Steigende Risiken durch hohe Volatilität der Energie- und RohstoffpreiseDer starke Anstieg und die hohe Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise belasten das Unternehmensergebnis zahlreicher Unternehmen. Trotzdem verzichten viele darauf, den Rohstoffrisiken mit geeigneten Instrumenten abzusichern. Die meisten Firmen begnügen sich damit, Mehrkosten auf die Konsumenten zu überwälzen. Zu dieser Erkenntnis kommt eine breit angelegte Studie von KPMG. Die steigenden, stark volatilen Preise für Energie und Rohstoffe sorgen für Unsicherheit. Ertragsprobleme werden wahrscheinlicher; betroffen sind vor allem Unternehmen, bei welchen Energie und Rohstoffe einen grossen Anteil der Gesamtkosten ausmachen. Den Firmen fällt es zunehmend schwer, verlässliche Ertragsprognosen zu erstellen, was wiederum Investoren verunsichert. Angesichts dieser Veränderungen hat sich KPMG zu einerbranchenübergreifenden Studie über den Umgang mit Energie- und Rohstoffpreisrisiken entschlossen. 96 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich an der Umfrage beteiligt, die in der zweiten Jahreshälfte 2006 durchgeführt wurde. Weiter
BdB: Finanzaufsicht soll privatisiert werdenDie privaten Banken machen sich für eine Privatisierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stark. "Es gibt Modelle und Überlegungen, die BaFin zukünftig weitgehend zu einer privaten Institution zu machen", sagte der geschäftsführende Vorstand des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Manfred Weber (Bild), der "Financial Times Deutschland". Weber schränkte aber ein, die Überlegungen seien noch nicht sehr weit gediehen. "Das ist nichts für das nächste Jahr, bleibt aber auf der Tagesordnung." Das Bundesfinanzministerium, unter dessen Aufsicht die BaFin steht, wollte sich nicht äußern. "So weit sind wir noch nicht", sagte eine Sprecherin. Die BaFin wird als öffentliche Anstalt mit öffentlichem Dienstrecht geführt - und ihre Mitarbeiter entsprechend nach Beamtentarif bezahlt. Dies führt dazu, dass die hoch qualifizierten Aufseher von Banken und Wirtschaftsprüfern abgeworben werden. Weiter


Integrität verringert ReputationsrisikoDie Einführung neuer gesetzlicher Regelungen bezüglich Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Risikomanagement, die internationale Konsolidierung im Bankensektor, alternative Anlageprodukte, veränderte Kundenprofile, neue On- und Offshore-Strategien sowie neue Wachstumsmärkte nennt Ramon O. Ohmes, Leiter der Düsseldorfer Niederlassung der Bank Julius Bär AG, als die wichtigsten Herausforderungen einer international agierenden Privatbank. Besonderes Augenmerk sei in diesem Kontext auf die Kundenzufriedenheit zu legen, wobei Ohmes zwischen Killerfaktoren und Winnerfaktoren unterscheidet. Letztere seien vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie Differenzierungsmerkmale gegenüber den Wettbewerbern sichtbar machten, wie z.B. individuelle Aufmerksamkeit, Kompetenz zur Vermögensstrukturierung oder ergänzende Services und Flexibilität. Untrennbar sei daran die Reputation des Instituts gekoppelt. "Negative Presse über seine Bank möchte kein Kunde lesen", so Ohmes im Rahmen des Düsseldorfer Finanz Forums. Doch oftmals werden Reputationsrisiken unterschätzt. Weiter
Security-Policy ist noch für viele ein FremdwortLaut Angaben der im Rahmen einer empirischen Erhebung der Nationalen Initiative für Internetsicherheit (NIFIS) befragten Branchenkenner werden deutsche Unternehmen bis 2011 ihre Ausgaben für die Informationssicherheit deutlich erhöhen. Knapp ein Viertel der Befragten geht dabei davon aus, dass die Betriebe in diesem Zeitraum ihre Budgets für IT-Sicherheit um fünfzig Prozent aufstocken. 18 Prozent wagen die Prognose, dass sich die Ausgaben in diesem sensiblen Bereich sogar verdoppeln. Nur eine Minderheit von sieben Prozent ist der Meinung, dass es bis 2011 nicht zu einer Steigerung der Investitionen kommen wird. "Das ist ein erfreuliches Ergebnis, auch wenn die in Kraft getretenen Richtlinien zu Basel II diesen Umstand sicherlich begünstigen und nicht alle Unternehmen aus Überzeugung in die Sicherheit investieren", kommentiert NIFIS-Vorstandsvorsitzender Peter Knapp. "Jetzt kommt es entscheidend darauf an, mit dem zur Verfügung gestellten Geld im Sinne einer langfristigen und vor allem kontinuierlichen Stabilisierung der Informationssicherheit in die richtigen Maßnahmen zu investieren." Weiter
Pleitegeier zieht in Europa weiter seine KreiseDie Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den EU-Staaten plus Norwegen und der Schweiz ist das zweite Mal in Folge rückläufig, so das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Creditreform. Um 8,5 Prozent sank das Insolvenzaufkommen auf aktuell 141.448 betroffene Unternehmen (Vorjahr. 154.510). Nur noch drei der betrachteten 17 Länder weisen noch Zuwächse bei den Insolvenzen auf: Den größten Anstieg meldet Finnland mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 2.350 betroffene Betriebe. Portugal verzeichnet eine Zunahme von 3,0 Prozent auf 3.400 Insolvenzen und Großbritannien folgt auf Platz drei mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 13.777 Unternehmenskonkurse (Vorjahr: 13.462). Der deutlichste Rückgang der Unternehmensinsolvenzen kommt aus Dänemark. Um 20,4 Prozent reduzierte das kleine Königreich sein Insolvenzaufkommen auf jetzt knapp 2.000 Fälle (Vorjahr: 2.497). Das entspricht in etwa dem Insolvenzaufkommen der Stadt Köln insgesamt (1.800 Fälle im Jahr 2006). Sodann folgt bereits Deutschland mit einem Rückgang der Unternehmenspleiten um 15,1 Prozent. Insgesamt 31.300 Unternehmen mussten im vergangenen Jahr den Gang zum Insolvenzgericht antreten – in 2005 waren es noch 36.850. Einen deutlichen Rückgang der Konkurse verzeichnet ebenfalls Norwegen: Um 12,0 Prozent sank der Anteil der von einer Insolvenz betroffenen Unternehmen im Jahresverlauf auf 1.913 Betriebe ab (Vorjahr: 2.175). Weiter
Zentraler Risikofaktor MitarbeiterEuropäischen Firmen drohen Gefahren für die Sicherheit ihrer Geschäftsdaten zunehmend von innen: Immer häufiger sind Mitarbeiter die Ursache dafür, dass auch besonders wertvolle und vertrauliche Unternehmensinformationen ungeschützt dem Zugriff durch Unbefugte ausgesetzt sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute vorgelegte Studie im Auftrag von McAfee Inc. Demnach bleiben Investitionen in Lösungen zum Schutz von Geschäftsdaten vor externen Bedrohungen und Hacker-Attacken häufig deshalb unwirksam, weil eine vollständige interne Kommunikation der unternehmensspezifischen Sicherheits-Vorgaben nicht gelingt und weil sich Mitarbeiter allzu sorglos verhalten. Die von ICM Research erstellte und auf einer europaweiten Befragung von 600 Angestellten beruhende Studie unterstreicht insbesondere die erheblichen Geschäftsrisiken durch Datenverlust. So zeigen die Ergebnisse unter anderem, dass Mitarbeiter immer mehr vertrauliche Informationen über die Grenzen ihres Unternehmens hinweg übertragen und dabei Verfahren anwenden, die sich der Kontrolle der zuständigen IT-Abteilung entziehen. Der Umfrage zufolge verfügen mit 37 Prozent mehr als ein Drittel der befragten europäischen Firmen über keine fest definierten Regeln für den Umgang mit vertraulichen Dokumenten. In Deutschland sind es mit 32 Prozent nur geringfügig weniger. Und selbst dort, wo es solche Richtlinien gibt, sind sie fast einem Viertel der Mitarbeiter (24 Prozent im Durchschnitt, 19 Prozent in Deutschland) unbekannt. Weiter
Customer Risk 2007: Automatisiertes Forderungsmanagement, 16.-18. April 2007Mangelnde Zahlungsfähigkeit und sinkende Zahlungsmoral lassen die Anforderungen an ein effizientes Forderungsmanagement stetig steigen. Im Sinne eines automatisierten Prozessdesigns müssen daher sämtliche Abläufe, angefangen vom Vertrieb bis hin zum gerichtlichen Mahnwesen, in das Forderungsmanagement integriert werden. Nur eine wirkliche Automatisierung der Prozesse garantiert ein wirtschaftliches Kosten-/Nutzenverhältnis. Verpassen Sie daher nicht die IQPC Jahrestagung Automatisiertes Forderungsmanagement. Weiter
RiskNET-Konferenz: Wettbewerbsvorteil Risikomanagement, 10.- 11. Mai 2007Die Geschäftstätigkeit jeglichen Unternehmens ist unabhängig von seiner Branche vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zunächst kann die Geschäftsstrategie nicht hinreichend auf Änderungen des Marktes (Kunden, Wettbewerber, Umfeld) angepasst sein und folglich Geschäftsvolumina und Margen zurückgehen: dies sind strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken. Weiterhin drohen operationelle Risiken, d. h. Störungen der Geschäftstätigkeit durch technische, prozessuale oder menschliche Fehler bzw. externe Einflüsse. Schließlich ist die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens als Folge des Eintritts anderer Risikoarten bedroht. Das Management dieser Risikoarten entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Diese Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, anhand zahlreicher Praxisbeiträge zu zeigen, wie Verfahren zum Management und Controlling einer Risikoart auf andere Risikoarten übertragen werden können. Andererseits gibt es dem Teilnehmer die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Ansätzen in einzelnen Branchen anzustellen, um so Anregungen für die eigene Vorgehensweise abzuleiten. Um eine intensive Interaktion mit den Teilnehmern zu ermöglichen, nehmen Podiumsdiskussionen einen breiten Raum ein. Weiter
Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibrary: Liquidity at Risk – Quantifizierung extremer ZahlungsstromrisikenUnternehmen stehen in enger Wechselbeziehung mit ihrer Umwelt. Überraschende Ereignisse oder nicht antizipierte Trends aus der Umwelt wirken sich schnell negativ auf den Geschäftserfolg aus. Für Versicherungen sind die neuen Risiken, die sich aus veränderten Rahmenbedingungen in der Umwelt ableiten, von besonderer Brisanz, eine Reihe von Herausforderungen für Versicherer führen zu einem schwierigen Umgang mit diesen so genannten "Emerging Risks". Eine frühzeitige Auseinandersetzung hilft Schadenpotenziale zu bewältigen, aber auch Chancenpotenziale zu erkennen. Lesen Sie in der Rubrik "Methoden" den Artikel "Früherkennung von Emerging Risks in der Versicherungswirtschaft". Weiter
Aktuelle BuchempfehlungenStresstests in Banken - Von Basel II bis ICAAP
Von: Kai-Oliver Klauck, Claus Stegmann (Hrsg.), 183 S., Schäffer-Poeschel 2006.
Mit Hilfe von Stresstests haben Kreditinstitute die Möglichkeit, die potenziellen Auswirkungen krisenhafter Entwicklungen im Detail zu untersuchen und bereits im Vorfeld geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Stresstests haben sich in diesem Kontext in den vergangenen Jahren zu einem ganz wesentlichen Bestandteil des Risikomanagements der Banken entwickelt. Die Deutsche Bundesbank hat erst jüngst darauf hingewiesen, dass die kontinuierliche Durchführung von Stresstests nicht nur im Interesse der einzelnen Bank ist, sondern einen wertvollen Beitrag für die Finanzstabilität insgesamt liefert. Die Bundesbank weist auch darauf hin, dass die Banken eine große Vielfalt von Stressszenarien und Stresstestmethoden verwenden. Diese Diversität ist von einem großen Vorteil, da sie die Gefahr eines gleichgerichteten, stabilitätsgefährdenden Verhaltens der Banken reduziert („Systemische Risiken“). Weiter

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