Identifizierung, Bewertung und Steuerung von GeschäftsrisikenNachdem die Entwicklungen im Risikomanagement in der Finanzdienstleistungsindustrie in der jüngeren Vergangenheit stark durch aufsichtsrechtliche Einzelaspekte geprägt waren, tritt nun ein gesamtheitlicher Blick in den Vordergrund. Die Institute erfassen es zunehmend als betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, die wesentlichen Risiken und Chancen des eigenen Geschäfts rechtzeitig zu erkennen und bezüglich ihrer Auswirkungen einschätzen zu können. Diese Erkenntnis hat bereits zur Entwicklung umfassender Methoden und Verfahren zur Identifizierung, Messung und Steuerung der mittlerweile klassischen Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken geführt, die in ihrer Ausgestaltung teilweise über die Anforderungen der Aufsicht hinausreichen. Auf dem Weg zu einer wertorientierten Gesamtbanksteuerung stellt sich nun die Herausforderung der Abdeckung eines vollständigen Risikoprofils. Geschäftsrisiken spielen in diesem Zusammenhang meist noch eine untergeordnete Rolle. Dabei können wandelnde Rahmenbedingungen bei zu spätem Erkennen und Gegensteuern durch entsprechende Maßnahmen die Geschäftsfortführung eines Unternehmens nachhaltig gefährden. Um in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld bestehen zu können, ergibt sich somit die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit einer systematischen Auseinandersetzung mit der Risikoart Geschäftsrisiko. Weiter
Risiko durch gestohlene IdentitätenDer Diebstahl von persönlichen Authentisierungsmitteln nimmt weiter zu. Insbesondere Online- und IT-Identitäten geraten immer häufiger in die Hände von Unbefugten. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktuelles White Paper, das McAfee jetzt unter dem Titel „Identitätsdiebstahl“ veröffentlicht hat. Demnach nahm die Zahl von Keyloggern zwischen Januar 2004 und Mai 2006 um 250 Prozent zu. Dabei handelt es sich um mobile Schadprogramme, die alle Aktivitäten an befallenen Computern aufzeichnen, um Passwörter und andere vertrauliche Informationen auszukundschaften. Der Studie zufolge hat sich im selben Zeitraum die Zahl der von der Anti-Phishing Working Group verfolgten Phishing-Alarme sogar verhundertfacht. Das weiter unten zum kostenlosen Download bereit gestellte White Paper liefert zudem praktische Handlungsempfehlungen, wie sich Verbraucher und Unternehmen effektiv gegen diese zunehmend alltägliche Form der Kriminalität schützen und das Risiko gestohlener Identitäten minimieren können. Weiter


Aktuelle Risikoeinschätzung für DeutschlandNach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) dürfte die steigende Produktivität in Verbindung mit moderaten Lohnerhöhungen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auch in Zukunft erhalten. Zudem deuteten die steigende Konsumnachfrage und ein stärkeres Einkommenswachstum auf eine ausgeglichenere Wachstumsbasis hin, stellt S&P in einem aktuell veröffentlichten Bericht fest. Die anhaltend starken Exporte untermauerten zudem die wachsende Loslösung Deutschlands von der wirtschaftlichen Entwicklung in den übrigen Ländern der Eurozone, so S&P. Die deutsche Wirtschaft könnte nach Einschätzung der Ratingagentur im Jahr 2006 um 2,6% gewachsen sein. Bislang hatte S&P ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,2% prognostiziert. Die Exporte seien mit real plus 10,6% auf Jahressicht der Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft geblieben. Der Chef-Ökonom für Europa, Jean-Michel Six, verwies aber auch auf die steigende Nachfrage der Verbraucher sowie auf die solide Entwicklung der Bauinvestitionen. "Mit Blick auf das Jahr 2007 deuten die Konjunkturindikatoren auf einen Schwungverlust im ersten Halbjahr hin", sagte Six und fügte hinzu, dass die Mehrwertsteuererhöhung das Wirtschaftswachstum um nahezu einen Prozentpunkt reduzieren wird. Angesichts der in den vergangenen Jahren verbesserten Produktivität und einer gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit sei es jedoch gut möglich, dass die Abkühlung nur temporär sei. Weiter
Frankfurter Sparkasse wählt ab 2008 IRB-AnsatzNach der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz und der Postbank kann auch die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen seit 1. Januar 2007 ihre internen Risikomess-Verfahren zur Ermittlung der regulatorischen Eigenmittelunterlegung für Kreditrisiken verwenden. Der Zulassungsbescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes bezieht sich sowohl auf den Helaba-Konzern als auch auf das Einzelinstitut. Die Helaba kann damit alle neuen internen Rating-Verfahren zur Risikoeinschätzung und zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten ihrer Kreditrisiken anwenden. Neben den internen Rating-Verfahren haben auch die internen Kreditrisikosysteme und -prozesse das Basel-II-Gütesiegel der BaFin erhalten. Dabei wurden insgesamt zwölf komplexe Rating-Systeme für heterogene Geschäftsfelder überprüft, beispielsweise für Firmenkunden, Banken, Gebietskörperschaften oder auch für Spezialfinanzierungen wie gewerbliche Immobilienfinanzierungen und Projektfinanzierungen. Weiter
Risiko-Kartograph muss noch gefunden werdenDer Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, hat vor den Folgen so genannter Levarge-Buy-Outs in Deutschland gewarnt. Finanzinvestoren kaufen dabei Unternehmen und hebeln dazu das in diesen vorhandene Eigenkapital durch Aufnahme von Fremdkapital. "Dadurch, dass die Finanzierungen riskanter werden, geraten die Zielunternehmen in die Gefahr, spätestens vom nächsten konjunkturellen Abschwung dahingerafft zu werden", sagte Sanio auf dem Neujahrsempfang der BaFin. Zwar konzentrierten sich die deutschen Banken überwiegend auf die weniger riskanten Tranchen dieser Kredite und betrieben ein aktives Risikomanagement, so Sanio. Doch dies habe noch nie den Test härterer Zeiten bestehen müssen. Sollte es irgendwann zu Schieflagen bei den Zielunternehmen kommen, müsse hoffentlich keine Bank festellten, dass sie das eine oder andere Risiko übersehen habe, das in solchen "hochkomplexen" Konstrukten stecke. "Und kann überhaupt noch jemand erkennen, bei wem die Risiken endgelagert sind?", so der BaFin-Präsident weiter. Weiter
Aktuelle Studien zum Risikomanagement von VersicherungsunternehmenDie Veränderungen an den internationalen Kapitalmärkten haben in den letzten 10 Jahren einen tief greifenden Paradigmenwechsel in der deutschen Versicherungsbranche eingeläutet, so die Ergebnisse zweier Studien, die das Center for Applied Research in Finance and Insurance (CARFI) an der Universität Ulm zusammen mit der Unternehmensberatung Horváth & Partners veröffentlicht haben. Die Studie „Stand und Perspektiven der wertorientierten Steuerung in deutschen Versicherungsunternehmen“ verdeutlicht, dass in den vergangenen Jahren eine wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung stark an Bedeutung gewonnen hat. Beschleunigt wird diese Entwicklung noch durch die sich abzeichnenden Anforderungen durch die internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS sowie die Regelungen von Solvency II. Dieser Paradigmen-Wechsel erfordert moderne Verfahren und Modelle im Bereich des Risikomanagements und der Unternehmenssteuerung. Damit werden Rendite und Risiken von Produkten und Unternehmen messbar und zu zentralen Kenngrößen künftiger Unternehmenssteuerung. Asset-Liability-Management wird damit (eine zentrale) Voraussetzung für diese neue Art, Versicherungsunternehmen zu steuern. Weiter
Customer Risk 2007: Automatisiertes Forderungsmanagement, 16.-18. April 2007Mangelnde Zahlungsfähigkeit und sinkende Zahlungsmoral lassen die Anforderungen an ein effizientes Forderungsmanagement stetig steigen. Im Sinne eines automatisierten Prozessdesigns müssen daher sämtliche Abläufe, angefangen vom Vertrieb bis hin zum gerichtlichen Mahnwesen, in das Forderungsmanagement integriert werden. Nur eine wirkliche Automatisierung der Prozesse garantiert ein wirtschaftliches Kosten-/Nutzenverhältnis. Verpassen Sie daher nicht die IQPC Jahrestagung Automatisiertes Forderungsmanagement. Weiter
RiskNET-Konferenz: Wettbewerbsvorteil Risikomanagement, 10.- 11. Mai 2007Die Geschäftstätigkeit jeglichen Unternehmens ist unabhängig von seiner Branche vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zunächst kann die Geschäftsstrategie nicht hinreichend auf Änderungen des Marktes (Kunden, Wettbewerber, Umfeld) angepasst sein und folglich Geschäftsvolumina und Margen zurückgehen: dies sind strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken. Weiterhin drohen operationelle Risiken, d. h. Störungen der Geschäftstätigkeit durch technische, prozessuale oder menschliche Fehler bzw. externe Einflüsse. Schließlich ist die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens als Folge des Eintritts anderer Risikoarten bedroht. Das Management dieser Risikoarten entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Diese Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, anhand zahlreicher Praxisbeiträge zu zeigen, wie Verfahren zum Management und Controlling einer Risikoart auf andere Risikoarten übertragen werden können. Andererseits gibt es dem Teilnehmer die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Ansätzen in einzelnen Branchen anzustellen, um so Anregungen für die eigene Vorgehensweise abzuleiten. Um eine intensive Interaktion mit den Teilnehmern zu ermöglichen, nehmen Podiumsdiskussionen einen breiten Raum ein. Weiter 
Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibrary: Liquidity at Risk – Quantifizierung extremer ZahlungsstromrisikenBasel II und die MaRisk fordern von Banken, dass sie das Liquiditätsrisiko aus ihren Zahlungsströmen quantifizieren. Für das Liquiditätsmanagement von Universal- und Direktbanken stellt die fundierte Analyse hoher, bisher noch nicht beobachteter Liquiditätsrisiken ein besonderes Problem dar, weil Banken jederzeit zahlungsbereit sein müssen und bei ihnen höhere Zahlungsstromrisiken als in der Vergangenheit auftreten können. Lesen Sie den Artikel "Liquidity at Risk – Quantifizierung extremer Zahlungsstromrisiken". Weiter
Aktuelle BuchempfehlungenKorruptionscontrolling in öffentlichen und privaten Unternehmen
Von: Jürgen Stierle, 205 Seiten, Rainer Hampp Verlag, München 2006.
Durch die spektakuläre Bestechungsaffäre bei Siemens beschäftigen sich Medien, Politik und Gesellschaft momentan so intensiv mit dem Thema „Korruption“ wie selten zuvor. Leider bleiben sowohl die Analysen derartiger Vorfälle als auch die empfohlenen Gegenmaßnahmen in den meisten Fällen jedoch vergleichsweise oberflächlich, bisweilen auch populistisch. Methodisch fundierte und stringente Analysen der Korruptionsursachen und fundierte Vorschläge für eine darauf aufbauende Entwicklung wirksamer Präventionsstrategien finden sich dagegen nur sehr selten. Diese Lücke will das vorliegende Buch von Jürgen Stierle schließen.. Weiter

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