Vom Risk Taker zum Risk Manager: Risikosteuerung bei der IKBBasierend auf den Forderungen der Kapitalmärkte und institutioneller Investoren sind Banken und andere Unternehmen gehalten, ihre Institute ertrags- und risikoorientiert zu führen, den Verzinsungsansprüchen der Eigenkapitalgeber für das bereitgestellte Risikokapital zu entsprechen und damit den Marktwert der Kapitalanteile zu steigern. Primäres Ziel ist eine möglichst effiziente Allokation der knappen Ressource Kapital unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele und Wachstumsaussichten. Dies führt dazu, dass Banken sich von Geschäftsfeldern, deren Erträge nicht ausreichen, um auf das benötigte Eigenkapital einer kapitalmarktgerechten Rentabilität zu generieren, zu verlassen oder neu zu organisieren haben. Diese Markttreiber bilden die Grundlage einer integrierten Gesamtbanksteuerung. Weiter
Wer nur auf die Statistik starrt, wird dem Phänomen Risiko nicht gerechtMenschen konstruieren ihre eigene Realität und stufen Risiken nach ihrer subjektiven Wahrnehmung ein. Das Ergebnis dieses mentalen Prozesses ist das wahrgenommene Risiko, also ein Bündel von Vorstellungen, die sich Menschen aufgrund der Ihnen verfügbaren Informationen und des gesunden Menschenverstandes über Gefahrenquellen machen. Kurzum: Risiko ist ein Konstrukt der Risikowahrnehmung. Diese Form der intuitiven Risikowahrnehmung basiert auf in der Evolution ausgeprägten Grundmustern wie Flucht, Kampf und Totstellen, der Vermittlung von Informationen über die Gefahrenquelle, den psychischen Verarbeitungsmechanismen von Unsicherheit und früheren Erfahrungen mit Gefahren, so Ortwin Renn (Bild unten), Professor am Institut für Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart beim Gipfeltreffen der Risikomanager, der RISK07 in Frankfurt am Main. Weiter
WestLB verbessert Risiko- und KapitalsteuerungDie Schaffung einer konsequent von allen Mitarbeitern der Bank gelebten Risikokultur durch eine adäquate organisatorische Verankerung des Risikomanagements ist eine der zentralen Aufgaben, die sich Dr. Matthijs van den Adel (Foto unten), Chief Risk Officer der WestLB AG, vorgenommen hat. "Es wird höchste Zeit, das Risikomanagement wieder auf die Strategie der bank zu lenken. In der WestLB muss klar sein, dass die Implementierung einer Economic Capital-Strategie die gemeinsame Währung im Risikomanagement ist", so van den Adel im Rahmen eines Vortrags auf dem jährlichen Risiko-Gipfel SAS RISK 07 in Frankfurt. Das Ökonomische Kapital einer Bank müsse – gemeinsam mit Kosten und Ertrag – als wichtige Unternehmenskenngröße im strategischen und operativen Denken und Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften wahrgenommen werden. Ohne es explizit auszusprechen, war der Bezug auf die jüngsten Ereignisse rund um die Regelverstöße im Eigenhandel doch unverkennbar. Weiter
Korruption und Betrug im Gesundheitswesen"50 Prozent aller Krankenversicherten in Deutschland haben ihre Krankenkasse schon mindestens einmal betrogen", sagt Georgia Skorczyk, Bereichsleiterin Personal und Recht bei der Techniker Krankenkasse in Hamburg. In der Tat eröffnet die Komplexität des Abrechnungssystems diverse Manipulationsmöglichkeiten, die ein strafrechtlich relevantes Verhalten darstellen können. Beispielsweise werden gestohlene oder verloren gegangene Versichertenkarten genutzt, um diese bei Arztpraxen vorzuzeigen und hierüber Rezepte zu erlangen. "Die Rezepte werden dann weiterverkauft oder es wird mit Apotheken in der Form kooperiert, dass diese das verordnete Medikament gegenüber der Krankenkasse abrechnen, es aber tatsächlich nicht ausgegeben und auf diese Weise Geld für eine tatsächlich nicht erbrachte Leistung erlangen", weiß Skorczyk. Weiter
Korruption schreckt ausländische Investoren abDer Druck auf Unternehmen, Korruption in allen Zweigen der Wirtschaft zu bekämpfen, wächst. Jedem zweiten international tätigen Unternehmen entgehen Aufträge, weil die Konkurrenz zur Bestechung greift. Gleichzeitig herrscht in vielen Firmen Unsicherheit darüber, wie sie sich gegenüber Korruption verhalten sollen. Dies sind elementare Erkenntnisse einer von der Beratungsgesellschaft Control Risks und der internationalen Sozietät Simmons & Simmons veröffentlichten Studie. Praktische Tipps für Unternehmen haben die Herausgeber in dem Leitfaden „Facing up to Corruption 2007: Korruption bekämpfen - Ein Ratgeber für Unternehmen“ zusammengestellt, der in der vergangenen Woche in Düsseldorf vorgestellt wurde. Weiter
Kompaktseminar „Enterprise Risk Mangement“, 16. Mai 2007, Haus der Industrie, WienUnternehmen werden unabhängig von Ihrer Größe und Gesellschaftsform zunehmend mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die wachsende Komplexität des wirtschaftlichen Umfeldes eröffnet neue Chancen, birgt aber auch hohe Risken. Neue Gefahrenpotentiale und gesetzliche bzw. regulative Vorgaben führen dazu, dass die gezielte Steuerung von Risken zunehmend an Bedeutung gewinnt. Unter diesem Aspekt wird ein pro-aktives, ganzheitliches Chancen- und Risikomanagement immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes.
Am 16. Mai 2007 haben Sie in Wien die Möglichkeit, sich in einem halbtägigen Kompaktseminar einen ganzheitlichen und praxisnahen Überblick über die umfassende Thematik eines unternehmensweiten Risikomanagements zu verschaffen. Registrierte RiskNET-User können zu einem Vorzugspreis von 250 Euro teilnehmen! Bitte bei der Anmeldung "RiskNET" angeben. Weiter



RiskNET-Konferenz: Wettbewerbsvorteil Risikomanagement, 10.- 11. Mai 2007Die Geschäftstätigkeit jeglichen Unternehmens ist unabhängig von seiner Branche vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zunächst kann die Geschäftsstrategie nicht hinreichend auf Änderungen des Marktes (Kunden, Wettbewerber, Umfeld) angepasst sein und folglich Geschäftsvolumina und Margen zurückgehen: dies sind strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken. Weiterhin drohen operationelle Risiken, d. h. Störungen der Geschäftstätigkeit durch technische, prozessuale oder menschliche Fehler bzw. externe Einflüsse. Schließlich ist die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens als Folge des Eintritts anderer Risikoarten bedroht. Das Management dieser Risikoarten entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Diese Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, anhand zahlreicher Praxisbeiträge zu zeigen, wie Verfahren zum Management und Controlling einer Risikoart auf andere Risikoarten übertragen werden können. Andererseits gibt es dem Teilnehmer die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Ansätzen in einzelnen Branchen anzustellen, um so Anregungen für die eigene Vorgehensweise abzuleiten. Um eine intensive Interaktion mit den Teilnehmern zu ermöglichen, nehmen Podiumsdiskussionen einen breiten Raum ein. Weiter
Intensiv-Seminar: Industrielles Chancen-/ RisikomanagementDas Intensiv-Seminar vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modelle werden neue, speziell für die Anforderungen von Unternehmen entwickelten Cash Flow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.
20.– 21. September 2007, Speckalm, Sudelfeld/Bayrischzell
15.–16. Oktober 2007, München
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