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 RiskNET Newsletter vom 16. April 2007

Risikomanagement bei Hedge Funds - Entmystifizierung einer Anlageklasse

Hedge Funds können sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Sicht als die "Königsdisziplin" der Kapitalanlage charakterisiert werden. Während auf der einen Seite Hedge Funds aufgrund günstiger Risiko-Ertrags-Verhältnisse und einer in der Regel negativen Korrelation mit der Marktentwicklung eine interessante Anlagekategorie offerieren und zur Effizienzsteigerung der Märkte beitragen, beinhalten Hedge Funds jedoch auf der anderen Seite auch ein nicht unerhebliches Destabilisierungspotenzial, insbesondere durch den Einsatz von Leverage und derivativer Finanzinstrumente. Die aktuelle öffentliche Diskussion zeigt aber vor allem, welche immensen Unkenntnisse über Hedge Funds existieren. Der folgende Beitrag dient der Versachlichung der aktuellen Diskussion um die Regulierung von Hedge Funds und skizziert die Grundlagen und Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung eines adäquaten Risikomanagements, um insbesondere die mit Hedge Funds verbundenen systemischen Risiken zu reduzieren. Weiter

 





RiskNET-Konferenz: Wettbewerbsvorteil Risikomanagement, 10.- 11. Mai 2007

Die Geschäftstätigkeit jeglichen Unternehmens ist unabhängig von seiner Branche vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zunächst kann die Geschäftsstrategie nicht hinreichend auf Änderungen des Marktes (Kunden, Wettbewerber, Umfeld) angepasst sein und folglich Geschäftsvolumina und Margen zurückgehen: dies sind strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken. Weiterhin drohen operationelle Risiken, d. h. Störungen der Geschäftstätigkeit durch technische, prozessuale oder menschliche Fehler bzw. externe Einflüsse. Schließlich ist die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens als Folge des Eintritts anderer Risikoarten bedroht. Das Management dieser Risikoarten entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Diese Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, anhand zahlreicher Praxisbeiträge zu zeigen, wie Verfahren zum Management und Controlling einer Risikoart auf andere Risikoarten übertragen werden können. Andererseits gibt es dem Teilnehmer die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Ansätzen in einzelnen Branchen anzustellen, um so Anregungen für die eigene Vorgehensweise abzuleiten. Um eine intensive Interaktion mit den Teilnehmern zu ermöglichen, nehmen Podiumsdiskussionen einen breiten Raum ein. Weiter

 

Themen-Special: Risikomanagement bei der Allianz

Internes Risikokapital, das zum Schutz gegen unerwartete wirtschaftliche Verluste erforderliche Kapital, ist ein wichtiger Parameter des von der Allianz verfolgten EVA-Ansatzes, der auf alle Geschäftsbereiche angewendet wird. Im Geschäftsjahr 2006 wurde für die Bewertung und die Zuordnung des quantitativen Risikos der großen Versicherungsunternehmen und der Banktochter Dresdner Bank ein integriertes internes Risikokapitalmodell eingesetzt. Dieses Verfahren ermöglicht es der Allianz, das Risikokapital für alle Segmente auf der Gruppenebene innerhalb des internen Risikokapitalrahmens zusammenzuführen.

Das interne Risikokapitalmodell beruht auf dem Value-at-Risk-Ansatz. In Übereinstimmung mit dem Value-at-Risk-Konzept berechnet dieses Modell den Wertverlust des Bestands an Aktiva und Passiva unter ungünstigen Marktbewegungen, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit oder Häufigkeit innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums nicht überschritten wird. Genauer gesagt: Die Allianz berechnet für jede Risikokategorie den Netto-Marktwert ihrer Aktiva und Passiva hinsichtlich (a) einer besten Schätzung unter gegenwärtigen Marktbedingungen und (b) eines nachteiligen Wertes unter ungünstigen Marktbedingungen über eine bestimmte Haltedauer. Weiter

 

BaFin gibt Startschuss für IRB-Ansatz der BMW Bank

Die BMW Bank hat durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als eine der ersten Banken und als erste Autobank in Deutschland den Zulassungsbescheid für die Anwendung des Internal Ratings Based Approach des neuen Basel-II-Regelwerkes erhalten. Damit darf die BMW Bank rückwirkend ab dem 1. Januar 2007 ihre selbst entwickelten Ratingsysteme auch zur Ermittlung der regulatorischen Eigenmittelunterlegung für Kreditrisiken einsetzen. Mit Inkrafttreten der Solvabilitätsverordnung (unter anderem Vorschriften zur Eigenkapitalunterlegung), der deutschen Umsetzung von Basel II, können Banken zwischen einem einfachen Standardansatz und dem fortgeschrittenen, auf internen Ratings basierenden Ansatz wählen. Die internen Rating- und Risikomanagementverfahren mit den jeweiligen Systemen und Prozessen werden bei der BMW Bank schon seit mehreren Jahren erfolgreich zur Steuerung der Kreditausfallrisiken ihrer Kunden verwendet. Diese wurden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens umfangreichen Eignungsprüfungen der Aufsichtsbehörden in Frühjahr 2006 und Herbst 2006 unterzogen. Weiter

 

RiskNET Kolumne: Ganzheitliches Risikomanagement in der IT

Verantwortliche Manager in der IT zählt man in Zeiten wie diesen nicht gerade zu den beneidenswertesten Menschen. Neben den „chronischen“ Problemstellungen der Informationstechnologie gesellt sich immer häufiger eine externe Dimension hinzu, welche die Kommunikationsgrundlage mit Management und Fachbereichen oftmals erheblich beeinflusst.
Namhafte Analysten und Studienautoren zeichnen ein düsteres Bild und bringen ihre Schlagzeilen (und Management Summaries) an den Mann / die Frau: So behauptet eine Gartner-Studie vom Oktober 2006 "Eight out of every ten dollars you spend on IT is dead money." In eine ähnliche Kerbe schlägt eine Accenture-Studie vom Mai 2006, in welcher 77% der IT-Verantwortlichen und 61% der Geschäftsprozessverantwortlichen glauben, dass die IT-basierte Produktivität seit Jahren stagniert oder sogar fällt. Weiter

 





Operationelle Risiken binden 6,1 Milliarden Euro bei den vier großen Privatbanken

Eine erste Analyse der aktuellen Jahresabschlussberichte der vier großen deutschen Privatbanken zeigt einen Anstieg des ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken um mehr als 10 Prozent. Während im Jahr 2005 etwa 5,4 Milliarden Euro für operationelle Risiken hinterlegt wurden, waren es im Jahr 2006 bereits 6,1 Milliarden Euro.

Dieser Anstieg wird im Wesentlichen durch die Deutsche Bank induziert. Das höhere ökonomische Kapital hängt primär mit einer methodologischen Anpassung der Modellierung der Schadenshöhenverteilung zusammen, so die Deutsche Bank in ihrem aktuellen Geschäftsbericht. Die schweren Verluste (fat tails) sind offensichtlich höher gewichtet worden. Zur gleichen Zeit nahm der Diversifikationseffekt zwischen den Risikoarten Kredit-, Markt-, Operationelles und Geschäftsrisiko erheblich zu, sodass der Anstieg des ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken mehr als kompensiert wurde. Weiter

 

Potenzial von Risikomanagement wird deutlich unterschätzt

Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister haben in den letzten Jahren ihre Ausgaben für das Risikomanagement deutlich erhöht. Die Erfüllung von Regulierungsvorschriften bleibt auch weiterhin der Haupttreiber der Risikomanagement-Agenda. Viele Firmen haben bis heute das Potenzial eines optimierten Risikomanagements verkannt oder nur ungenügend ausgeschöpft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Creating Value: Effective risk management in financial services", die PricewaterhouseCoopers (PwC) zusammen mit der Economist Intelligence Unit (EIU) zum Risikomanagement in der Finanzdienstleistungsbranche durchgeführt hat. Für die Studie wurden Führungskräfte von über 420 Finanzdienstleistern aus Europa, Amerika und Asien befragt – darunter auch sieben Schweizer Firmen. Weiter

 

Intensiv-Seminar: Industrielles Chancen-/ Risikomanagement

Das Intensiv-Seminar vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modelle werden neue, speziell für die Anforderungen von Unternehmen entwickelten Cash Flow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.

20.– 21. September 2007, Speckalm, Sudelfeld/Bayrischzell
15.–16. Oktober 2007, München

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Aktuelle Uploads in der RiskNET eLibrary: Statistik für Muggles

Die mathematische Statistik hat – nicht zuletzt durch Basel II, Solvency II und den Einsatz moderner Risikomanagement-Verfahren – ihren Platz in der Ecke der Geheimwissenschaften verlassen und drängt sich immer mehr in den Blickpunkt der Praxis. Allerdings müssen Praktiker häufig statistische Methoden anwenden, ohne mit den entsprechenden mathematischen Hintergründen vertraut zu sein. Statistik ist jedoch nicht nur eine Sammlung von Formeln und methodischen Instrumentarien, sondern vor allem eine Denkweise, die auch ohne mathematische Vorkenntnisse nachvollzogen werden kann. Mehr lesen Sie im Beitrag "Statistik für Muggles - Das Ende der Ökonometrie als Geheimwissenschaft" (RiskNET eLibrary - Rubrik Methoden). Weiter


Studie der Humboldt-Universität zu Berlin

Das Forschungsinstitut "Finanzierung von Gerichtsprozessen" von der Humboldt-Universität zu Berlin möchte Sie zur Teilnahme an einer Umfrage bitten, die Teil einer Studie über den Umgang von Entscheidern mit offenen Forderungen ist. Es soll untersucht werden, wie Unternehmen bei der Durchsetzung von Forderungen verfahren. Der Umfragebogen kann schnell und unkompliziert online ausgefüllt werden und wird erfahrungsgemäß 5-7 Minuten Ihrer Zeit beanspruchen. Aus technischen Gründen wird zur Teilnahme ein Aktivierungscode benötigt.

Adresse: http://umfrage.humboldtverein.de
Aktivierungscode: e278

Ergebnisse werden nach erfolgter Auswertung auf der Internetseite des Instituts http:://pkf.hu-berlin.de veröffentlicht. Für die Teilnahme bedanken wir uns schon im Voraus. Weiter

 

Aktuelle Buchempfehlungen

Offenlegung von Finanzinstrumenten und Risikoberichterstattung nach IFRS 7

Von: KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG (Hrsg.), 234 S., Schäffer-Poeschel 2007.

Mit der IFRS 7 hat das IASB im August 2005 die Angabepflichten zu Finanzinstrumenten im Jahresabschluss neu geregelt und Anforderungen zur Risikoberichterstattung aufgestellt. Der neue Standard ist ab dem Geschäftsjahr 2007 erstmalig anzuwenden.

IFRS 7 fasst alle Angabepflichten zu Finanzinstrumenten in einem Standard zusammen und ersetzt den bisherigen bankspezifischen Standard IAS 30. Im Gegensatz zu IAS 30 bezieht sich IFRS 7 auf sämtliche Unternehmen und alle bilanzierten und nicht bilanzierten Finanzinstrumente aller Branchen. In diesem Kontext wurden die in IAS 30 und IAS 32 geregelten Angaben über Finanzinstrumente novelliert und systematische gebündelt. IAS 30 wurde komplett gestrichen, IAS 32 bis auf wenige Regelungen gekürzt. Weiter

 


RiskNET Aktuell Impressum

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