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 RiskNET Newsletter vom 22. Juni 2006

Call for papers: Risikomanagement in der Automobilindustrie

Ein wichtiges Element der Risikominimierung in der Automobilindustrie ist die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse in der Wertschöpfungskette. Automobilhersteller und Zulieferbetriebe sind hinsichtlich Forschung und Entwicklung, Produktionsfluss und Qualitätssicherung in besonderem Maße verzahnt. Die wechselseitigen Abhängigkeiten führen dazu, dass bei wirtschaftlichen und technischen Problemen eines Partners, Unternehmen der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen in große Schwierigkeiten geratenkönnen, bis hin zu einer Unterbrechung des Produktionsflusses. Im Fokus der diesjährigen Tagung der TÜV SÜD Akademie GmbH „Risikomanagement in der Automobilindustrie“ ist das Risikomanagement in Produktionsabläufen, an Systemschnittstellen entlang der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette, im Unternehmen und zwischen Unternehmen in globalen Wettbewerb. Es werden sicherheitsgerechte Entwicklungsprozesse und die Risikopotenziale von Entwicklungsprojekten diskutiert und bewertet. Weiter

 

Forderungsrisiken für deutsche Unternehmen bleiben hoch

Die Forderungsrisiken in Deutschland und in Europa sind nach einer leichten Erholung im Vorjahr wieder angestiegen. Auch deutsche Unternehmen sehen nach wie vor hohen finanziellen Risiken gegenüber – Ende 2005 verzeichneten sie rund 48 Milliarden Euro überfällige Forderungen. Im Jahresvergleich hat sich vor allem der Zahlungsverzug der öffentlichen Hand und der Privatkunden erhöht. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Untersuchung „European Payment Index 2006“ Forderungsmanagement-Dienstleisters Intrum Justitia. Die Studie vergleicht das Zahlungsverhalten in 22 europäischen Ländern.

Demnach haben sich in Deutschland die Forderungsrisiken gegenüber dem Vorjahr leicht auf 155 Indexpunkte erhöht (Vorjahr: 154), wobei im ersten Halbjahr 2005 ein starker Anstieg  in der zweiten Jahreshälfte und eine deutliche Entspannung festzustellen war. Die befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sich die Risiken in diesem Jahr im Geschäftskundenmarkt positiv entwickeln, während sie im Privatkundensegment auf hohem Stand verharren oder sogar weiter ansteigen werden. Weiter

 

Supply Chain Risks in Asia: Asiengeschäft mit zahlreichen Risiken verbunden

Deutsche und europäische Unternehmen engagieren sichvzunehmend in Asien und sind immer stärker von Lieferungen aus Asien abhängig. Doch die wenigsten Firmen haben sich ausreichend mit den Risiken ihrer Asien-Aktivitäten auseinander gesetzt. Eine aktuelle Analyse des Versicherungsmaklers Marsh – nach eigenen Aussagen das weltweit führende Unternehmen im Risiko- und Versicherungsmanagement – zeigt, dass Asien ein deutlich von Europa und Nordamerika abweichendes Risikoprofil besitzt. Neben gesellschaftlich bedingten Risiken wie dem vielerorts mangelnden Rechtsschutz und knappen Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt nennt die Marsh-Analyse auch asienspezifische Elementarrisiken wie Taifune, Tsunamis oder großflächige Flutkatastrophen. Noch steckt das Risikomanagement in Asien in den Kinderschuhen, so dass quantitative Daten Mangelware sind.

Bis 2008 soll die Wirtschaft in Asien um 30 Prozent schneller wachsen als in allen anderen Regionen der Welt. Die Länder mit den besten Wachstumschancen sind China, Indien und Südkorea – in China betrifft das Wachstum vor allem herstellende Unternehmen, in Indien die Branchen Software, IT-Services sowie Pharma und in Südkorea die Hightech-Industrie. Da die Gehälter durchschnittlich nur drei bis sechs Prozent der in Deutschland gezahlten Lohn- und Lohnnebenkosten betragen, werden asiatische Herstellungskosten zunehmend zum Benchmark für den Rest der Welt. Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne Zulieferung aus Asien aus. Weiter

 

Risikomanagement-Buch zum kostenlosen Download

Das Risikomanagement der Unternehmen tritt immer stärker in den Blickpunkt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Fachhochschule des bfi Wien in Ihrer Schriftenreihe „Wirtschaft und Management“ mit dem hochaktuellen Thema Risikomanagement.

Die Autoren Denk/Exner-Merkelt/Ruthner weisen auf die Entwicklung hin, in Unternehmen die bisherige Steuerung von Einzelrisiken auf das Gesamtrisiko zu erweitern. Dabei wird das Risikomanagement in die strategische und operative Unternehmenssteuerung integriert. Die teilweise knappe Berichterstattung in den Geschäftsberichten der Großunternehmen lässt nach Meinung der Autoren auf Defizite in den Risikomanagementsystemen schließen. Dies betrifft insbesondere Risikoquantifizierung, Risikoaggregation und Integration in die Führungssysteme.

Pernsteiner hebt als wichtige Änderungen für die Banken durch Basel II hervor: erhöhte Risikosensibilisierung bei Kreditvergabe, geänderte risikoorientierte Kreditbepreisung, verstärkte Informationsanforderungen an Kreditkunden. Da KMUs kaum auf alternative Finanzierungen (Kapitalmarkt-, Beteiligungs- und sonstige alternative Finanzierungen) ausweichen können oder möchten, werden sie wohl die geänderten Ansprüche der Banken (aktuelle Informationen bzgl. Ergebnisentwicklung und Risikolage) akzeptieren müssen. Dies könnte für sie jedoch auch zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Großunternehmen führen. Weiter

 

CEBS veröffentlicht Konsultationspapier zum Stress Testing

Das Committee of European Banking Supervisors (CEBS) hat die öffentliche Konsultationsphase zum „Stress Testing“ gestartet: Mit dem neu veröffentlichten Konsulationspapier (CP12) werden die CEBS-Richtlinien im Hinblick auf den so genannten „Supervisory Review Process“ vom Januar 2006 ergänzt. In seiner aktuellen Form gibt das Konsultationspapier das abgestimmte Verständnis der Europäischen Aufsichtsbehörden im Hinblick auf das Thema „Stress Testing“ wieder. Das CEBS weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Richtlinien zum Stress Testing im Rahmen des Dialogs zwischen Aufsichtsbehörden und Finanzinstituten angewendet werden. Sie sollten also nicht dahingehend interpretiert werden, dass sie automatisch zu einer erhöhten Kapitalanforderung führten. Weiter

 

RiskNET eLibrary wächst rasant - etwa 25 GByte Daten jeden Monat

Seit dem Start Anfang diesen Jahres werden in der RiskNET eLibrary monatlich etwa 25 GByte Daten heruntergeladen. In den verschiedenen Kategorien Methoden, Software, OpRisk, CreditRisk, MarketRisk, Liquidity Risk, Reporting, Studien, Corporate Governance etc. finden Sie Fachartikel von hochkarätigen Autoren. Mit der RiskNET eLibrary soll der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Experten und anderen Nutzern verbessert werden, um neues Wissen zu generieren - gemäß dem Motto "Tomorrow's Risk Management Knowledge Today"! Autoren müssen sich zuvor kurz registrieren, damit sie Zugang zu dem persönlichen e-Library-Bereich erhalten. Weiter

 

Aktuelle Buchempfehlungen

Die Kunst des Einbruchs (Kevin Mitnick, 334 Seiten, MITP-Verlag/Redline, Heidelberg 2006.

Kevin Mitnick war über viele Jahre der „meist gesuchte Kriminelle“ der USA. Seine Karriere als Hacker begann bereits an der Highschool. Dort manipulierte Mitnick öffentliche Telefonsysteme (auch „Phreaking“ genannt). Außerdem schrieb er einen Login-Simulator. Das Programm zeigte eine gewöhnliche Aufforderung zur Passworteingabe an, fing aber den Benutzernamen und das Passwort ab, bevor der Benutzer mit dem Netzwerk verbunden wurde. Mit dieser Methode fand Mitnick u. a. den Benutzernamen und das Passwort seines Lehrers heraus. Anfang der 90er Jahre machte er sich dann einen Namen durch mehrere Einbrüche in Computersysteme des Militärs und großer US-Konzerne. 1988 wurde Mitnick das erste Mal für 14 Monate inhaftiert. Im Februar 1995 wurde er vom FBI erneut verhaftet und angeklagt, in „einige der best gesicherten Computersysteme“ der USA eingedrungen zu sein. Im August 1999 wurde Mitnick von einem Gericht in Los Angeles zu einer Haftstrafe von 46 Monaten verurteilt. Weiter

 


RiskNET Aktuell Impressum

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Der RiskNET Aktuell ist ein exklusiver Newsletter-Service von RiskNET. Er erscheint monatlich in elektronischer Form. Bei Interesse an einem Sponsoring schreiben Sie bitte an office@risknet.de

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