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 RiskNET Newsletter vom 07. Mai 2007

RiskNET-Kolumne: Wertbeitrag und Nutzen von Risikobewältigung und Versicherungen

Risikomanagement wird nicht nur betrieben, um Transparenz über die Risikosituation bei unternehmerischen Entscheidungen zu erhalten, sondern insbesondere, um die Risikobewältigung (beispielsweise den Versicherungsschutz) zu optimieren. Nutzen und Wertbeitrag des Risikotransfers (Hedging oder Versicherung) erscheint dabei völlig unstrittig.

Unstrittig? Tatsächlich gibt es zwei völlig gegensätzliche Positionen, die in den jeweiligen Personenkreisen als nahezu unstrittige Selbstverständlichkeiten angesehen werden. Weiter

 

Schlechte Noten für Corporate Governance in Deutschland

Die Qualität deutscher Aufsichtsräte hinkt internationalen Standards hinterher. Ursachen sind mangelhafte Unabhängigkeit der Kontrolleure, geringe Internationalisierung und niedrige Arbeitsintensität der Gremien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Personalberatung Heidrick & Struggles unter 320 Top-Unternehmen aus elf europäischen Ländern. Danach liegen die deutschen Dax-30-Konzerne mit 72 Prozent der maximalen Punktzahl auf dem letzten Platz im Ranking.
Sieger in diesem Ranking nach Best-Practice-Kriterien sind die Unternehmen aus Großbritannien gefolgt von den Niederlanden. Aber auch hier erreichen die Konzerne mit rund 92 Prozent nicht die volle Bewertungsziffer. Heidrick & Struggles untersucht seit dem Jahr 1999 regelmäßig die Governance-Strukturen von Boards und Aufsichtsräten. Dabei werden nur Non-Executives berücksichtigt, um das zweistufige deutsche System mit Vorstand und Aufsichtsrat und einstufige Board-Systeme vergleichen zu können. Weiter

 

Einsatz von Control Self Assessment (CSA) für die Interne Revision heute

Control Self Assessment (CSA) ist eine Methode, um Geschäftsziele zu bewerten, im Geschäftsablauf vorhandene Risiken – die die Erreichung der Geschäftsziele gefährden können – aufzudecken und um interne Kontrollen so zu gestalten, dass die Risiken kontrolliert und gesteuert werden können. Das besondere dabei ist, dass Mitarbeiter die eigenen Prozesse bewerten. Die Ziele des CSA können erweitert werden um die Sicherstellung des Verhältnisses von Chancen und Risiken, Stärken und Schwächen sowie der Effektivität eingesetzter Systeme, so dass die Unternehmensziele erreicht werden.

Es existieren mehrere formale Definitionen eines CSA. Zwei davon stammen vom Institute of Internal Auditors (IIA) und werden im Nachfolgenden dargestellt. Daneben haben sich vor allem Beratungsfirmen dieser Thematik angenommen und eigene Definitionen aufgestellt. Diese spiegeln im Kern die des IIA wieder. Weiter

 

Auswirkungen von Private Equity auf die Finanzstabilität

Die Anzahl der überwiegend mit Fremdkapital finanzierten Unternehmensübernahmen unter Beteiligung von Finanzinvestoren (Leveraged Buyouts: LBOs) hat zuletzt auch in Deutschland stark zugenommen. Spezielle Finanzierungsstrukturen in Verbindung mit günstigen ökonomischen Rahmenbedingungen und einer hohen Nachfrage nach alternativen Anlagen erlauben es, Übernahmen mit einem immer größeren Fremdkapitalanteil durchzuführen. Die an LBO-Transaktionen beteiligten deutschen Banken behalten meist zwar nur einen geringen Teil der dabei entstehenden Kreditrisiken in ihren eigenen Bilanzen und betreiben grundsätzlich ein angemessenes Risikomanagement, so die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht.

In der Zeitspanne bis zur Risikoweitergabe an die Investoren sehen sie sich aber einem beträchtlichen Risiko ausgesetzt. Zugleich ist fraglich, ob das zuletzt rasch wachsende Marktsegment eine nachhaltige Ertragsquelle darstellen kann. Unter Finanzstabilitätsgesichtspunkten steht der mit LBO-Transaktionen verbundenen Diversifikation und Risikostreuung überdies auch als Nachteil gegenüber, dass die endgültige Verteilung der weitergereichten Kreditrisiken intransparent ist und die Gefahr nicht risikoadäquater Preise zunimmt. Darüber hinaus geht mit der hohen Verschuldung der Zielunternehmen eine Risikoerhöhung einher. Weiter

 

Mittelständische Betriebe: Gar nicht risikoavers

Der Mittelstand in Europa allgemein und in Deutschland im Speziellen wird gemeinhin als risikoscheu und  wenig strategisch orientiert dargestellt. Zum Teil ist dies natürlich auf größen- und strukturbedingte Hemmnisse zurückführen, zum Teil aber auch auf eine kulturell begründete „diffuse Scheu“ vor dem Eingehen unternehmerischer Risiken, wie es in einem Positionspapier der Bundesregierung heißt. Zahlreiche Förderprogramme und Initiativen zielen darauf ab, die Gründungsintensität, die Innovationsstärke und die Investitionsneigung insbesondere in dem beschäftigungsintensiven Zweig der Erweiterungsinvestitionen zu erhöhen.

Creditreform befragte knapp 4.000 Unternehmen, wie sie sich selbst beurteilen und von welchen Faktoren ihre Risikobereitschaft abhängt. Immerhin bezeichnet sich mehr als ein Drittel der Befragten als risikobereit (34,0 Prozent). Weiter

 

Kompaktseminar „Enterprise Risk Mangement“, 16. Mai 2007, Haus der Industrie, Wien

Unternehmen werden unabhängig von Ihrer Größe und Gesellschaftsform zunehmend mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die wachsende Komplexität des wirtschaftlichen Umfeldes eröffnet neue Chancen, birgt aber auch hohe Risken. Neue Gefahrenpotentiale und gesetzliche bzw. regulative Vorgaben führen dazu, dass die gezielte Steuerung von Risken zunehmend an Bedeutung gewinnt. Unter diesem Aspekt wird ein pro-aktives, ganzheitliches Chancen- und Risikomanagement immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes.

Am 16. Mai 2007 haben Sie in Wien die Möglichkeit, sich in einem halbtägigen Kompaktseminar einen ganzheitlichen und praxisnahen Überblick über die umfassende Thematik eines unternehmensweiten Risikomanagements zu verschaffen. Registrierte RiskNET-Newsletter-Abonnenten können zu einem Vorzugspreis von 250 Euro teilnehmen! Bitte bei der Anmeldung "RiskNET" angeben. Weiter

 





RiskNET-Konferenz: Wettbewerbsvorteil Risikomanagement, 10.- 11. Mai 2007

Last Minute: Nur noch wenige Plätze frei! Die Geschäftstätigkeit jeglichen Unternehmens ist unabhängig von seiner Branche vielfältigen Risiken ausgesetzt. Zunächst kann die Geschäftsstrategie nicht hinreichend auf Änderungen des Marktes (Kunden, Wettbewerber, Umfeld) angepasst sein und folglich Geschäftsvolumina und Margen zurückgehen: dies sind strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken. Weiterhin drohen operationelle Risiken, d. h. Störungen der Geschäftstätigkeit durch technische, prozessuale oder menschliche Fehler bzw. externe Einflüsse. Schließlich ist die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens als Folge des Eintritts anderer Risikoarten bedroht. Das Management dieser Risikoarten entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor.
Diese Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, anhand zahlreicher Praxisbeiträge zu zeigen, wie Verfahren zum Management und Controlling einer Risikoart auf andere Risikoarten übertragen werden können. Andererseits gibt es dem Teilnehmer die Möglichkeit, Vergleiche zwischen den Ansätzen in einzelnen Branchen anzustellen, um so Anregungen für die eigene Vorgehensweise abzuleiten. Um eine intensive Interaktion mit den Teilnehmern zu ermöglichen, nehmen Podiumsdiskussionen einen breiten Raum ein. Weiter

 

Intensiv-Seminar: Industrielles Chancen-/ Risikomanagement

Das Intensiv-Seminar vermittelt Methodenkompetenz in praxisorientierten Verfahren zur Risikomessung und -berichterstattung. Neben dem klassischen Instrumentarium und den aus dem Finanzdienstleistungsbereich bekannten Value at Risk-Modelle werden neue, speziell für die Anforderungen von Unternehmen entwickelten Cash Flow at Risk (CFaR) und Budget at Risk Ansätze erläutert. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden weitere Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.

20.– 21. September 2007, Speckalm, Sudelfeld/Bayrischzell
15.–16. Oktober 2007, München

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