoarten bedroht. Das Management dieser Risikoarten entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Diese Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, anhand zahlreicher Praxisbeiträge zu zeigen, wie Verfahren zum Management und Controlling einer Risikoart auf andere Risikoarten übertragen werden können. Andererseits gibt es dem Teilnehmer die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Ansätzen in einzelnen Branchen anzustellen, um so Anregungen für die eigene Vorgehensweise abzuleiten. Um eine intensive Interaktion mit den Teilnehmern zu ermöglichen, nehmen Podiumsdiskussionen einen breiten Raum ein. Weiter

 

Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibrary: Auswirkungen MiFID auf das Risikomanagement der Banken

In der kontrovers geführten Diskussion um die neue europäische Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) bleiben die Vorgaben zum Risikomanagement oft unbeachtet. Dabei gilt dieser Aspekt als eine tragende Säule angemessener Unternehmensführung. Der Beitrag skizziert die Eckpunkte der MiFID und beleuchtet die sich daraus ergebenden Anforderungen an den Umgang mit Risiken. Da die Umsetzung in deutsches Recht zu einer Anpassung des § 25 a KWG führt, ist auch zu fragen, ob sich hier mit Blick auf die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) neue Auswirkungen für die Bankenpraxis ergeben. Lesen Sie in der Rubrik "Regulatorische Themen" den Artikel "Auswirkungen der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) auf das Risikomanagement der Banken". Weiter


Aktuelle Buchempfehlungen

Handbuch der Korruptionsprävention

Von: Dieter Dölling (Hrsg.), 677 Seiten, Verlag C.H. Beck. München 2007.

Das aktuelle Handbuch, herausgegeben vom Direktor des Instituts für Kriminologie an der Universität Heidelberg, richtet sich an Wirtschaftsunternehmen und an die öffentliche Verwaltung. Insgesamt 14 Autoren aus dem Bereich der rechtsberatenden Berufe, der Wissenschaft und des öffentlichen Dienstes geben einen detaillierten Überblick zu den rechtlichen und tatsächlichen Aspekten der Korruptionsprävention und angebrachten Reaktionen auf festgestellte Fehltritte. Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen der Korruptionsprävention und der Möglichkeiten, die Wirtschaftsunternehmen und -verbände im Präventivbereich nutzen können. Es schließt sich eine ausführliche Analyse von zivil- und arbeitsrechtlichen Instrumenten an, die Unternehmen zur Prophylaxe und zur Vermeidung von Korruption zur Verfügung stehen, wie etwa Schaffung eines firmeninternen Verhaltenskodex, Kontrollrechte des Arbeitgebers bei bestehenden Arbeitsverhältnisses oder Bedeutung des Whistleblowing für die Korruptionsaufdeckung. Auch arbeitsrechtliche Konsequenzen korruptiven Verhaltens werden detailliert erläutert, gleichfalls Chancen und Probleme der Vermeidung von Korruptionsrisiken durch adäquate Gestaltung von Geschäftsbeziehungen und Kontakten zu Angehörigen des öffentlichen Dienstes, einschließlich einer kritischen Würdigung des sich immer mehr ausbreitenden Lobbying und verbreiteter Sponsoring-Aktivitäten. Weiter

 


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